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Hallo Christoph, Gratulation zum Sieg! Wie fühlt man sich als Sieger des Race Across America (RAAM)? Sehr gut fühle ich mich. Immerhin sind inzwischen drei Wochen vergangen, die Schmerzen haben sich verabschiedet (lacht). Und natürlich bin ich mächtig stolz auf meine Leistung und ich freue mich sehr, sehr, sehr über diesen Sieg, aber es ist jetzt nicht so, dass ich den ganzen Tag vom Glück beseelt bin. Das Leben geht weiter. Ein bisschen anders als zuvor vielleicht, aber ich bin immer noch derselbe, der ich vorher war. Aber das RAAM zu gewinnen ist schon eine andere Hausnummer als bei einem 24-Stunden-Rennen die Konkurrenten in Grund und Boden zu fahren? Das ist es wohl. Klar, ich habe mich ein Jahr lang vorbereitet, musste Sponsorengelder zusammenkratzen, hatte eine riesige Organisationsarbeit zu leisten, aber: Als ich zum ersten Mal ein 24-StundenRennen gewonnen habe, hatte ich mich auch abartig gefreut. Sicher, der Stellenwert ist ein anderer, aber ich glaube die Freude über diesen ersten Sieg war damals fast genauso groß, wie beim RAAM nach 4828 Kilometern!
 Aber die Schmerzen beim RAAM sind sicher andere als bei einem 24-Stunden-Rennen. Eigentlich schon, aber ich muss gestehen, ich hatte keine extremen Probleme, was die Muskulatur, Atmung oder Kreislauf angeht. Allerdings war mein Hintern nach rund 3000 Kilometern trotz spezieller Sitzpads richtig, richtig wund gefahren. Fahren im Sitzen war kaum mehr möglich. Zumal der Asphalt in den USA nicht mit dem arschglatten - ich denke in dem Fall darf man das mal sagen - Asphalt, wie wir ihn in Österreich oder Deutschland haben, zu vergleichen ist. Der Straßenbelag ist ständig rau, teilweise miserabel. Mein Arzt Dr. Hochgatterer hat es mit einer speziellen Salbe und einer aufgeklebten Folie dann aber geschafft, dass die Wunde bis ins Ziel sogar wieder komplett geheilt war.
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