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26.04.2010 | 16:28 h |
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Redaktion: Tillman Lambert |
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News |
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Schwalbe-Gründer Ralf Bohle gestorben |
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Ralf Bohle, der Gründer der Ralf Bohle GmbH und der Reifenmarke Schwalbe, ist am gestrigen Sonntag im Alter von 75 Jahren nach langer schwerer Krankheit in Bergneustadt gestorben. Ralf Bohle hat in fünf Jahrzehnten als Unternehmer Maßstäbe gesetzt: als Zweiradspezialist für das Verkehrsmittel Fahrrad gekämpft, als Asien-Kenner lebenslange Partner- und Freundschaften begründet, als Gründer der Marke Schwalbe Innovationsschübe ausgelöst, mit Schwalbe zum unbestrittenen Europa-Marktführer aufgestiegen und den Mitarbeitern stets mehr gegeben als einen sicheren Arbeitsplatz. |
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Sein Sohn, der heutige geschäftsführende Gesellschafter Frank Bohle, fasst das Werk seines Vater zusammen: „Alles, was heute die Bohle-Gruppe mit der Marke Schwalbe ausmacht, verdankt sie seiner Leistung, seinen Ideen und seinem Weitblick.“
Ralf Bohle hatte sein Studium gerade begonnen, als der frühe Tod seines Vaters den gerade einmal Zwanzigjährigen zwang, viel früher als geplant Unternehmer zu werden. 1955 war das, das deutsche Wirtschaftswunder zeigte sich mit ersten Erfolgen, und das günstige Fahrrad brauchten die meisten Deutschen noch auf dem Weg zur Arbeit. Da hatte die Familie Bohle schon seit 1906 Erfahrung in der Produktion von Fahrrädern und Fahrradteilen. Unter der Führung von Ralf Bohle exportierte das Unternehmen dann deutsche Fahrradteile und motorisierte Zweiräder in alle Welt.
Seit 1973 trieb er die immer engere Partnerschaft zweier Familienunternehmen voran - trotz riesiger räumlicher Entfernung: die Deutschen zuständig für Entwicklung, Marketing und Vertrieb, die Koreaner für die Produktion. Er hat am Fachhandel als alleinigem Partner der Marke Schwalbe festgehalten, als der schnelle Umsatz mit branchenfremden Verbraucher- und Baumärkten lockte. Ralf Bohle beharrte auf Schwalbe als Exklusiv-Marke im Fachhandel. Heute gehört der Fahrradmarkt zu den wenigen Branchen in Deutschland, wo das Fachgeschäft in den letzten Jahren wieder Marktanteile gewinnt.
Ralf Bohle war Unternehmer und Visionär. Er war ein Familienunternehmer im doppelten Sinne, weil er seine Mitarbeiter wie eine erweiterte Familie sah und behandelte. Er sprach schon vom Fahrrad als Verkehrsmittel mit Zukunft, als man dafür höchstens belächelt wurde; er hatte eine unternehmerische Partnerschaft als kleiner Mittelständler mit Südkorea begonnen, als deutsche Großkonzerne gerade mal über Japan zu sprechen anfingen. Vor fast zwanzig Jahren investierte er im Vertrauen auf die wachsende Popularität des Fahrrades mutig in die internationale Firmenzentrale mit dem großen Logistikzentrum in Reichshof-Wehnrath. Er war schon als junger Mann Asien-Freund und Asien-Kenner. Besonders für die asiatische Kultur begeisterte er sich früh. Bei aller Weltläufigkeit blieb er aber stets seiner oberbergischen Heimat verbunden. In seiner Heimatstadt Bergneustadt gehörte er zu den Mitgründern des Tischtennisvereins, den er jahrzehntelang führte und unterstützte: Heute bekannt als TTC Schwalbe Bergneustadt, erfolgreich in der zweiten Bundesliga etabliert. |
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(Quelle: PM Ralf Bohle GmbH) |
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