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03.11.2010 | 09:00 h

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Redaktion:

Michael König

 
 
 

Race

 

Raid-Provence-Extreme: Nonstop durch Südfrankreich

Die Raid-Provence-Extreme bietet Freaks im Langstreckenradsport die Möglichkeit sich Grenzen neu zu setzen. 2010 galt es 600 Kilometer und 9800 Höhenmeter zu bezwingen, ein Radsportler mit Behinderung wollte sich versuchen.

Teilnehmer des Raid-Provence-Extreme 2010

Das Höhenprofil des Raid-Provence-Extreme

Landschaften der Provence

Bereits 2007 hatte der Behindertenradsportler Michael Büttner die Herausforderung Raid-Provence-Extreme schon einmal gewagt, musste jedoch aufgrund eines Schaltungsschaden entkräftet aussteigen. Nachdem 2010 Autodiebe sein Begleitfahrzeug aufbrachen und verwüsteten, war für Michael Büttner in diesem Jahr bereits vor dem Starschuss das Rennen beendet. Trotzdem möchte der sympathische Franke ihnen den Ritt durch die Provence ein wenig näher bringen:  


Der offizielle Startpunkt der Raid-Provence-Extreme befindet sich in Bedoin am Fuß des berüchtigten Mont Ventoux. Der britischen Radprofi Tom Simson verlor 1967 während einer Etappe der Tour de France an diesem Anstieg vor Erschöpfung sein Leben.

Nach gut 270 Kilometern wartet die zweite extreme Schinderei: der Grand Canyon du Verdon bietet auf 85 Kilometern 1800 Höhenmeter. Am Anfang der Schlucht müssen rund 20 zermürbende Kilometer mit durchschnittlich 7 Prozent Steigung bewältigt werden, bevor eine »Mauer« mit 13 Steigungprozenten auf die Fahrer wartet.

Nachdem der erste Teil der Raid-Provence-Extremem bezwungen ist, werden alle anschließenden kleineren Anstiege, und seien sie noch so gering, zu titanischen Aufgaben.


Raid-Provence-Extreme 2010

Nach wenigen 100 Metern in Malaucene biegt das Feld in den Anstieg zum Mt. Ventoux. Man sollte sich auf keinen Fall vom Tempo der anderen Teilnehmer verführen lassen, es gilt strikt nach dem eigenen Gefühl sein Tempo machen. Ein Rennen von solch enormer Distanz wird erst am Ende entschieden, und wer 100 Kilometer vor dem Ziel noch genügend Power hat, kann noch einmal zum Angriff blasen. Der spätere Sieger Franz Venier ging es am Mont Ventoux sehr langsam an, fuhr deutlich hinter der Spitze über den Gipfel, siegte aber trotzdem.

Trotz Roadbook und Beschilderung, möchte ich jedem, der sich einmal an der Raid-Provence-Extreme versuchen möchte, empfehlen ein Navigationsgerät inklusive der Streckenführung zu montieren.

Nach dem Mont Ventoux führt ein langer, gemächlichen Anstieg über das Saint Michel Observatorium auf das Hochplateau Valensole zum zweiten Checkpoint deren es 8 anzufahren gilt.

(Quelle: )

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