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Paris-Nizza: Deutscher Sprintergipfel

04.03.2016

Die Fahrt zur Sonne

Paris-Nizza gilt jedes Jahr als der erste echte Härtetest für Radprofis in Europa. Zahlreiche Stars der Szene nutzen das „Rennen zur Sonne“, um früh in der Saison ein Ausrufezeichen zu setzen. Letzter deutscher Gesamtsieger bei Paris-Nizza war Tony Martin im Jahr 2011. Im vergangenen Jahr konnte André Greipel im deutschen Meistertrikot einen Etappensieg beim Traditionsrennen feiern.
Ab Sonntag hat es Greipel (Lotto-Soudal) mit starker deutscher Konkurrenz zu tun, denn Marcel Kittel wird bei Paris-Nizza seine WorldTour-Premiere im Trikot des Teams Etixx-Quick Step geben. Der 27-jährige Ausnahme-Sprinter hat den Beginn der achttägigen Fernfahrt im Blick, um sein Siegkonto weiter auszubauen. Kittel überquerte in diesem Jahr bereits vier Mal den Zielstrich als Erster und freute sich zudem über den Gesamtsieg bei der Dubai Tour. Zuletzt schlug er Greipel überraschend deutlich beim Auftakt der Algarve-Rundfahrt. Während Kittel sich in starker Frühform befindet, kommt Greipel aus einer zweiwöchigen Verletzungspause, in der er einen Rippenbruch auskurierte.

Abwechslungsreich

Bei Paris-Nizza erhalten die beiden Supersprinter drei Möglichkeiten für ein Duell – aber das Rennen zur Sonne bietet noch mehr. Nach dem Prolog in Conflons-Sainte-Honorine nordwestlich von Paris folgen drei Flachetappen für die Sprinter. Auf dem Weg zum Ziel in Vendôme muss dabei ein Abschnitt über unbefestigte Straßen gemeistert werden - Paris-Roubaix lässt grüßen! Der fünfte Tag kommt Klassiker-Spezialisten entgegen, während die beiden folgenden Etappen ein Fest für Kletterer werden. An den Hängen des Mont Ventoux oder bei der Zielankunft in Madonna d’Utelle im Hinterland von Nizza wird sich das Rennen entscheiden. Aber, und auch das ist Tradition, selbst die letzte Etappe mit Start und Ziel in Nizza über den Col d’Èze verspricht noch einmal Spannung. Hier muss sich der Australier Richie Porte, seit dieser Saison für das BMC Racing Team unterwegs, mit Fahrern wie Alberto Contador (Tinkoff), Geraint Thomas (Sky) oder Romain Bardet (AG2R La Mondiale) auseinandersetzen, wenn er seinen Vorjahressieg wiederholen will.

Deutsche Chancen

Simon Geschke, Tour-Etappensieger von 2015 aus dem deutschen Team Giant-Alpecin, geht mit etwas bescheideneren Zielen in die Rundfahrt: „Ich hoffe, dass ich selber ein oder zwei gute Resultate einfahren kann“, so der Berliner. „Gleichzeitig werde ich Tom Dumoulin helfen, eine gute Platzierung im Gesamtklassement zu erreichen.“ Ähnlich wie Geschke wird auch Paul Martens (Lotto NL-Jumbo) versuchen, sich auf den Etappen mit Klassiker-Profil in Szene zu setzen.
Die 74. Ausgabe von Paris-Nizza findet vom 6.-13. März 2016 statt. Auf den acht Etappen sind von den Radprofis 1.290 Kilometer zu absolvieren.

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