aktiv Radfahren Bike Sport News
Dienstag, 22.05.2012 10:34 Uhr
Artikel lesen
 

22.03.2010 | 11:19 h

0 Kommentare bisher  
 

Redaktion:

Michael König

 
 
 

Reise, Top News 1

 

172 Kilometer, 5294 Höhenmeter: Alpine Erfahrungen beim Alpenbrevet

Die »Cycling Tour Gold« im Rahmen des »Alpenbrevet« in der Schweiz ist weltweit einer der härtesten Radmarathons. RennRad hat sich 2009 die Mühe gemacht und den Riesen bezwungen.

Beim der »Cycling Tour Gold« des »Alpenbrevet« warten 172 Kilometer und 5294 Höhenmeter auf sie.

Die »Tremola«, die Zitterstraße.

Am ersten Anstieg gibt es noch größere Gruppen, die Stimmung ist gut.

Das Alpenbrevet bietet rasante Abfahrten. Unvergesslich: der Kopsteinpflasteranstieg über die »Tremola«.

Bereits nach wenigen Höhenmetern reißt das Feld auseinander.

Die Nordseiten der Gebirgshänge sind auch im August schneebedeckt.

Die schroffen Gipfel der Walliser Alpen, schneebedeckte Hänge von Zinggenstock (2915 m) oder Finsteraarhorn (4274 m), dazwischen blassgrün in tiefem Schlaf der See. Das Szenario wirkt ursprünglich, uralt und unveränderbar. Die Gelassenheit, die die Landschaft sendet, wirkt tief im Innern. Immer wieder schweift mein Blick durch das Bild und lässt mich die Strapazen fast vergessen.


Und dann doch: zwischen zwei Bergriesen schiebt sich die schmal gewordene Straße schlussendlich über den ersten Kulminationspunkt des Tages, der Grimsel ist bezwungen.

5 Grad – wenn überhaupt! – und die Luft zum Schneiden feucht, nehme ich an der ersten Verpflegungsstation eine heiße Kraftbrühe in Empfang, stopfe mir zwei Energieriegel unter die Hosenbeine und mich selbst in meine Regenjacke. Rappzapp, werden aus ehemals 12 km/h Würgetritt, 90 Sachen Geschwindigkeitsrausch. 800 Höhenmeter und 17 Kilometer lang nimmt das D-Zug-Tempo kein Ende. Ein grandioser Spaß nicht zuletzt deswegen, weil eine Abfahrt a) nach Strapazen irgendwie einfach glücklich macht und b) die Temperatur auf dem Weg zu Talsohle in einer Höhe von 1346 Metern in Ulrichen nach und nach fast schon kuschelige 15 Grad erreicht.

Wer eine Reise tut, der hat was zu erzählen

1964 ist es geschafft, ein ehrgeiziges Projekt findet sein Ende, die höchste Passstraße in der Schweiz wird eröffnet. Von Ulrichen im Kanton Wallis bis nach Airolo im Bedretto-Tal im Kanton Tessin räkelt sich über 37 Kilometern eine 45 Jahre alte »Dame« entlang des Gotthardmassivs, um in 2478 Metern Höhe auf dem Nufenen den luftigen Rekord aufzustellen. Klarer Fall, wer hier einmal oben war, der gehört dazu, der kann den Rennradkumpels zu Hause was erzählen.

Die Piloten des Alpenbrevets nähern sich im Auslauf der Abfahrt vom Grimsel rasant dem westlichen, dem deutlich kürzeren Anstieg auf den Nufenen. Von Ulrichen sind es »nur« 13,5 Kilometer, ­»schwupps« ist man in sauerstoffarmen Regionen angekommen.

(Quelle: RennRad 11/12 2009)

<- Zurück zu: Reise

0 Kommentare bisher
Diesen Artikel bookmarken:Mister WongYiggItLinkaARENAgoogle.comFolkdoneviewWikio
TopNews
Weitere Artikel
Reise, News

Kostenlose iPhone-App

(22.03.11)

Mein Teuto

mehr lesen
Reise, News

Mallorca 312

(28.02.11)

Zweite Internationale Tour für Rad-Enthusiasten

mehr lesen
Reise, Top News 1

1st Singelspeed & Fixie Week

(19.01.11)

Es ist soweit, der Trend des "Eingang-Fahrens" hält auf Mallorca Einzug. Vom 07.05.2011 bis zum 14.05.2011 werden Räder ohne Schaltung den alt...

mehr lesen
Reise, Top News 2

Jedermannnrennen in der Hölle des Nordens bezwingen

(03.11.10)

Rund um die geschichtsträchtigen Monumente des Radsports Ronde van Vlaanderen und Paris-Roubaix veranstaltet RennRad in Kooperation mit dem...

mehr lesen
Reise, Top News 1

Tour de France der Karibik auf Tobago

(17.08.10)

Die Karibikinsel Tobago ist vom 28. September bis zum 03. Oktober 2010 Austragungsort der „Tobago International Cycling Classic 2010“, einer der...

mehr lesen
Reise, Top News 1

Sölden: Trainingswoche inklusive »Ötzi«-Startplatzgarantie

(26.05.10)

Das Hotel Alpina**** im Zentrum von Sölden, Mitglied bei »Roadbike Holidays«, verwöhnt nicht nur mit ausgezeichneter Küche und einer tollen...

mehr lesen
Artikel kommentieren
0 Kommentare bisher
Zu diesem Artikel sind noch keine Kommentare vorhanden.
Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe
6/2012

 



 

 

Jetzt im Handel
oder gleich im
MINIABO
bestellen