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12.08.2010 | 13:56 h

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Tillman Lambert

 
 
 

Diverses, Top News 2

 

In 66 Stunden über die Alpen

München – Erinnern Sie sich an Guido Kunze? RennRad berichtete in Ausgabe 4-2010 über seine Australientour per Rennrad. Jetzt war Kunze mit einem Mountainbike in den Alpen. Geschlafen hat er kaum.

Mehr Fahren als Schlafen: eine Pause bei Nacht.

600 Kilometer und 20000 Höhenmeter in 66 Stunden: Guido Kunze.

Kunze im Anstieg zum Passo Trepalle.

Kunzes Team feuerte ihn an.

Geschafft: Kunze erreicht das Ziel in Riva.

Alle Fotos: Till Gottbrath

 


Dem Thüringer Ausdauersportler Guido Kunze gelang vom 6.-8. August 2010 ein Nonstop-Alpencross mit dem Mountain Bike. Seine Tour, die am Freitagmorgen in Füssen begann, führte ihn über rund 20.000 Höhenmeter und 600 Kilometer in 66 Stunden nach Riva del Garda. Dabei folgte der 44-jährige der Originalroute der CRAFT Bike Transalp 2010. Unterwegs hatte der Extremsportler nicht nur die schiere Anstrengung zu bewältigen und mit dem Schlafentzug zu kämpfen, im Allgäu kurbelte er durch sintflutartige Regenfälle, in der Silvretta stand er in 50 cm Neuschnee und zur Abrundung erwartete ihn in den Dolomiten ein kräftiges Sommergewitter. Dennoch – er schaffte es wieder einmal!


Eigentlich ist Guido Kunze Hobbysportler. Doch er betreibt seine Hobbys auf etwas andere Art und Weise: So führt ihn das „Guiness Buch der Rekorde“ für die schnellste Nonstop-Raddurchquerung von Australien. Es finishte beim Race Across America, fuhr die Strecke der Tour de France 2009 nonstop, lief den Badwater Run, den Ultratrail du Montblanc sowie den Transalpine Run. Aber die Nonstop-Alpenüberquerung stellte eine Herausforderung der besonderen Art dar: „Die Nonstop-Transalp gehört mit zum Brutalsten, was ich bislang gemacht habe. Im Gegensatz zu Australien oder dem Race Across America, wo das Wohnmobil mehr oder weniger parallel mit mir mitfuhr und so für Sicherheit sorgte, gibt es auf dem Bike keine Sekunde der Entspannung. Gerade bergab ist höchste Konzentration gefordert. Und ein Crash kann im Gebirge verhängnisvolle Folgen haben. Ich muss im Nachhinein sogar zugeben, dass ich die Angelegenheit etwas unterschätzt habe.“ 

 

Begleitet wurde Kunze unterwegs von einer TV-Crew des MDR (deren Kamera-Equipment jedoch Opfer des Regens im Allgäu wurde), Hobby-Mountainbikern vom Team CRAFT and Friends und seinem Freund Silvio Holub, der das Begleitwohnmobil fuhr und sich als Schrauber um Guidos Bike kümmerte. Neben einer perfekten Vorbereitung und Logistik – Essen, Trinken, Mechaniker, frische Bekleidung, Materialpflege– bezeichnet Guido Kunze sein Support-Team als elementar wichtig: „Ich weiß nicht, ob ich es ohne die Begleiter geschafft hätte.

(Quelle: PM Kern · Gottbrath Kommunikation GbR)

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