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25.03.2010 | 17:35 h

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Test & Technik

 

Test Ride: Contadors Bike - Specialized Tarmac SL3

Contador hat entschieden: Das Specialized Tarmac SL 3 ist sein neues Teambike. Wir haben uns sein Rad angesehen und getestet.

Das Specialized Tarmac SL 3 für 6999 Euro.

Gebogen: Das gekrümmte Oberrohr soll Vibrationen besser filtern als ein gerades Exemplar.

Das Tretlager ist äußerst steif, die Kettenstrebenlänge wächst mit der Rahmengröße.

Die Ausstattung des Specialized Tarmac SL 3 für 6999 Euro.

Die Geomotriedaten des SL 3 bei Rahmenhöhe 56.

Die Bewertung Specialized Tarmac SL 3 in der Einzelkritik. * Der Bewertung des Rahmens liegen subjektive Eindrücke zu Grunde, die gemessenen Laborwerte fließen nicht in die Bewertung ein.

Specialized hat ein besonders »rundes« Rad gebaut: Die vielen selbst entwickelten Bauteile funktionieren sehr gut, Farbe und Schriftzüge passen zum Rahmen. Die Kurbeln sind über eine Welle verbunden, sind sehr steif, die Kettenblätter ermöglichen einfaches und schnelles Schalten.

Das Specialized macht unheimlich viel Spaß: Es ist agil, beschleunigt und klettert leicht. Die Sitzposition ist gestreckt genug, um auch im Flachen oder bergab aerodynamisch zu sitzen. Trotzdem sitzt man aufrecht genug, um bergauf entspannt zu atmen und (rücken-)schmerzfrei lange Strecken zu fahren. All dies liegt nicht nur am Rahmenset, sondern auch an Anbauteilen: Der Sattel ist in drei Breiten erhältlich, der Lenker hat eine flache Oberseite, der Unterlenker biegt sich ergonomisch in die Handfläche hinein. Dazu kommen ganz einfache Dinge wie Spacer unter dem Vorbau und angenehmes Lenkerband.

Die Aluminiumflanken sorgen für ein berechenbareres Bremsverhalten als (leichtere) Carbonflanken sogar bei Nässe, machen die Laufräder aber etwas schwerer als andere. Lightweights würden wir an diesem Traumboliden passender finden. Zwar würden diese die Alltagstauglichkeit einschränken (siehe Radtest Heft 9/10–2009) aber dieses Rad passt sowieso vor allem auf Rennstrecken. Das voll renntaugliche Tarmac SL3 ist erstaunlich komfortabel. Am Rad wird es nicht liegen, wenn Andy Schleck die 2010er Tour de France nicht gewinnt.

Fazit: Angenehme Sitzposition, hoher Fahrkomfort – wir wollten nicht mehr Absteigen. Hervorragende Anbauteile Marke Eigenbau. Die Laufräder sind alltagstauglich, hindern diese Asphaltrakete aber am Abheben.


Preis: 6999 Euro


Gewicht: 6,88 kg (RH 56, ohne Pedale) 

RRI: 9,11   


Laborwerte

Spursteifigkeit*: 7,35 N/mm

Spurversatz**: 0,58 mm   

Seitensteifigkeit***: 240 Nm/°   

Bremssteifigkeit****: 15,0 mm/1000N

Belastung Sitzrohr*****: 3,57 mm/1000N


Vertrieb:

Specialized Europe,

Tel.: +31 (0)31–4676600,

www.specialized.com




* Bei geringer Spursteifigkeit können Rahmen bei hohem Tempo flattern.

(Quelle: RennRad)

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2 Kommentare bisher
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RennRad, 31.03.2010 | 09.36
Betr.: Jenseits von Gut und Böse
Hi Jan!
Du hast Recht, für 7000 Euro sollte jeder Hersteller in der Lage sein ein gutes Rad auf die Beine zu stellen. Deswegen haben wir uns in den vergangenen Wochen bemüht, günstigere Rennmaschinen unter die Lupe zu nehmen. Wir hoffen die zuletzt getesteten Modelle treffen eher Deinen Geschmack!?
Sportliche Grüße aus der Redaktion!
kommentar
Arthur007Engel, 28.02.2010 | 17.53
Jenseits von Gut und Böse
Toll, ein RR für 7000 Euro. An anderer Stelle ein Storck für 6000. Na und? Für soviel Geld kann es fast jeder Hersteller.

Ich hätte da mehr Tests und Meldungen aus der eher preissensiblen Ecke gelesen, über die Rennräder, die man real auf der Piste trifft. Vielleicht auch mal ein Vergleich mit RRs von vor 2 oder 4 Jahren oder von RRs, die 10000 km auf dem Buckel haben.

Schließlich kauft man nicht jeden Monat ein RR für einen fortgeschrittenen vierstelligen Betrag.

Jan
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