Ötztaler Radmarathon: Robert Petzold über Training, Taktik, Rennen.
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Ötztaler Radmarathon: Training, Taktik, Leiden

227 Kilometer, 5100 Höhenmeter – der Ötztaler Radmarathon gilt als inoffizielle Weltmeisterschaft der besten Radmarathon-Fahrer. Robert Petzold berichtet von seinem Rennen, Training, Taktik und dem Leiden.
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Alles auf Sölden

Zwieselstein. Kilometer 223 beim Ötztaler Radmarathon. Noch vier Kilometer. Die zwei Führenden: weit weg. Hinter mir: niemand in Sicht. Ich liege sicher auf Platz drei – beim Ötztaler, dem wichtigsten Radmarathon der Welt. In Aeroposition liege ich auf dem Oberrohr meines sechs Kilogramm leichten Rennrades. Ich vertraue dem Material, aber der Körper ist angespannt. Die aerodynamische Position ist unbequem, sie ist anstrengend. Die Abfahrt läuft aus, es wird flacher. Ich werde langsamer, vielleicht noch 50 Stundenkilometer. Vorsichtig schiebe ich den Oberkörper nach vorne, setze mich wieder auf den Sattel. Die Pause ist vorbei. Erste Versuche, flüssig zu treten: 350 Watt. Waagerechte Unterarme, den Oberkörper tief gebeugt. Ich fühle mich wie Superman.

Robert Petzold Oetztaler

Bergab in aerodynamischer Position: Robert Petzold beim Ötztaler Radmarathon 2017

400 Watt

Ein paar Pedalumdrehungen, dann ist es vorbei. Die Beine machen zu. Mit 300 Watt fahre ich in den Anstieg, mit 250 Watt komme ich raus. Der Ötztaler Radmarathon fordert sein letztes Tribut von meinem Körper. Nur 30 Höhenmeter hat diese letzte Welle, doch sie erscheint mir mächtiger als Kühtai, Brenner und Jaufenpass zusammen. Die letzten Kilometer danach sind dann nur noch eines: eine Belohnung. Momente der Glückseligkeit, der Unbeschwertheit – nur Sportler können nachvollziehen, was ich in diesen Minuten durchlebe. Sekunden im Hormonrausch, die süchtig machen können. Ich rase mit 400 Watt durch Sölden, vorbei an den Zuschauern am Straßenrand. Wieder ein paar Sekunden unbändiger Euphorie. Dann versagt die Muskulatur in den Beinen endgültig. Ich gebe nach – und rolle zufrieden ins Ziel. Mit einer Zeit von weniger als sieben Stunden.

Rückblick

Der Ötztaler Radmarathon sollte in diesem Jahr mein Höhepunkt werden. Anders als im Vorjahr. 2016 war meine Ötzi-Premiere die Zugabe für eine erfolgreiche Saison. Eine erfolgreiche Saison, aber auch eine mit Belastungen, die mir stark zugesetzt hatten. Ich war komplett leer an den Start gegangen. Wenigstens die Freude am Radfahren kam pünktlich zurück. Von strukturiertem Training und einer guten Vorbereitung aber war ich weit entfernt. Immerhin: Am Ende stand der vierte Platz in der Gesamtwertung, der Sieg in meiner Altersklasse und in der Teamwertung. Unter den Voraussetzungen also ein sehr gutes sportliches Fazit, für mein Petz Racing Team und für mich. Meine Endzeit betrug sieben Stunden und vier Minuten – das ist schnell. Aber ich wusste: Ich kann noch deutlich schneller sein. Wenn alles passt und ich mich richtig vorbereite.

