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24.05.2011 | 00:00 h

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„Flandern war am beeindruckendsten“

Seit Mai befindet sich mit „Radklassiker in Europa“ ein Buch im Handel, das sich um die härtesten Radrennen, Marathons und Traumstrecken unseres Kontinents dreht. Wir sprachen mit dem Autor Werner Müller-Schell.

© www.sportfotos-andre.at

Herr Müller-Schell, wie ist es, auf den Spuren der größten Radklassiker zu wandeln, bzw. zu radeln?

Es ist sicherlich eine Erfahrung, die jeder Radsport-Fan einmal machen sollte. Man hört so viele Anekdoten von den großen Rennen, über berühmte Fahrer oder imposante Berge – befindet man sich aber an deren Schauplätzen selbst, kann man diese noch stärker nachempfinden. Ab und an bekommt man dann schon Gänsehaut ...

 

Worum geht es in „Radklassiker in Europa“ genau?

Das Buch beschreibt die Verläufe der berühmtesten Strecken unseres Kontinents – sowohl aus dem Profi- als auch dem Jedermannsport. So kann man nun nicht nur während der Rennen verfolgen, wo genau die Fahrer unterwegs sind, sondern vor allem auch die ganzen Kurse selbst nachfahren. Natürlich sind auch zahlreiche Anekdoten und viele Tipps enthalten. Untermalt wird alles von den tollen Bildern des bekannten Sport-Fotografen Hennes Roth.

 

Gab es eine Strecke, die Sie besonders beeindruckt hat?

Ganz klar die Besichtigung der Flandernrundfahrt. Wenn man den Profis vom bequemen Fernsehsessel aus zuschaut, sehen die gepflasterten Anstiege doch wesentlich einfacher aus, als wenn man im Sattel so fest durchgeschüttelt wird, dass man kaum mehr die eigenen Hände spürt.

 

Mit 23 Jahren sind Sie ja noch sehr jung. „Radklassiker in Europa“ ist dennoch nicht ihr erstes Buch …

Das stimmt. Mit „Der einarmige Bandit“, der Biografie des Rad-Paralympics-Siegers Wolfgang Sacher, war ich bereits als Autor tätig. Ich war schon als Jugendlicher jemand, der gerne geschrieben hat. Nach dem Abitur habe ich dann eine Ausbildung beim Radsport-Magazin Procycling absolviert, seitdem bin ich als Journalist selbstständig – natürlich mit dem Schwerpunktthema „Rad“.

 

Wie entstand eigentlich ihr Interesse für den Radsport?

Da war ich gerade neun Jahre alt und Jan Ullrich feierte seine ersten Erfolge. Damals wusste ja noch niemand, was für Skandale folgen sollten, und ich fieberte bei jeder Tour-Etappe mit. Mit 16 begann ich dann selbst Rennrad zu fahren und lernte schnell die Schönheit unserer Sportart kennen. Mittlerweile bestreite ich auch ambitioniert Amateurrennen. Dass ich nun Hobby und  Beruf verbinden kann, ist natürlich eine tolle Sache.

 

Haben Sie nun weitere Bücher in Planung?

Zur Zeit kann ich noch nichts Konkretes verraten – nur so viel: „Der einarmige Bandit“ und „Radklassiker in Europa“ waren sicherlich nicht meine letzten Bücher.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

 

 

Werner Müller-Schell; Hannes Roth:

 

Radklassiker in Europa

Die 5 bekanntesten Radstrecken zum Selberfahren

25 Klassiker in ganz Europa. Das sind Traumstrecken, Marathons und die härtesten Rennen – von den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Österreich, der Schweiz bis Norwegen – informativ aufbereitet mit detaillierten Analysen, Tourenkarten und Höhenprofilen sowie vielen praktischen Tipps. Mit Profiaufnahmen des Fotografen Hennes Roth.

 

192 Seiten, ca. 150 Abbildungen, Format 21,8 x 26,0 cm, Lampapp.

ISBN-13: 978-3-7654-5204-8, Preis: 29,95

Bezug über www.bruckmann.de

Weitere Informationen zum Autor finden Sie unter www.mueller-schell.com

(Quelle: )

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