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Premiere: Grasmann gewinnt Sixdays Bremen

20.01.2016
Sixdays Bremen 2016: Kalz/Ketteler siegen

"Es ist ein wahnsinniges Gefühl"

Bei den Bremer Sixdays hat sich Christian Grasmann mit seinem Partner Kenny de Ketele (Belgien) gegen starke Konkurrenz durchgesetzt. Vorjahressieger Marcel Kalz von den Maloja Pushbikers und Alex Rasmussen kamen auf Platz drei. Rang zwei belegte das Duo Jesper Mørkøv/Morgan Kneisky. 

Über das komplette Sechstagerennen hinweg bestimmten Grasmann/de Ketele die Gesamtwertung mit, den Sieg machten sie allerdings erst im letzten Drittel der finalen Jagd klar. Viele Attacken, viele Führungswechsel. Der Ausgang der Sixdays war lange offen. 15 Minuten vor Schluss lagen immer noch zwei Teams in der Nullrunde. Grasmann und de Ketele standen aufgrund ihres schlechteren Punktekontos auf Rang zwei hinter Jesper Mørkøv und Morgan Kneisky. Nur ein Last-Minute-Rundengewinn konnte noch die Wende bringen. „Wir mussten angreifen und haben unsere ganze Kraft in diese eine letzte Attacke kurz vor dem Ende gelegt“, so der 34-jährige Grasmann. 50 Runden, also 3300 Meter reichten den Beiden, um die Gesamtwertung doch noch einmal zu drehen. Belohnt wurde der Pushbikers-Kapitän mit seinem ersten Sixdays-Sieg in seinem 62. Sechstagerennen. „Es ist ein wahnsinniges Gefühl, nach so vielen Rennen endlich ganz oben zu stehen. Mein Blut war voller Adrenalin, zusammen mit Kenny lief alles wie von selbst. Er ist ein echter Siegertyp. Ich bin so froh, dass wir es geschafft haben“, sagte Grasmann. 

Kalz kämpft gegen seinen Körper

Für ein starkes Teamergebnis sorgten Marcel Kalz (Gesamtrang 3), Nico Heßlich und sein Pushbiker- Partner David Muntaner (Platz 6), Achim Burkart (Platz 7) und Hans Pirius (Platz 9). Vor allem Kalz kämpfte mit seinem Partner Alex Rasmussen bis zum Schluss um den Sieg. „Das Rennen war eine riesige Qual. Nicht nur wegen dem extrem hohen Tempo. Ich hatte schlimme Sitzbeschwerden, Schmerzen, der ganze Körper tat mir weh“, erzählt Kalz. Er war mit Rasmussen lange gleich auf mit der Spitze des Rennens, sammelte sogar die meisten Punkte (345) des Sechstagerennens. Im Finale konnte er mit Rasmussen den dritten Platz verteidigen. 

Der schnellste Mann der Sixdays Bremen war Pushbikers-Sprinter Matthew Rotherham. Der Brite gewann den Sprinter-Cup vor den beiden Deutschen Jan May (Landau) und Richard Aßmus (Erfurth). 

Quelle: 

PM Pushbikers; Fotos: frontalvision

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