Oetztaler-Radmarathon

Saubere Sportler schützen

Der Ötztaler Radmarathon ist prestigeträchtig, er ist top organisiert und er führt über gesperrte Straßen – er bietet somit mehr als manches Profirennen. Am Ötztaler führt kein Weg vorbei, wenn man ein langes Bergrennen fahren und sich mit den Besten der Radmarathon-Szene messen will. Ein bitterer Beigeschmack bleibt jedoch: Das Rennen ist nicht gerade bekannt dafür, in der Spitze ein besonders dopingfreies Fahrerfeld zu haben. Die Organisation tut aus meiner Sicht noch zu wenig dafür, die sauberen Sportler zu schützen. Dennoch ist der Ötztaler das Rennen meiner Wahl. Hier möchte ich austesten, was ich als sauberer Sportler erreichen kann. Ohne jegliche Medikamente, dubiose Nahrungsergänzungsmittel und sonstige potenziell leistungssteigernde Mittel.

 

Ausnahmezustand

Sölden ist im Ausnahmezustand. Mehrere Tage lang belagern tausende Radfahrer den Ort in Tirol. Sehen und gesehen werden. Smalltalk mit allerlei bekannten Gesichtern aus der Szene, meist sehr oberflächlich. Einfach nett lächeln. Man muss den Trubel nicht mögen. Aber man muss damit umgehen können. In diesem Jahr wusste ich vorher, was mich in Sölden erwarten würde. So konnte ich mich gut auf den großen Zirkus einstellen: Negative Aspekte ausblenden, stattdessen Konzentration auf die freudvollen Dinge. Versuchen, mit Freunden und Bekannten einige schöne Tage in Sölden zu verbringen. Das war mein Ziel. Das Ganze ist in meinem Fall jedoch gepaart mit dem Ehrgeiz, meine sportliche Höchstleistung abzurufen.

Der Plan

Meine Saison 2017 hatte ich im vergangenen Spätwinter klar strukturiert. Formpeak eins: Race across the Alps (RATA) am 23. Juni. Formpeak zwei: der Ötztaler Radmarathon am 27. August. Die Renntermine lagen sehr gut für einen sinnvollen Aufbau. Leider haperte es an der Umsetzung. Für das RATA ging ich schon ziemlich an meine Grenzen, mit einem Gewicht von nur knapp mehr als 60 Kilorgamm bei einer Größe von 1,75 Metern. Beim Rennen selbst hatte ich alles gegeben und belohnte mich mit dem Streckenrekord. Nur sechs Tage später war ich als Helfer beim Ultraradmarathon Elbspitze dabei – Ehrensache. Jedoch bedeutete dies zwei Tage ohne Schlaf, zu einem Zeitpunkt, an dem ich Erholung bitter nötig gehabt hätte. In der Folge schlief ich nachts schlecht, tagsüber war ich müde. Die nun wieder zunehmenden Trainingsumfänge konnte ich aber gerade noch absolvieren.

Oetztaler-Radmarathon-Training

Nach Gefühl

Ich war guter Dinge. Aber meine Kraft ließ immer mehr zu wünschen übrig. Und auch mental ging immer weniger. Das wirkte sich auf die Disziplin aus. Ich schrieb mir keine Trainingspläne mehr, sondern wollte lieber spontan fahren, rein nach Gefühl. Im Juli ging es dann weiter abwärts. Es wurde mir zu viel. Auch der Körper schwächelte. Er versuchte mir etwas Wichtiges mitzuteilen: „Gib mir Ruhe!“ Das tat ich. Anstatt mich mit Medikamenten vollzupumpen, erhörte ich das Flehen. Ich bin überzeugt, dass man so langfristig deutlich gesünder und leistungsfähiger bleibt. Also: Eine Woche Pause, kein Training, mitten in der heißen Phase. Diese beginnt sechs Wochen vor dem Rennen, für das man topfit sein möchte.

Intervalle

Eine Woche Trainingsausfall führt in dieser Zeit zu einem Leistungsverlust, den man bis zum Höhepunkt unmöglich wieder aufholen kann. Schicksal. Nun galt für mich nur noch, den Schaden zu begrenzen und die Einbußen gering zu halten. Nachdem ich mich einige Tage lang erholen konnte, nahm ich das Training wieder auf. Bei den Intervallen merkte ich schnell, wie viel zur Topform fehlte. Im Vergleich zum Juni leistete ich an meiner Schwelle (FTP) mehr als 20 Watt weniger. So gut es geht, wollte ich wieder die Ausdauerfähigkeit von Juni erreichen, als meine FTP bei knapp 340 Watt lag. Mein Motto nach der Trainingspause lautete also: viel hilft viel, Quantität, Umfänge. Ich spulte reichlich Kilometer im Erholungs- und unteren Grundlagenbereich ab, absolvierte dafür aber nur wenige ausgewählte Schlüsseleinheiten mit intensiven Reizen.

