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Fehlsichtige – beim Sport oft benachteiligt
Die treue Alltagsbrille taugt mehr schlecht als recht für den Sport. Sie sitzt schon bei mäßiger Action nicht mehr fest genug im Gesicht, rutscht und wackelt herum. Die Konsequenz: Die Brille bleibt daheim – und die Sicht verschwommen, die Augen ungeschützt. Und: Gläser aus Glas können im Fall eines Falles Ihnen schlimme Schnittwunden zufügen
Besser ist eine spezielle Sportbrille mit Kunststoff-Gläsern in der passenden Stärke. Diese Sportbrillen gibt es mittlerweile von zahlreichen Herstellen schon ab Werk, weitere Fassungen lassen sich von namhaften Brillenglasherstellern ganz individuell verglasen oder mit einem Zusatzclip für die Sehkorrektur aufrüsten. Das kostet zwar eine Kleinigkeit, bringt dafür aber eine Menge Spaß – und mehr Durchblick beim Sport bedeutet schließlich auch zugleich mehr Sicherheit.
Auch Personen mit einwandfreien Augen sollten beim Thema Sportbrille Sorgfalt walten lassen und nicht blindlings beim Lebensmitteldiscounter zuschlagen. Die dort angebotenen Brillen mit sportiver Optik bieten in der Regel mehr Schein als Sein: Die gebogenen Gläser bestehen oft aus gepresstem Kunststoff – dieser Werkstoff aber lässt sich nur mit viel Aufwand (und Kosten) gleichmäßig biegen. Beim Blick durch Billigbrillen kommt es daher häufig zu Verzerrungen. Auch eine Entspiegelung sucht man oft vergebens – und kann sich dann den Schulterblick beim Radfahren getrost sparen: Die Sonne spiegelt im Glas und macht jede Sicht zunichte.
Einen ausführlichen Artikel zum Thema "Sportbrillen für Fehlsichtige" finden Sie hier
Fassung: Stabil soll sie sein, flexibel und bruchfest
In Sachen Fassung gilt bei der Sportbrille: form follows function. Daher sind die Fassungen schildförmig um den Kopf herumgebogen, um die Augen auch seitlich abzudecken – Schutz vor Staub, hochfliegenden Steinchen, Wind und Zugluft, Insekten und zurückschnellenden Zweigen. Beim Material gibt es für Sportbrillen keine Alternative zu Kunststoff: Der ist bruchfest und splittert nicht scharfkantig. Blankes Metall hat in Augennähe beim Sport nichts zu suchen, daher sind die Scharniere entweder ebenfalls aus Kunststoff oder schützend ummantelt.
Anders konzipierte Modelle sind bestenfalls "sportiv" und fürs Eiscafé geeignet, aber beim Sturz nur gefährlich! Da beim Sport das Schwitzen nicht ausbleibt, sollten die Brillen über ein gutes Belüftungssystem verfügen, das auf die jeweilige Sportart angepasst ist: Wegen ihrer Form beschlagen Sportbrillen im Stand. Das ist aber kein Qualitätsmangel, denn die Belüftungssysteme sind unterschiedlich konzipiert: Modelle für Jogger sind schon nach wenigen Schritten wieder frei, andere brauchen ein wenig mehr Tempo, um wieder für völlig klare Sicht zu sorgen. Daher der Tipp: Beim Kauf unbedingt das geplante Einsatzgebiet ansprechen.
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