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02.05.2010 | 16:27 h |
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News, Top News 1 |
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Frankfurt-Sieger Wegmann bereit für den Giro |
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Frankfurt/Main - Fabian Wegmann kam aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus. «Fantastisch», fand der gebürtige Münsteraner die Wiederholung seines Vorjahressieges beim Frühjahrs-Radklassiker «Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt». |
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Nach seinem Triumph am Tag der Arbeit fühlt sich der Radprofi vom Team Milram bereit für neue Taten beim Giro d'Italia. «Das Pech der letzten Monate ist abgehakt, das gibt Motivation für den Giro d'Italia. Da will ich eine Etappe gewinnen», meinte Wegmann. Die Italien-Rundfahrt beginnt am 8. Mai mit dem Prolog in Amsterdam.
Dabei hatte der 29-Jährige seinen Sieg vor der Alten Oper in Frankfurt am Main gar nicht gesehen. «Mir war auf den letzten Metern schwarz vor Augen. Deshalb habe ich nicht gejubelt, als ich über die Ziellinie fuhr. Ich wusste nicht, ob da noch einer kommt», sagte der in Freiburg lebende Wegmann. Er hob seine Helfer Niki Terpstra und Christian Knees hervor: «Sie haben den Sprint perfekt angefahren.»
Mit Wegmann jubelte auch das Team Milram, Deutschlands einzig verbliebene Pro-Tour-Mannschaft. Am Jahresende steigt Sponsor Nordmilch AG aus Bremen aus, ein potenter Nachfolger ist noch nicht gefunden. «Deshalb ist der Sieg bei diesem bedeutenden deutschen Rennen so wichtig», sagte der Sportliche Leiter Christian Henn.
Wegmann machte beste Reklame - auch für sich selbst. Denn sein Vertrag läuft Ende 2010 aus. Da kommt der erste Saisonerfolg nach 4:53:22 Stunden vor den zeitgleichen Belgiern Geert Verheyen und Bert Scheirlinckx (beide Team Landbouwkrediet) nach schweren 203 Kilometern als Bewerbung gerade recht.
Grund zur Freude hatte auch Veranstalter Bernd Moos-Achenbach. 1962 hatten sein Vater Hermann Moos und dessen Bruder Erwin das Rennen «Rund um den Henninger Turm» erstmals gestartet. Die 49. Auflage der Taunusschleife bewies unter dem geänderten Namen ungebrochene Anziehungskraft. Die Schlussrunden durch die Banken- Metropole sowie das Ziel vor der Alten Oper brachten das Rennen zurück ins Herz von Frankfurt am Main. «Wir wollen das 50. Jubiläum sportlich gebührend feiern. Wir haben die Mittel im Haushalt eingestellt», erklärte Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth.
Wegmann geht nach dem Sieg bei seinem «Lieblingsrennen» beflügelt in die kommenden Wochen. Im Frühjahr war er zunächst nicht ins Rollen gekommen. Erst stoppte ihn ein Schlüsselbeinbruch, dann flog er beim Flèche Wallone in die Leitplanken. Doch der 29-Jährige kam schneller wieder in Form als viele dachten. Bei der Schleife durch den Taunus kamen Wegmann jedoch oft Zweifel. «Unterwegs hab ich selbst nicht mehr dran geglaubt. Ich dachte, wir haben uns verpokert.»
Der lange Zeit im Startort Eschborn lebende Tony Martin vom Team HTC Columbia wäre gern in die Rolle des erfolgreichen Lokalmatadoren geschlüpft. Bis 90 Kilometer vor dem Ziel lag der 25 Jahre alte WM- Dritte im Zeitfahren im Plan. Ein Sturz in Kronberg ließ ihn aus der Spitzengruppe ins Hauptfeld zurückfallen. Wie sein Team-Kollege André Greipel, der als hoher Sprintfavorit gehandelt worden war, fuhr Martin der Spitze mit mehr als fünf Minuten Rückstand hinterher. |
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