Mentale Frische

Mental war das für mich deutlich einfacher als ein Trainingsprogramm mit weniger Umfängen und höherer Intensität. Die verbliebene mentale Frische galt es, so gut es geht für den Ötzi zu konservieren. Zudem passt ein umfangsbasiertes Training ohnehin zur Charakteristik des Ötztaler Radmarathons, bei dem man quasi nie oberhalb der anaeroben Schwelle fährt. Man kann die entscheidenden Fähigkeiten, wie bei allen bergigen Langstreckenrennen, auf Watt pro Kilogramm und den aeroben Motor reduzieren. Die Kraftkomponente vernachlässigte ich mit gutem Gewissen. Stattdessen versuchte ich, das Gewicht zu reduzieren. Leider führte das zu einigen Trainingseinheiten, in denen ich recht energielos war. Ohne richtigen Trainingsplan fehlte mir einfach die nötige Konsequenz.

Generalprobe

Die Generalprobe, der 250 Kilometer lange Krusnoton Radmarathon in Teplice, zwei Wochen vor dem Ötztaler Radmarathon, verlief gut, abgesehen vom Hungerast im Finale. Die Form war ganz passabel. Die FTP für den Ötzi schätzte ich auf 330 Watt. Ein gutes Niveau, aber eben nicht meine Bestform.

Wettkampfgewicht

Endlich in Sölden. Das Carboloading an den Tagen zuvor habe ich etwas übertrieben. Die Waage zeigt am Renntag 63 Kilogramm, zwei mehr als zum RATA – die Konsequenz meiner fehlenden Disziplin im Training und bei der Ernährung. Dennoch mache ich mir realistische Hoffnung auf eine schnellere Zeit als 2016. Die äußeren Bedingungen sollten vergleichbar zum Vorjahr sein. Und etwas stärker sollte ich sein.

Die Renntaktik

In der Vergangenheit wurden Sieger und Podiumsplatzierte des Ötztalers reihenweise des Dopings überführt. Wirft man sich nichts ein, hat man keinen Motor am Rad, möchte aber dennoch um den Sieg mitfahren, dann gibt es eigentlich nur einen sinnvollen Plan: Vom Kühtai bis zum Einstieg ins Timmelsjoch so viele Körner sparen wie nur möglich. Das klingt langweilig – und ist es auch. Es ist aber die einzige Methode, um hier Erfolg zu haben. Effizienter fahren als die anderen. Der Ötzi dauert für die schnellsten Fahrer gut sieben Stunden. Interessant wird es vorne jedoch erst nach fünf Stunden. Dann offenbart sich, wer die beste Ausdauer hat. Wessen Speicher noch ausreichend gefüllt sind, um ohne Einbruch über das Timmelsjoch zu kommen. Kühtai und Jaufen fährt man etwa mit 80 bis 85 Prozent seiner FTP-Leistung. Eine Intensität, mit der der Fettstoffwechsel noch zurechtkommt. Frühestens in St. Leonhard werde ich dann 90 Minuten lang das maximale Tempo fahren – so gut es eben noch geht. Das ist etwa der Zeitraum, den man für die 1800 Höhenmeter am Timmelsjoch benötigen darf, wenn man gewinnen möchte.

