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17.05.2010 | 15:18 h

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Redaktion:

Michael König

 
 
 

Fitness, Top News 1

 

Kraftausdrücke & Muskelspiele

Keine Frage: Ohne Muskeln funktioniert der Körper nicht. Aber wie funktioniert eigentlich der Muskel selbst? Lesen Sie eine Einführung in die Wunderwelt »Muskel«, die wichtige Fragen klärt und Tipps zum Muskeltraining gibt.

Keine Frage: Ohne Muskeln funktioniert der Körper nicht. Aber wie funktioniert eigentlich der Muskel selbst?

Sie haben etwa 600 Muskeln. Welche Aufgaben haben diese?

Dr. Heinz Kleinöde gibt sieben Trainingstipps.

Regen? Kälte? Perfekt!
Wir haben Mail, es ist Aprilwetter. Regen und Kälte machen uns immer noch zu schaffen, und lassen die Ausreden für eine Regenerationseinheit auf der Couch  immer kreativer werden. Also ideale Bedingungen für Krafttraining: zu Hause oder im Fitnessstudio. Damit bringen Sie nicht nur im Frühjahr mehr Druck aufs Pedal, es hilft sogar im Alltag: Ein kräftiger Rumpf beugt Haltungsschäden vor, verhindert Rückenschmerzen. »Wer Kraft hat, schont seine Gelenke«, sagt Dr. Kleinöder von der Deutschen Sporthochschule Köln.

Welche Muskeln gibt es und welche Aufgaben haben sie?
Sie haben etwa 600 Muskeln. Die Benennung der einzelnen Skelettmuskeln erfolgt nach Funktion, Größe oder Anzahl der Muskelursprünge. So unterscheidet man Streckmuskeln und Beugemuskeln, die ein Gelenk öffnen und schließen (der vordere und hintere Oberschenkelmuskel öffnen und schließen das Kniegelenk). Rotatoren führen Drehbewegungen aus, z.B. der Hand oder des Kopfes. Muskeln, die Extremitäten an den Körper heranziehen, heißen Adduktoren, ihre Gegenspieler, die Abduktoren, sorgen dafür, dass die Extremitäten vom Körper abgespreizt werden. Zudem unterscheidet man kurze von langen und zweiköpfige (z.B. Bizeps) von dreiköpfigen (Trizeps) Muskeln.

Rot oder weiß? Der kleine Unterschied …
Es gibt rote, langsam zuckende und weiße, schnell zuckende Muskelfasern. Die dünneren roten verbrauchen wenig Sauerstoff, erzeugen aber auch weniger Kraft. Sie sind im Ausdauersport am wichtigsten. Die dickeren weißen sind entscheidend für Maximalkraft und Schnelligkeit, verbrauchen viel Sauerstoff und ermüden schneller.

Die Anteile der schnell und langsam zuckenden Fasern in Ihren Muskeln sind vorwiegend genetisch bestimmt und durch Ausdauer- bzw. Krafttraining begrenzt änderbar. Rote Muskelfasern können in weiße umgewandelt werden und umgekehrt.

Wie arbeitet ein Muskel?
Ein Muskel besteht aus Muskelfasern, eine Faser aus einzelnen Strängen, so genannten Myofibrillen (siehe Grafik).
Das Gehirn sendet elektrische Impulse über das Rückenmark, die Myofibrillen ziehen sich in ihrer Länge zusammen – der Muskel wird kürzer, baut Spannung auf, erzeugt Kraft.

(Quelle: Monika Huber/Tilmann Lambert)

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