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16.02.2010 | 13:56 h

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Michael König

 
 
 

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RennRad unterstützt U23-Mannschaft »Team Bergstrasse«

v.l.nr.: D. Carocci, M. Nahrhaft, N. Schütz, F. Fuchs, J. Müller, R. Freienstein, F. Köhler, B. Hysenai, G. Gall, H. Kraft, P. Weerts, P. Pöhnl, P. Eichhorn, J. Hofmann, I. Ebert, P. Prieto, S. Pristl, F. Schnaidt, M. Munk, B. Herrmann.



Eine Chance denen, die nachkommen

Der Radsport tut sich schwer in Deutschland, Sponsoren sind Mangelware. Woran die ganz Großen schuld sind, darunter haben die, die den Profis gerne sportlich folgen möchten, zu leiden. RennRad verfolgt ein Jahr lang die U23-Mannschaft »Team Bergstrasse« und berichtet so stellvertretend für zahllose kleinere Teams über ehrenamtliches Engagement und eine Liebe zum Radsport, ohne die so manche Amateurmannschaft wohl kaum mehr existieren könnte.

Seit 1999 hat das Team Bergstrasse rund 200 Jugendliche im Alter zwischen 11 und 23 erfolgreich ausgebildet. Einige der ehemals jungen Sportler konnten sogar ihren Traum von der Profikarriere verwirklichen.

Ob die erfolgreiche Arbeit auch 2010 weitergeführt werden könnte, stand lange Zeit mehr als nur zur Debatte. Trotz eines 6. Gesamtrangs in der Mannschaftswertung der U23-Bundesliga stellten bereits Mitte 2009 die wichtigsten Sponsoren ihre Unterstützung für das kommende Jahr ein. »Mit Blick auf die Wirtschaftslage und den derzeitigen Ruf des Radsports ist die Sponsorensuche nicht einfach. Unsere Jungs sind teilweise in der Ausbildung oder studieren, die sind auf Unterstützung angewiesen. Am Ende sprang sogar noch der Radsponsor ab – und fahren Sie mal ohne Rennrad Radrennen …«, so Danilo Carocci, der Sportliche Leiter und Mitfinanzier des Teams.

Das Budget für eine U23-Mannschaft liegt bei rund 60 000 Euro, davon muss die Mannschaft alles bestreiten: von den Trikots über Teamfahrzeuge bis hin zu Trainingsmaßnahmen und Reisen.

»Wir wollen den Jungs in ihrer U23-Zeit auch eine gute Zeit bieten, sie sollen Erfahrungen sammeln – auch fürs Leben. Ein Jahr Radbundesliga quer durch Deutschland, das vergessen die ihr Leben lang nicht! Aber das kostet natürlich!«

Fast sechs Monate lang wusste die Teamleitung nicht, ob die Mannschaft 2010 überhaupt an einem Rennen in Deutschland an den Start gehen kann – von der Bundesliga ganz zu schweigen.

(Quelle: RennRad)

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