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27.01.2010 | 14:34 h

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Redaktion:

Michael König

 
 
 

Diverses

 

Einstellungssache: Die leistungsstärkste Position

Dass die Leistungsfähigkeit im Radrennsport sich dadurch optimieren lässt, dass man richtig auf dem Rad sitzt, klingt logisch. Nur weil während und nach dem Sport mit und auf dem Rennrad nichts wehtut, heißt das noch lange nicht, dass es nichts zu verbessern gäbe. Davon ist zumindest Fritz Buchstaller überzeugt.

Fritz Buchstaller überprüft den richtigen Sitz des Sportlers auf dem Rad.

Schritt 1: Anhand eines Lasers wird überprüft, ob das Knie gerade läuft.

Schritt 2: Die richtige Höhe und die richtige vertikale Position des Sattels werden gesucht

Schritt 3: Der Lenker wird der Schulterbreite angepasst.

Der Härtetest

Der Muskeltest

Fritz Buchstaller überprüft den Lauf der Beckenschaufeln.

Vermessung für die klassische Rennrad-Geometrie. Der Winkel der Hüftbeuge wird gemessen.

Der Winkel zwischen Oberkörper und Arm (bei Griff um die Bremshöcker) wird bestimmt.



Fritz Buchstaller überprüft erneut den Lauf der Beckenschaufeln, diesmal auf dem Rad. Im Extremfall muss auch hier ein Physiotherapeut Blockaden lösen. Fritz Buchstaller tauscht Sonjas Sattel und führt den „Muskeltest“ auf dem Rad durch. Sonja kann gegenhalten.

Es wird vermessen

Schritt 7:

Für diese Vermessung muss Sonja vom Rad absteigen. Für die klassische Rennrad-Geometrie nimmt Fritz Buchstaller Maß am gestreckten Bein, für die aerodynamische Triathlon-Geometrie bei gebeugtem Bein. Egal wie, anatomisch bedingt können die Winkel der Streckung unterschiedlich sein; der kleinere Wert fließt später in die Einstellung der Position auf dem Rad ein.

Schritt 8:

Zurück auf dem Rad misst der „Magier“ den Winkel der Hüftbeuge. In den seltensten Fällen lässt sich dieser mit dem Ergebnis im Liegen vereinbaren, die Arbeit beginnt: Die flexiblen Bauteile des Rades, der Vorbau über die Länge, die Sattelstütze über die Höhe, der Sattel über die Streben, werden in gemeinsamer Abhängigkeit so justiert, dass sich aus Sicht von Fritz Buchstaller für Sonja eine perfekte Position ergibt.

Das ist insofern schwierig, da Fritz Buchstaller auch einen bestimmten Wert für den Winkel zwischen Oberkörper und Arm (bei Griff um die Bremshöcker in der so genannten „Shake Hand“-Position, also bei gestrecktem Handgelenk) erreichen will, der sich natürlich in Abhängigkeit vom Winkel der Hüftbeuge verändert. Ein recht aufwändiger Prozess beginnt.

Nicht verdenken können wir ihm, dass Fritz Buchstaller aus der Ergebnisfindung ein Geheimnis macht, und man ihm beim Einstellen durchaus minutenlang grübelnd gegenüber dem Paket aus Mensch und Maschine sitzend sieht und ihn sagen hört: „Mei, das g‘fällt ma na net!“ Dann steht er auf, nimmt erneut Maß, tauscht den Vorbau oder verschiebt den Sattel so lange, bis er zufrieden ist. Und das ist er am Ende immer.


Kinesiologie

Die Kinesiologie beruht auf der Annahme, dass sich gesundheitliche Störungen als Schwäche bestimmter Muskelgruppen manifestieren.

(Quelle: )

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