Ernährung

Bei der Ernährung vertraute ich auf Gewohntes. 45 Minuten vor Rennbeginn gibt es über Nacht in Wasser aufgeweichte Haferflocken, dazu eine Apfelschorle aus dem Starterbeutel. Mein Appetit war eher gering. Und noch früher wollte ich nicht aufstehen. Im Rennen dann meine klassische „Schweineplempe“ – mein Getränk der Wahl bei RATA, Ötzi und anderen Verrücktheiten. Pro Stunde nehme ich so etwa 23 Gramm Fructose, 65 Gramm Maltodextrin und eine Prise Salz gelöst in 600 Millilitern Wasser auf. Die Dosierung ist abhängig von der Intensität zum Rennzeitpunkt. Diesmal habe ich der Mischung noch insgesamt fünf Beutel schwarzen Tee, am Vortag lange durchgezogen, zugefügt. Ich ernähre mich über die gesamte Renndauer ausschließlich flüssig und habe keine Gels oder Riegel in der Trikottasche stecken. Das wäre nur unnötiges Gewicht.

Das Rennen

Die ersten Kilometer von Sölden nach Ötz will ich einfach nur überstehen. Ich bleibe unbeschadet und fahre ohne Sturz im hektisch agierenden Feld mit Sichtkontakt zur Spitze. Am Kühtai legen einige motivierte Fahrer ein gehöriges Tempo vor. Meine Herzfrequenz erreicht meinen Schwellenbereich von 180 Schlägen pro Minute. Das ist zu so einem frühen Zeitpunkt weder angenehm noch sinnvoll. Mit Mühe kann ich den Kontakt halten, nach einigen Minuten kehrt Ruhe ein. Die verbliebenen Kilometer zum Kühtai sind angenehm zu fahren. Kurz vor der Passhöhe bekomme ich zwei neue Flaschen mit meiner Energiemischung. Die Highspeedabfahrt nach Kematen schaue ich mir wieder von hinten an. Zum Brenner hoch rollt das Feld dann eher gemütlich. Ich mache es mir wieder in den hinteren Reihen bequem und achte darauf viel zu trinken. Der zweite Flaschenwechsel erfolgt dann am Brennersee.

In der Spitzengruppe

Am Einstieg zum Jaufenpass horche ich in mich hinein und versuche zu fühlen, wie es mir im Vergleich zum Vorjahr gerade geht: Ich fühle mich definitiv besser. Das Tempo, das die Spitze anschlägt, kann ich gut mitgehen, ohne in den roten Bereich zu kommen. Ich schaue mir die Fahrer in der kleiner werdenden Spitzengruppe genau an. Wer sieht noch gut aus? Auf wen muss ich jetzt besonders achten?

Fahrer mit Dopingvergangenheit

Beim Lesen der Rückennummern fallen mir leider auch einige Fahrer mit Dopingvergangenheit auf, mit denen ich nur ungern Rennen fahre. Das Dopingthema stört mich ungemein, es ist ein hässlicher Teil des schönen Sports. Im Rennen darf ich mich davon aber nicht verrückt machen lassen. Ich muss versuchen, negative Gefühle auszublenden und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Dritte Flaschenübergabe: Ich positioniere mich rechts in der Gruppe. Meine Flasche kommt links. Hektisch bremse ich und versuche, die Seite zu wechseln. Es klappt gerade noch so. Doch just in dem Moment geht vorn die Post ab, einige Fahrer lösen sich. Ich weiß nicht, wer gerade attackiert. Ohne Überblick versuche ich den Schaden zu begrenzen und die Lücke wieder zu schließen. Es gelingt mir nicht.

Lücke schließen

An der Passhöhe muss ich machen, was mir nicht liegt: In einer Abfahrt die Lücke schließen. Die Gruppe vor mir ist aber nicht zu schnell. Ohne größeres Risiko schaffe ich es, die zehn Sekunden wieder aufzuholen. Um die 20 Fahrer sind wir zu diesem Zeitpunkt. In Sankt Leonhard drücken zwei Fahrer in roten Trikots wie verrückt aufs Tempo. Das ist definitiv zu schnell für mich – und auch für sie selbst, wie sich kurz darauf herausstellt. Das Feld zersplittert weiter.

