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E-Doping: Van den Driessche tritt zurück

15.03.2016
Femke van den Driessche: E-Doping Radsport

Erster Fall von Motordoping im Radsport

Femke van den Driessche will nicht kämpfen. Die Belgierin erklärte mit 19 Jahren ihren Rücktritt. Bei der Cross-WM fand man in einem ihrer Räder einen Elektromotor.

Die Causa gilt als weltweit erster Fall von Motordoping im Radsport. In einem Rad der Belgierin Femke van den Driessche fanden UCI-Kontroleure bei der Cross-WM einen Elektromotor. Vor der Anhörung der Disziplinakommission der UCI, die über die Strafe für die 19-Jährige entscheiden soll, erklärte van der Driessche jetzt ihren Rücktritt. "Nach Beratungen mit meinen Anwälten und meiner Familie habe ich beschlossen, nicht weiter gegen eine mögliche Sperre zu kämpfen", sagte die Belgierin demnach der belgischen Internetplattform sporza.be.

Wem gehörte das Rad?

Van den Driessche hatte schon vor der Anhörung angegeben, dass das Rad zwar in ihrem Materiallager stand, aber einem Freund gehörte, der sie und ihr Team unterstütze. Dabei handelt es sich um Nico van Muylder, einem Ex-Profi, der diese Version bestätigte. Die UCI könnte van den Driessche für mindestens sechs Monaten von allen Rennen ausschließen und mit einer Geldstrafe von 20.000 Schweizer Franken belegen. Einige im Weltradsportverband forderten jüngst sogar eine lebenslange Sperre für die 19-Jährige.

"Freispruch ist unmöglich"

"Ein Freispruch ist unmöglich, das Fahrrad stand in meinem Materialposten. Ich danke allen Leuten, die mich unterstützt haben und noch immer unterstützen meinen Anwälten, Freunden und Fans. Ich will mein Leben in Ruhe und Gelassenheit weiter führen und hoffe, dass man das versteht und respektiert“, erklärte van den Driessche vor Kurzem sporza.be. "Die Kosten für das Treffen in der Schweiz sind zu hoch für mich", begründete sie unter anderem ihren Entschluss zum Rücktritt.

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