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Beweis für mechanisches Doping?

18.04.2016
Der Guber-Motor von Vivax

Versteckte Motoren?

Beweis für E-Doping bei den Profis?

 

Nach dem ersten Fall von E-Doping – bei der Cyclocross-WM wurde bei im Rad einer Fahrerin ein versteckter Motor gefunden – gibt es nun neue Gerüchte. Oder mehr als Gerüchte? Bei den beiden Rennen Strade Bianche und Coppa e Bartali haben Journalisten des französischen TV-Senders Stade 2 und der italienischen Zeitung Corriere della Sera nach einen Angaben mithilfe einer Wärmebildkamera weitere verstreckte mechanische Hilfsmittel in den Rennrädern von sieben Profis entdeckt. Fünf Motoren sollen je in den Sitzrohren verbaut gewesen sein, zwei in den Hinterradnaben.

Die Journalisten sprachen auch mit dem ungarischen Ingenieur Istvan Varjas, der viele Profis mit den Antrieben beliefert haben soll. Varjas zeigte dem TV-Team einen Prototypen des Motors und sagte, dass diese Art des Antriebs schon seit 1998 im Peloton verbreitet sein könnte. Laut Varjas funktioniert dieser Motor bei sehr hohen Trittfrequenzen am besten.

Die neueste Version der versteckten Motoren sei nur fünf Zentimeter lang, sehr leicht und würde bis zu 250 Watt leisten. Sie könnten im Tretlager oder der Hinterradnabe und Rotor verbaut sein. Noch modernen sei die neueste Form des mechanischen Dopings: Ein elektromagnetisches Antriebssystem mit Neodym-Magneten, das in Carbonfelgen versteckt sei und bis zu 60 Watt leisten könne. Das System könne via Bluetooth, also auch über bluetoothfähige Uhren, gesteuert werden. Die Namen der Profis, in deren Räder die Wärmebildkamera Auffälliges zeigte, wurden noch nicht bekannt gegeben.

 

Mehr zum Thema Motor-Doping:

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Quelle: 

Corriere della Sera, Vivax

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