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Vorschau für Mailand-Sanremo 2016

18.03.2016
Vorschau Mailand-Sanremo: Die Favoriten

Die Favoriten: Sagan, Kristoff, Cancellara

Die Klassikersaison startet traditonell mit Mailand-Sanremo. RennRad zeigt die Sieg-Favoriten. Giant-Alpecin hat diesmal nur ein Ass im Ärmel.

Was ist "La Primavera"?

Das Rennen Mailand-Sanremo 1907 wurde zum ersten Mal ausgetragen. Unter Radsportfans ist es unter dem Namen „La Primavera“ (italienisch für „Frühling“) bekannt. Jeder italienische Radprofi träumt davon, einmal in seiner Karriere das prestigeträchtige Rennen zu gewinnen. Es ist mit 291 Kilometern das längste eintägige Rennen der Saison.

Wer sind die Favoriten 2016?

Peter Sagan (Team Tinkoff): Der Weltmeister will nicht als "Mann der zweiten Plätze" in die Klassikerhistorie eingehen. 2016 soll sein Jahr werden. Ein Sieg bei einem der großen Klassiker fehlt bisher noch in seiner Vita. Doch sein Weltmeister-Trikot könnte zur Last werden. Ähnlich ging es schon Philippe Gilbert. Alle Augen sind während des Rennens auf den Weltmeister gerichtet. Tritt er an, wird jeder sein Hinterrad suchen. Fährt er in der Verfolgergruppe, wird sich wohl kaum einer in den Dienst des endschnellen Slowaken stellen. Die Form zum Sieg hat Sagan aber aktuell in jedem Fall.

Alexander Kristoff (Team Katusha): Der Sieger von 2014 will auch 2016 ganz oben auf dem Podest stehen. Seine Formkurve ist stabil. In dieser Saison hat der Norweger schon fünf Saisonsiege eingefahren. Für John Degenkolb ist Alexander Kristoff der Favorit: " Ich glaube das Kristoff gewinnen wird", meint der letztjährige Sieger, der aufgrund seines Trainingssturzes in diesem Jahr nicht dabei sein wird.

Fabian Cancellara (Team Trek-Segafredo): Auf seiner Abschiedstournee will der Schweizer Ausnahmeathlet noch einmal alles gewinnen, was es zu gewinnen gibt. Bei Strade-Bianche präsentierte er sich zuletzt in überragender Form. Bisher stehen vier Saisonsiege zu Buche. Die "Primavera" könnte sein Fünfter werden und der Auftakt zu einem glanzvollem Ende seiner Karriere. Sein Vorteil: Die Erfahrung und Gelassenheit: "Es ist das letzte Mal. Ich bin gelassen, habe Freude", verriet der 34-Jährige dem SID.

Michael Matthews (Team Orica-GreenEDGE): Der Australier zeigte sich zuletzt bei Paris-Nizza in beste Verfassung. Letzter Jahr wurde er Dritter. In diesem Jahr brennt er auf den Sieg. Kommt eine große Gruppe auf die Zielgerade, steigen seine Chancen im Sprint.

Greg van Avermaet (Team BMC): Der Belgier Van Avermaet (BMC) holte sich in einem Herzschlagfinale bei Tirreno-Adriatico den Sieg. Das zeigt, in welcher herausragenden Verfassung der Belgier derzeit ist.

Die Deutschen: Nach John Degenkolbs Ausfall ruhen die Hoffnungen seines Giant-Alpecin-Teams auf Simon Geschke, zumal auch Tom Dumoulin aufgrund einer Grippe seinen Start absagen musste. Doch für einen Sieg wird es für Geschke wohl nicht reichen. Für eine gute Platzierung unter den Top-15 schon eher.

Gibt es Live-Bilder im deutschen TV?

Klare Antwort: Nein! Deutsche Klassiker-Fans schauen in die Röhre! Von Mailand-Sanremo wird es keine Live-Bilder im deutschen Free-TV geben. Eurosport zeigt Moto-GP. Das ZDF sendet nach dem großen Wintersport-Samstag eine Folge Forsthaus Falkenau aus 2010. Konservenkost statt Liveübertragung. Immerhin zeigt Eurosport ab 19:15 Uhr eine einstündige Zusammenfassung des Rennens.

Quelle: 

Redaktion RennRad (Götz); Fotos: Cor Vos

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