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21.05.2010 | 16:32 h

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Redaktion:

Tillmna Lambert

 
 
 

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«Lance for President»: Amerika glaubt Armstrong

Boston - Sein linkes Auge blutete, die Schürfwunden schmerzten, und vor seinem verletzungsbedingten Aus bei der Kalifornien-Rundfahrt musste sich Lance Armstrong auch noch mit erneuten Doping-Anschuldigungen rumplagen.

Armstrong gezeichnet von seinem Sturz.

Gelassen spielte der 38 Jahre alte Texaner in gewohnter Manier die Vorwürfe seines ehemaligen Teamkollegen Floyd Landis (USA) herunter, der ihn schwer belastet hatte. Wenigstens Armstrongs Start bei der Tour de France ist nicht gefährdet. «Er ist ein zerbrochener Mann ohne Glaubwürdigkeit», meinte der siebenmalige Tour de France-Sieger, dessen Wunde mit acht Stichen genäht werden musste, «er hat keinen Beweis. Es ist Aussage gegen Aussage, und mir gefällt unsere Aussage.»

 

Doch dem Weltverband gefiel die Landis-Aussage nicht, die UCI habe während der Tour de Suisse 2002 einen positiven Dopingtest von Armstrong verschwiegen. Der Verband wolle «klarstellen, dass noch nie ein positiver Test geändert oder verborgen worden ist», erklärte die UCI «tief geschockt» am Freitag in einer Pressemitteilung. Zudem wies der Verband daraufhin, dass Armstrong im Jahr 2002 die Schweiz- Rundfahrt gar nicht bestritten habe.

 

Der überführte Dopingsünder Landis habe behauptet, Armstrongs positiver Test bei der Schweiz-Rundfahrt sei nach einer Vereinbarung zwischen dem Texaner, seinem sportlichen Leiter Johan Bruyneel und dem damaligen UCI-Präsident Hein Verbruggen unter den Tisch gekehrt worden. «In meiner Amtszeit hat es nie einen positiven Dopingtest gegeben», sagte Verbruggen. John Fahey, Präsident der Welt-Anti- Doping-Agentur (WADA) forderte Beweise von Landis, gab aber auch zu: «Es wird immer Gerüchte über Armstrong geben.»

 

Armstrongs immer noch verblüffend guter Ruf in den USA scheint durch die neuerliche Doping-Anklage dieses Mal durch Landis allerdings nicht groß gelitten zu haben. Als der Superstar im kalifornischen Visalia mit seinen ebenfalls von Landis beschuldigten Teamchef Bruyneel vom Team Radio Shack zum Start der fünften Etappe aus dem Mannschaftsbus stieg, wurden beide von einer jubelnden Menge empfangen. Einige Fans hielten gar Plakate mit der Aufschrift «Lance for President. Floyd Landis betrügt» hoch.

 

Landis hatte in E-Mails an die UCI und die nationale Vereinigung US Cycling zugegeben, von Juni 2002 an exzessiv gedopt zu haben und zugleich seinen einstigen Kapitän und weitere ehemalige Fahrer des US-Postal-Teams an den Pranger gestellt.

(Quelle: dpa)

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