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Acht Jahre nach dem Sieg Erik Zabels fuhr der 23-Jährige Mitfavorit Gerald Ciolek hinter dem Dänen Matti Breschel auf den dritten Platz. Der von Altmeister Zabel im Columbia-Team betreute Topfavorit André Greipel aus Rostock hatte mit der Entscheidung dagegen nichts zu tun.
Ciolek wartet nach seiner bisher eher mäßig verlaufenen Saison mit nur einem Sieg bei der bedeutungslosen Mallorca-Rundfahrt zu Beginn des Jahres weiter auf einen spektakulären Erfolg. Bei der Tour de France war er ebenfalls über einen dritten Platz als bestes Ergebnis nicht hinaus gekommen. Der Vorjahressieger Robbie McEwen (Australien) war bei hochsommerlichen Temperaturen vor rund 800 000 Zuschauern (nach Polizeiangaben) nicht am Start. Zwei Kilometer vor dem Zielstrich ereignete sich im Gerangel um die besten Plätze ein Sturz, dem mehrere Fahrer zum Opfer fielen. Er behinderte die sprintenden Topfahrer aber kaum.
«Es ging heute ein bisschen schwer bei mir, ich hatte Probleme am Waseberg. Nach der Tour habe ich erstmal regeneriert. Aber ein dritter Platz ist ja auch nicht schlecht», meinte Ciloek, während sich der Sieger «über das beste Ergebnis» seiner Karriere freute. «Endlich mal ein Sieg. Ich hatte in dieser Saison bei der Tour und beim Giro genug zweite Plätze», sagte Farrar vom Garmin-Team.
Schon 2000 Meter nach dem Start hatten sich die ersten Ausreißer aus dem Feld gewagt. Andres Sergio de Lis (Spanien) und Juri Krivtsov (Ukraine) hatten schon früh attackiert und erarbeiteten sich zwischenzeitlich einen Vorsprung von über neun Minuten. Aber kurz vor der zweiten von vier Überquerungen des 87 Meter hohen Waseberges als einzige Steigung des Tages wurden sie 43 Kilometer vor dem Ziel vom Feld gestellt. Im Anschluss versuchten mehrere Fahrer einzeln und in kleinen Gruppen wegzukommen, doch die Teams der Sprinter hielten das Feld im Finale zusammen.
Der schwergewichtige ehemalige Fußball-Manager Reiner Calmund war der Star unter 22 000 Teilnehmern des Jedermann-Rennens. «Ich habe zwar einen roten Pavian-Po vom Fahren und Nackenschmerzen, aber nur, weil mir an der Strecke so viele Menschen zugejubelt haben», sagte der 60-Jährige nach dem Rennen über 55 Kilometer, das er in 2:51:44 Stunden - der Sicherheit wegen - auf einem Dreirad zurücklegte. Schwere Kopfverletzungen erlitt ein Hobbyfahrer, als er auf zwei andere «Jedermänner» auffuhr und stürzte.
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Mit 5500 Höhenmetern auf 238 Kilometern ist der Ötztaler Radmarathon oder der „Ötzi“, wie in die Fans liebe- und ehrfurchtsvoll nennen, eine Auseinandersetzung ohne Gegner – zumindest keinem aus Fleisch und Blut. Lesen Sie einen ganz persönlichen Erfahrungsbericht.
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