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17.07.2010 | 18:51 h

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Michael König

 
 
 

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Tour-Sieger LeMond: «Armstrong wird es erwischen»

Revel - Doping, Korruption, Bestechung: Der dreimalige Tour-Sieger Greg LeMond hat in einem Rundumschlag gegen Lance Armstrong und den Weltverband UCI mafiöse Strukturen im Radsport angeprangert.

Greg LeMond nach einer Anhörung im Mai 2007.

«Er und seine Leute waren meiner Meinung nach mit das Schlimmste, was dem Radsport passiert ist», sagte LeMond über seinen Landsmann Armstrong im Interview der «Süddeutschen Zeitung». Es gelte die Regel «Schweigen, zahlen - es ist fast wie bei der Mafia», meinte der Amerikaner.

Der 49-Jährige hofft aber, dass sein Intimfeind Armstrong im Zuge der neuen US-Ermittlungen noch des Dopings überführt wird. «Armstrong wird es erwischen, da bin ich mir sicher, er ist Geschichte», betonte LeMond. Der Tour-de-France-Sieger von 1986, 1989 und 1990 soll laut «New York Daily» am 30. Juli vor einer Grand Jury zum Fall Floyd Landis aussagen. Armstrongs Ex-Teamkollege Landis hatte von systematischem Doping im früherem US-Postal-Team gesprochen.

Armstrong habe die UCI und die Tour-Organisatoren fest im Griff

Das Bild, das LeMond vom Profi-Radsport zeichnete, ist verheerend. Armstrong habe die UCI und die Tour-Organisatoren fest im Griff. Sein Rücktritt 2005 sei nur «Show» gewesen, um nach den positiven EPO- Nachtests zur Tour 1999 Unruhe zu vermeiden. Im Vorjahr seien im Müll des damaligen Armstrong-Teams Astana «seltsame Dinge» gefunden worden - und die UCI habe wieder nicht gehandelt. «Wenn er ein normaler Fahrer wäre und kein Krebs-Überlebender mit einer Maschine um sich herum - dann wäre er schon lange draußen», glaubt LeMond.

«Gegen wenige Fahrer gab es doch so viele Belege und Hinweise wie gegen Armstrong. Jan Ullrich zum Beispiel oder andere waren wegen der Puerto-Affäre dran.» Damit die Chance auf ein wirkliches Saubermachen möglich sei, müsse die UCI-Spitze um Präsident Pat McQuaid gehen. «Ich weiß nicht, ob ich den Vergleich benutzen sollte, aber es erinnert mich schon an die katholische Kirche und ihre Missbrauchsopfer», meinte LeMond.

McQuaid wollte - wie Armstrongs RadioShack-Team - die heftigen Vorwürfe nicht kommentieren.

(Quelle: )

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