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Am Start wirkt dann auch alles sehr professionell. Die Offiziellen warten in den Tour-typischen roten PKWs auf den Startschuss, während die Piloten der Material-Motorräder komplett in Mavic-Gelb gemächlich auf den Maschinen Platz nehmen. Die Fotografen, die das Rennen begleiten, unterhalten sich ganz entspannt mit ihren Fahrern, hinter denen sie gleich Platz nehmen werden. Ähnlichkeiten zum großen Bruder bestehen dann aber leider auch mit Blick auf die Marschtabelle der „Hobbyveranstaltung“. Bereits nach rund zwei Stunden erwartet der Veranstalter den ersten Fahrer am Gipfel des zweiten Berges des Tages, dem 80 Kilometer entfernten Loucrup.
Profimaterial
Im Moment denke ich daran aber nicht. Eingekesselt zwischen meinen 7 500 Mitstreitern stehe ich mir seit rund 45 Minuten kurz hinter der Startlinie ein wenig die Beine in den Bauch und lasse mir vom Regen die Kleidung durchfeuchten. Als kleines Zuckerl macht inzwischen die Nachricht die Runde, dass mit einer Wetteränderung nicht zu rechnen ist und die Temperatur am Gipfel des Tourmalet 3 Grad beträgt. „Plus oder Minus?“, wird gescherzt, selbst ein Schmunzeln fällt mir angesichts dieses makabren Scherzes schwer. Vor allem, weil ich mit Blick auf einen Ausflug nach Südfrankreich, von Armlingen abgesehen, natürlich nur kurze Radkleidung eingepackt habe.
Dafür sind aber alle mit sagenhafter „Hardware“ ausgerüstet: Look, Time, Pinarello, Specialized, Trek, Cervelo, Record, Dura Ace, Red. Beim Betrachten der Konkurrenten in unmittelbarer Nähe könnte man glauben, sich in einem Show-Room für hoch exklusive Rennräder zu befinden. Besseres Material fahren auch die Profis nicht.
Wir rasen aus Pau hinaus
Der Startschuss fällt. Nur Sekunden später schiebt sich die Tachonadel über 50 km/h. Auf einer vierspurigen Straße rasen wir aus Pau hinaus. Ein Glück, möchte man meinen, ist die Straße so breit und bietet genügend Platz und Sicherheit. Andererseits ist es genau eine solche „Autobahn“, die das Tempo hoch hält.
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