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Auffällige Dopingprobe bei Chris Froome

13.12.2017

Tour-Sieger Chris Froome: auffällige Dopingprobe

"Erlaubter Wert" überschritten

 

Der Radsport-Weltverband UCI hat einen auffälligen Befund bei einer Doping-Probe des viermaligen Tour-de-France-Siegers Chris Froome bestätigt. Wie die UCI am Mittwoch mitteilte, wurde beim Briten während der Spanien-Rundfahrt am 7. September ein Test vorgenommen, bei dem der erlaubte Wert des Asthma-Mittels Salbutamol überschritten wurde. Die B-Probe bestätigte das Ergebnis.

Test nach der 18. Vuelta-Etappe

Froome wurde laut UCI den Regeln gemäß nicht vorläufig suspendiert. Der 32-Jährige muss sich aber erklären, warum der Grenzwert überschritten wurde. Der Grenzwert der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) liegt bei 1000 Ng/ml. Froomes Urinprobe im Anschluss an die 18. Vuelta-Etappe 2018 habe laut Team Sky 2000 Nanogramm pro Mililiter der Substanz aufgewiesen. Das Inhalieren vom Asthmamittel Salbutamol ist laut WADA-Reglement auch ohne eine Ausnahmeregelung erlaubt, sofern 1600 Mikrogramm über eine Dauer von 24 Stunden und 800 Mikrogramm innerhalb von 12 Stunden nicht über überschritten wird.

Reaktion von Froome und Team Sky

Froome gewann im September die Vuelta, nachdem er im Juli bereits zum vierten Mal die Tour für sich entschieden hatte. Der derzeit beste Rundfahrer und dessen Rennstall Sky bestätigten die Probe und verwiesen auf Froomes Asthma-Erkrankung seit Kindertagen. Laut Sky bedeute der Test nicht, dass Regeln gebrochen worden seien. Froome selbst äußerte sich laut Sky-Pressemitteilung so: "Es ist bekannt, dass ich Asthma habe, und ich weiß genau, wie die Regeln lauten. Ich benutze einen Inhalator, um meine Symptome zu managen, und ich weiß natürlich selbstverständlich, dass ich jeden Tag getestet werde, wenn ich das Trikot des Führenden trage."

Sky-Teamchef Dave Brailsford erklärte in der gleichen Pressemitteilung: "Es gibt komplexe medizinische und physiologische Probleme, die den Stoffwechsel und die Ausscheidung von Salbutamol beeinflussen". Der Rennstall habe sich verpflichtet, die Fakten zu ermitteln "und genau zu verstehen, was bei dieser Gelegenheit passiert ist".

 

Quelle: 

dpa, Foto: Vos

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