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12.01.2012 | 09:40 h

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Thorsten Kanter

 
 
 

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Olympia im Hinterkopf: Arndt kehrt ins Oval zurück

Judith Arndt trägt erstmals nach zwölf Jahren Pause wieder bei einem internationalen Bahn-Wettkampf das Trikot des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR). Mit einem Start beim Weltcup will die 35-Jährige ihre Bahn-Chancen für Olympia wahren. Priorität hat aber die Straße.

ARCHIV - Die deutsche Radfahrerin Judith Arndt fährt am 13.06.1998 bei Bahnrad Weltcup in Berlin. Judith Arndt trägt erstmals nach zwölf Jahren Pause wieder bei einem internationalen Bahn-Wettkampf das Trikot des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR). Mit einem Start beim Weltcup will die 35-Jährige ihre Bahn-Chancen für Olympia wahren. Priorität hat aber die Straße. Foto: Wolfgang Kumm dpa

Judith Arndt kehrt nach über einem Jahrzehnt zu ihren Wurzeln zurück. Beim Bahnrad-Weltcup von Donnerstag bis Sonntag in Peking wagt sich die Leipzigerin wieder auf das Holzoval. Zusammen mit Lisa Brennauer aus Durach und Janine Bubner aus Cottbus wird die 35-Jährige die in diesem Jahr erstmals olympische Mannschaftsverfolgung der Frauen bestreiten. Mit dem ersten Start seit der WM 2000 erfüllt Arndt zugleich eine der Nominierungsvoraussetzungen des Weltverbandes UCI für eine Teilnahme an den Olympischen Spiele auf der Bahn.
   

 

1997 wurde sie Weltmeisterin in der Einerverfolgung. Die Rückkehr auf die Bahn bezeichnete Arndt als «verlockend». Schon bei den deutschen Omnium-Meisterschaften im Oktober hatte sie bewiesen, dass sie noch mithalten kann.
   

 

Bei Olympia könnte Arndt als Edel-Helferin für das Stamm-Trio Lisa Brennauer, Charlotte Becker und Madeleine Sandig fungieren. «Für den Fall, dass eine Fahrerin krank wird, sich verletzt oder außer Form ist, würde ich als Ersatz in hoffentlich sehr guter physischer Verfassung zur Verfügung stehen», sagte Arndt.
   

 

Priorität hat in London aber klar die Straße - kein Wunder, gehört Arndt nach ihrem WM-Titel von 2011 im Einzelzeitfahren zu den ersten Anwärterinnen auf Gold. «Ich will mich nicht verzetteln und beim Tanz auf zwei Hochzeiten am Ende leer ausgehen», sagte Arndt. «Ich denke, ich habe eine gute Chance, beim Einzelzeitfahren eine Medaille zu gewinnen - und darauf werde ich auch den Fokus legen.»   

 

Den Weltcup in Peking sieht Arndt auch als Vorbereitung auf die Straßen-Saison, die am 1. Februar in Katar beginnt. Bundestrainer Thomas Liese hat an das neu zusammengestellte Trio mit Debütantin Arndt keine allzu hohen Erwartungen. «Es geht vorrangig um die Erfüllung der Qualifikationskriterien», sagte der Coach.
   

 

Starts beim letzten Bahn-Weltcup in London im Februar und bei der Weltmeisterschaft in Melbourne Anfang April schließt Arndt aus. «Ende Februar bestreite ich die Neuseeland-Rundfahrt. Die Bahn-WM liegt auf dem Termin der Flandern-Rundfahrt, was eine Teilnahme absolut unmöglich macht», erklärte Arndt, die nach vier Jahren bei HTC Highroad in diesem Jahr für das australischen GreenEdge-Team fährt.
   

 

Rein terminlich wäre für die 35-Jährige bei Olympia dagegen ein Doppelstart auf Straße und Bahn möglich. Nach dem Straßenrennen am 28. Juli und dem Zeitfahren am 2. August beginnt die Qualifikation der Verfolgerinnen erst am 3. August.

(Quelle: dpa)

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