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20.02.2012 | 13:23 h

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Deutsche Teamsprinter gehen als Gold-Favorit nach London

Die deutschen Teamsprinter haben ihre Ambitionen auf Olympia-Gold bestätigt. Beim vorolympischen Weltcup in London gewann das Trio eindrucksvoll. Bundestrainer Uibel hat nun die Qual der Wahl. Er hat vier Kandidaten für das Team.

Die deutschen Teamsprinter fahren mit der Favoritenbürde zu Olympia 2012. In 43,562 Sekunden rasten René Enders, Robert Förstemann und Maximilian Levy beim Weltcup in London zum Sieg. Trotz eines Blackouts von Levy am Start hielt die Mannschaft in einer Neuauflage des WM-Finales Frankreich in Schach und sicherte sich im ausverkauften Velodrom den dritten Weltcup-Sieg beim dritten Start. Stefan Nimke, der im Dezember mit Enders und Levy zum Weltrekord-Trio gehörte, gewann anschließend überlegen die 1000 Meter und unterstrich seine Ambitionen auf einen Platz im Trio. Jetzt steht Bundestrainer Detlef Uibel bei der Aufstellung des Gold-Aspiranten vor Schwierigkeiten.

   

«Wir haben momentan ein Luxusproblem», sagte BDR-Sportdirektor Patrick Moster mit Blick auf die vier Top-Fahrer für drei Positionen. Uibel will unterdessen konsequent an seiner Strategie festhalten. In den vergangenen Monaten hat der 52-Jährige getestet, getestet und getestet. Das Ziel ist klar: Nach WM-Gold 2010 und 2011 soll in London zum zweiten Mal nach 2004 Olympia-Gold her. «Wir werden jetzt London auswerten und zunächst versuchen, das bestmögliche Team für die WM zu finden», kündigte Uibel an.

   

Noch kann sich niemand aus dem Quartett seines Platzes bei Olympia sicher sein. Erst nach der WM in Melbourne Anfang April will der Bundestrainer die Olympia-Stammformation benennen. «Wir müssen dann in dieser Zusammensetzung die technischen Abläufe weiter verfeinern, jeder seine eigenen Stärken ausbauen. Und wir brauchen die Zeit, um als Team zusammen zu wachsen», erklärte Uibel.

   

Außer bei den Sprintern – Enders wurde hinter Lokalmatador Sir Chris Hoy noch Zweiter im Keirin - konnte der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) in den olympischen Disziplinen keine großen Akzente setzen. Besonders das erneute Olympia-Aus für den traditionsreichen Vierer schmerzte. «Unser System hat eine rechtzeitige Kurskorrektur versäumt. Strukturelle Änderungen und neue Trainingsmethoden müssen kommen», forderte Moster in London.

   

Im Omnium der Männer blieb Roger Kluge, Sieger des Weltcups in Astana, diesmal hinter den Erwartungen. Platz 20 im Ausscheidungsfahren brachte ihn um alle Chancen. «Ärgerlich, aber lieber jetzt als im Sommer», sagte der Olympia-Zweite von 2008 im Punktefahren. Im Mehrkampf der Frauen muss der BDR sogar noch um einen Startplatz bangen. «Hier müssen wir auf die WM hoffen, um noch das Ticket zu lösen», sagte Moster.

(Quelle: dpa)

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