|
Bernhard Steinberger, Extremradsportler aus dem bayerischen Pösing, begibt sich auf die 2.200 km lange Strecke des Race Around Austria. Das RAA ist eine Sportveranstaltung mit Abenteuercharakter. Ausgeschrieben als Ultra-Rad-Marathon verläuft die 2.200km lange Strecke einmal entlang der Landesgrenze rund um Österreich.
Gestartet wird am Freitag, dem 20. August in Schärding/Oberösterreich, wo die Fahrer ihr Rennen viele Stunden später auch wieder beenden werden. Die Strecke führt die Teilnehmer durch die schönsten Hügellandschaften Ober-und Niederösterreichs, die pannonische Tiefebene, vorbei an der steirischen Weinstraße, hinauf auf den Großglockner und Silvretta. Auch Vorarlberg, dass Inntal und das Salzachtal werden durchfahren. Dabei überwinden die Fahrer ca. 28.000 Höhenmeter. Das Starterfeld ist bunt gemischt. Nicht nur die Weltelite ist am Start. Auch viele Amateurfahrer haben genannt und selbst einige ambitionierte Freizeitfahrer suchen hier den Kampf mit sich und der Strecke.
Denn das ist es, was den Reiz des Ultra-Rad-Marathons ausmacht. Nicht die Titel und Ehrungen, oder gar die Preise. Denn die gibt es nur spärlich für den Sieger. Der Finisher-Gedanke zählt. Sich durchbeißen, seinen Körper an die Grenzen der Belastbarkeit und drüber hinaus bringen. Weitermachen, obwohl es nicht mehr geht und teilweise ohne oder mit nur minimalen Schlafpausen die Strecke hinter sich bringen, um dann nach Stunden der Schmerzen und Qualen das Ziel zu erreichen. Das ist es, was die Extrem-Sportler antreibt.
Die Gegner sind nicht nur die Konkurrenten auf den anderen Rädern, sondern vielmehr die Strecke, der Schlafentzug und nicht zuletzt der innere Schweinehund eines Jeden. Die Zeit läuft mit dem Start eines jeden einzelnen Fahrers und wird erst gestoppt, wenn dieser wieder die Ziellinie überquert. Ob und wie lange Schlafpausen eingelegt werden, entscheiden die Teilnehmer selbst.
Die erste Österreichumrundung im Jahre 1988 wurde noch ähnlich einen Etappenrennen mit langen, nächtlichen Pausen über 9 Tage gefahren. Im letzten Jahre hingegen benötigte der Sieger „nur“ noch 120 Stunden.
Und dieser Herausforderung möchte sich Bernhard Steinberger auch stellen. Er und sein 6-köpfiges Team, das ihn während der Fahrt nicht nur mit Verpflegung versorgt, sondern ihn vor allem auch mental unterstützt, gehen am Freitag, dem 20.
|