300 Watt: Mehr wäre Selbstmord

Ich fahre mit 300 Watt bereits im oberen Bereich dessen, was hier noch sinnvoll ist. Mehr wäre Selbstmord. Noch in Sichtweite zur Spitze rolle ich nun von hinten das versprengte Feld auf, das jetzt wieder langsamer fährt und sich immer weiter dezimiert. Die Hälfte des Timmelsjochs ist geschafft. Nur noch fünf Fahrer sind vorne: Enrico Zen, Stefano Cecchini, Igor Zanetti, Michael Markolf und ich. Wir fahren zügig. 270 bis 280 Watt – viel mehr ist nicht mehr möglich. Im Flachstück hinter Schönau will natürlich niemand freiwillig im Wind fahren. Wir nehmen das Tempo heraus und taktieren.

Spezialisten

Noch immer fühle ich mich für die aktuelle Rennsituation recht frisch und positiv gestimmt. Und dass, obwohl ich mit Enrico Zen und Stefano Cecchini unterwegs bin. Letzterer ist Sohn des berühmten italienischen Sportmediziners Luigi Cecchini. Der stand nicht nur einmal in Verbindung mit überführten Dopern. Zen und Cecchini sind extrem abgemagerte Bergfahrer, noch dazu bewegen sie sich effizient im Feld. Ich fühle mich den beiden in der aktuellen Situation nicht mehr gewachsen. Im finalen Steilstück zum Timmelsjoch verschärfen sie das Tempo. Ich lasse sie fahren. In dieser Intensität hätte ich nicht bis zum Gipfel fahren können. Ich liege jetzt auf Platz drei. Die Rennleitung fragt, ob ich noch Wasser oder Cola benötige. Nein, danke. Meine Kohlenhydrat-Wasser-Mischung stößt mir immer wieder auf. Ich bin am absoluten Limit der Energiezufuhr.

Gegenwind

Zen und Cecchini bleiben aber in Sichtweite, sie fahren gemeinsam. Ich trotze, im Unterlenker bergauf fahrend, dem Gegenwind. Und komme dem Duo wieder ein Stück näher. Ich kämpfe. Es ist ein letztes Aufbäumen. Der Abstand wird wieder größer. Ich muss einsehen, dass es heute nicht für den Sieg reicht. Ausgerechnet gegen diese beiden. Ich konzentriere mich darauf, Platz drei abzusichern und mir für das Schlussstück vom Timmelsjoch über den Gegenanstieg zur Mautstation und für den Weg bis nach Sölden noch ein paar Körner aufzuheben.

Achterbahnfahrt

Die Abfahrt nach Sölden ist eine Achterbahn der Gefühle. Konzentration, Endorphinflash, Erschöpfung, Glück, auch ein wenig Wut und Ohnmacht. Aber im Ziel bleibt dann vor allem: Zufriedenheit. Ich bleibe zwei Stunden lang im Zielbereich und empfange die Fahrer meines Teams. Dieses Mal hat es zum Erfolg in der Teamwertung nicht gereicht, einer von uns stürzte schwer. Mir wird bewusst: Zwischen Glück und Unglück liegt ein verdammt schmaler Grat. Nicht alles kann man selbst beeinflussen.

In Topform

Dennoch, im Nachhinein grüble ich ein wenig über meine Leistung. 90 Sekunden fehlten mir am Timmelsjoch auf das Spitzenduo. Eineinhalb Kilogramm weniger Systemgewicht, und ich hätte ich die beiden vermutlich halten können. Hätte, hätte, Fahrradkette. Wer weiß, ob die zwei überhaupt am Anschlag gefahren sind? Nur eins steht fest: Ich komme wieder. Und ich werde versuchen, in besserer Form am Start zu stehen und erneut alles zu geben. Ich weiß natürlich nicht, was die anderen leisten können. Das kann ich auch nicht beeinflussen. Ich weiß aber ziemlich genau, was ich in Topform leisten kann und welche Zeit ich bei vergleichbaren Bedingungen beim Ötzi fahren kann: etwa fünf Minuten schneller. Das ist mein Ziel für 2018. //

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