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01.06.2010 | 04:06 h

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Redaktion:

Michael König

 
 
 

Test & Technik, Top News 1

 

Test Ride: Bulls Desert Falcon 1 für 999 Euro

ZEG, die fast 1000 Fahrradhändler umfassende Gemeinschaft, bestellt sämtliche Bauteile – vom Rahmen bis zum Bowdenzug – en gros. Und wie das nun einmal so ist, wer den Herstellern große Mengen abnimmt, erzielt günstige Einkaufskonditionen.

Das Bulls Desert Falcon 1 für 999 Euro.

Gut gewählt! Bulls setzt auf Selle Italia X2 als günstige und leistungsstarke Sitzgelegenheit.

Schlecht montiert: Der Weg für den Bremszug ist ungewöhnlich weit.

Sauber verschliffene Schweißnähte sehen elegant aus, können aber schlechte Schweißarbeiten kaschieren.

Die Ausstattung des Bulls Desert Falcon 1 für 999 Euro.

Die Bewertung des Bulls Desert Falcon 1 für 999 Euro in der Einzelkritik.

Die Geometriedaten des Bulls Desert Falcon 1 in Rahmenhöhe 56 Zentimeter.

Links zu weiteren Test Rides auf der letzten Seite!



Dass das Desert Falcon 1 der Eigenmarke Bulls bei einem Verkaufspreis von 999 Euro mit einer fast kompletten Shimano Ultegra ausgerüstet ist, ist trotz der starken Gemeinschaft aller Ehren wert.

Um dreistellig zu bleiben, muss man bei Bulls dennoch zu Sparmaßnahmen greifen: Die Ultegra-Kurbel wurde durch eine FSA Gossamer ersetzt. Damit hat es sich dann aber auch schon erledigt. Insgesamt ist das Paket Desert Falcon 1 rund und mit Blick auf den Preis hochwertig geschnürt.

Sauber, schwarz, sportiv!
Der Rahmen basiert auf Rohren aus Aluminium 6061, die entsprechenden Schweißnähte wurden sauber verschliffen, der Rahmen glänzend schwarz lackiert, sportive Applikationen gefallen, der optische Auftritt ist anspruchsvoll. Das gilt auch für das Rüstzeug. Die erwähnte Shimano Ultegra in der neuesten Generation bildet klar das Highlight, weckt starken Kaufreiz. Namhafte Hersteller wie FSA oder Selle Italia ergänzen sehr gut. 

Auf der Straße gefällt das Bulls vor allem dank 1040-Millimeter-Radstand durch Laufruhe. Der lange Radstand in Kombination mit einem günstigen, aber leistungsstarken X2 von Selle Italia sorgt für federnde Eigenschaften, hochkomfortabel ist das Bulls allerdings nicht. Wenngleich Sie 190 Millimeter Steurrohr grundsätzlich aufrichten, sorgen 590 Millimeter Oberrohr und 115 Millimeter Vorbau (bei RH 56) für eine durchaus sportliche Position. Ein kürzerer Vorbau dürfte Einsteigern das Leben gerade zu Beginn der Karriere erleichtern.

Schwach sind die schweren, träge rollenden Reifen. Mit Blick auf die übrige Ausrüstung bleibt die Fehlersuche ergebnislos bzw. Bulls konnte im Radtest von RennRad 3/2010 sogar das exklusivste Paket anbieten, auch im Vergleich zu teurerer Konkurrenz. Ganz besonders gut hat uns der bereits erwähnte X2 von Selle Italia als Mischung aus sportivem Ansatz und komfortorientierter Leistung gefallen.

Für das Bulls Desert Falcon 1 bedeuteten die gezeigten Leistungen den Testsieg im Radtest von 999 Euro-Räder in RennRad 3/2010.


Fazit: Die Fahrleistungen des Bulls liegen auf Augenhöhe mit der Konkurrenz im Radtest von RennRad 3/2010, am soliden Rahmen beeindruckt die Ausrüstung.

(Quelle: RennRad 3/2010)

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