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22.03.2010 | 11:19 h |
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Redaktion: Michael König |
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Reise, Top News 1 |
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172 Kilometer, 5294 Höhenmeter: Alpine Erfahrungen beim Alpenbrevet |
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Die »Cycling Tour Gold« im Rahmen des »Alpenbrevet« in der Schweiz ist weltweit einer der härtesten Radmarathons. RennRad hat sich 2009 die Mühe gemacht und den Riesen bezwungen. |
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Es hilft nicht, ich schnappe meine Maschine und rolle bergab hinein ins Wolkenmeer. Mit eiskalten Händen versuche ich, immer hin- und hergerissen zwischen vorsichtiger Fahrweise und dem Wunsch, schnell die warme Talsohle zu erreichen, die Geschwindigkeit zu dosieren. Mit jedem Meter in Richtung Airolo wurde die Sicht schlechter, der Nebel undurchdringlicher. Obwohl es nur leicht nieselt, ist die Straße nass, meine Kleidung völlig durchfeuchtet. Die Sicht ist viel zu schlecht und die Straße viel zu glitschig, als dass man mit Vollgas in die Kurven steuern könnte. Ich muss immer wieder Tempo reduzieren, um mit genügend Sicherheitsreserven durch das »Dickicht« zu steuern. Mit zirka 30 km/h krieche ich auf einer Abfahrt ins Tal, auf der sicher 80 km/h und mehr möglich sind. »Piep!« Ich bin gezeichnet, als ich nach der Abfahrt am Bahnhof in Airolo über den zweiten Zeitnahmeteppich rolle. 86,3 Kilometer habe ich inzwischen zurückgelegt, 4:00:12 Stunden sind inzwischen vergangen, und vor allem das garstige Wetter hat mir Zähne gezogen: Die Beine sind schwer, die Muskeln kalt, der Blick müde. Am Tresen der dritten Verpflegung sehe ich in meinen Weggefährten mein Spiegelbild. Und trotzdem, jeder hat es eilig. Flinke Hände bedienen sich am reich gedeckten Tischchen, klauben zusammen, was benötigt wird. Energieriegel stehen inzwischen ganz weit vorne auf der Liste, gesprochen wird hier nur noch wenig. Und Erinnerungen hätte der Gotthardpass sicher einige zu schildern. |
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(Quelle: RennRad 11/12 2009) |
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