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17.07.2010 | 18:51 h

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Michael König

 
 
 

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Tour-Sieger LeMond: «Armstrong wird es erwischen»

Revel - Doping, Korruption, Bestechung: Der dreimalige Tour-Sieger Greg LeMond hat in einem Rundumschlag gegen Lance Armstrong und den Weltverband UCI mafiöse Strukturen im Radsport angeprangert.

Greg LeMond nach einer Anhörung im Mai 2007.

«Ich will nichts zu Armstrong, LeMond oder Landis sagen», erklärte der Ire der Nachrichtenagentur dpa.

UCI räumt Armstrong spenden ein

LeMond, der mit Armstrong seit 2001 im Streit liegt, unterstellte dem Texaner weitere Zahlungen an die UCI. Er habe von 500 000 Dollar gehört. Der Verband hatte zuletzt zwei Armstrong-Spenden von zusammen 125 000 Dollar eingeräumt. «Wurde vielleicht sogar Geld seiner Krebsstiftung zweckentfremdet?», fragte LeMond. Armstrong habe 1999 bei seinem Tour-Sieg einen «Deal mit der UCI» gehabt, da er ein Attest über ein verbotenes Kortison-Präparat habe nachreichen dürfen. «Warum soll es nicht weitere geben?»

Mit den Profi-Generationen nach ihm hat LeMond Mitleid. Der Radsport treibe unschuldige Kerle unbeabsichtigt in ein kriminelles Verhalten: «Sie sind doch nur Ausführende, Versuchsschweine aus dem Labor.» In den 90er Jahren seien plötzlich junge Kerle gestorben, in diesem Frühjahr sei der Luxemburger Kim Kirchen bei der Tour de Suisse vom Rad gefallen, «aber niemand redet darüber», klagte LeMond. «Auch die Toten kommen unter den Teppich», lautet sein bitteres Fazit.

Armstrong bezichtigt er in der «Süddeutschen Zeitung» zudem der Bestechung. Der Tour-Rekordsieger habe jemandem 300 000 Dollar (232 000 Euro) dafür geboten, «um zu behaupten, dass ich EPO nahm», behauptete LeMond. Armstrong wies die Anschuldigung am Sonntag nach der 14. Tour-Etappe als «Nonsens» zurück. LeMond hat wie sein Landsmann Doping stets bestritten.

LeMond: "Floyd sagt die Wahrheit"

Für LeMond ist es bemerkenswert, dass der sonst so klagefreudige Armstrong nicht juristisch gegen seinen Ex-Teamkollegen Landis vorgegangen ist. Es gebe keine Armstrong-Klage, «weil Floyd die Wahrheit sagt. Und sie wissen es, er selbst, die anderen Beschuldigten, ihre Anwälte wissen es», meinte LeMond weiter.

Die gesamten Vorwürfe scheinen an Armstrong nicht einfach so abzuprallen.

(Quelle: )

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