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Grundsätzlich ist die EMS als eine Ergänzung für die verschiedensten sportspezifischen Trainingsmaßnahmen zu sehen. EMS ersetzt aber keinesfalls ganz oder auch nur teilweise das Radsporttraining!
Durch den zusätzlichen Zeitaufwand wird die EMS häufig nur für einige defizitäre, verspannte oder verletzte Muskelgruppen eingesetzt. EMS ist eine hervorragende Maßnahme, um Muskeln nach Gelenkverletzungen schonend und gleichzeitig intensiv zu belasten (trainieren).
Ebenso eignet es sich optimal zur Unterstützung der Regeneration (Beschleunigung von Stoffwechselprozessen) wie auch zur Lockerung durch Massageeffekte oder zum Lösen von Verspannungen gerade im Schulter- Nackenbereich. Abends beim Fernsehen oder vor dem Einschlafen in Verbindung mit einer sinnvollen Bettlektüre (z. B. RennRad) angewendet, erfordert sie keinen zusätzlichen Zeitaufwand.
Empfehlenswert ist die Anschaffung eines Vierkanalgerätes. Dadurch können mehr Muskeln gleichzeitig stimuliert werden. Der Kabelsalat von acht Elektroden ist jedoch größer als bei den Zweikanalgeräten. Letztere sind handlicher und günstiger in den Anschaffungskosten.
Geduld gehört dazu
Grundsätzlich können sämtliche Hauptmuskeln mit Hilfe der EMS trainiert werden. Die Geräte sind auch zur Schmerztherapie (wie TENS) geeignet. Wollen Sie am ganzen Körper stimulieren, benötigen Sie einige Stunden an Geduld. Natürlich können Sie auch speziell Ihre Bauch- und Rückenmuskulatur gezielt trainieren (zum Anlegen der Elektroden am Rücken benötigen Sie jedoch eine/n Partner/in) oder einen Muskelaufbau für die Oberschenkel erwirken. Bis Sie mit EMS ihr „Sixpack“ erreicht haben, wird allerdings ein Weilchen vergehen. Hier sind die klassischen Bauchübungen in Verbindung mit EMS effektiver.
Sportartspezifische Trainingsreize sind erforderlich
Grenzen sind bezüglich der koordinativen Trainingswirkungen gesetzt. Mit EMS wird die Muskulatur jeweils nur zwischen zwei Gelenken trainiert, jedoch nicht über das jeweilige Gelenk (keine Muskelketten = intermuskuläre Koordination) und nicht in einer sportspezifischen Bewegung. Dafür sind in jedem Falle sportartspezifische Trainingsreize erforderlich. Koordinative Reize werden lediglich im intramuskulären Bereich ermöglicht, das heißt innerhalb eines Muskels oder einer Muskelgruppe.
Training und Regeneration
Gerade in der Rehabilitations- und Regenerationsphase, aber auch während eines Trainingslagers sehen wir die großen Vorzüge der EMS.
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