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Trainingslager-Domizile: Gran Canaria

05.08.2017

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Trainingslager-Domizile: Gran Canaria

Ob Urlaub oder Trainingslager – das Frühjahr ist die Zeit für Reisen. Training, Erlebnisse, Kultur, Natur: Wir haben Vorschläge. Mallorca und mehr.

 

Während die Straßen von Teneriffa meist an den endlosen Hängen des Teide-Massivs entlang bergauf führen, durchziehen Gran Canaria lange Täler und ein Hochplateau mit einem stetigen Wechsel von auf und ab. Im krassen Gegensatz dazu steht Lanzarote als vermeintlich flachste Insel, auf der man kilometerlange, geradausführende Straßen befährt und starken Winden ausgesetzt ist. 

Berge, Sommer, Meer

Ein stetiges hoch und runter, knackige Anstiege, gesäumt von Palmen und traumhaften Ausblicken – so könnte man Gran Canaria aus Radfahrersicht kurzum beschreiben: Die drittgrößte Insel der Kanaren ist, wie Teneriffa, etwas für die Kletterer. Im Gegensatz zu den endlosen gleichmäßigen Steigungen Teneriffas zeichnet sich Gran Canaria durch seine Vielseitigkeit in gleich mehreren Hinsichten aus. Auf der kreisrunden Insel zählt man 14 verschiedene Mikroklimazonen, in denen Fauna und Flora unterschiedlicher nicht sein können. Im Norden durchfährt man dichte Wälder. Nicht selten hängt dabei ein angenehm kühlender Nebel in der Luft. Im Gegensatz dazu steht der karge Süden der Insel. Tiefe Täler, die Barancos, durchziehen trockene und felsige Landschaften. Die hohen Hänge der Barancos reichen stellenweise bis zur Küste, fallen hier steil in den Atlantik ab und trennen die kleinen Hafenstädtchen voneinander. Hinauf zur Inselmittel und abseits des üblichen Strandtourismus schlängeln sich unzählige gut ausgebaute Straßen nach oben. Mit Sicherheit einer der schönsten Anstiege der Insel – wenn nicht kanarenweit – findet sich im Tal von Mogan. Hier schlängelt sich die Straße an gleich fünf verschiedenen Talhängen in Serpentinen hinauf zur Inselmitte und Richtung Pico de Las Nieves. Hat man die Talauffahrten hinter sich gelassen, erreicht man das Hochplateau der Inselmitte. Ab hier folgt ein stetiges auf und ab, entlang der verschiedenen Naturparks. Die Inselmitte wird jedoch überragt vom Pico de las Nieves. Der Gipfel des erloschenen Vulkans, zugleich höchster Punkt Gran Canarias, liegt auf 1949 Metern und kann fast vollständig erfahren werden. Von hier aus hat man einen Blick auf den Roque Nublo, das Wahrzeichen Gran Canarias, und bei guter Sicht sogar auf den Pico del Teide auf Teneriffa (mehr dazu ab Seite 120). //

 

Die Insel

Wenn in Mitteleuropa die Radsaison zu Ende geht, geht sie auf den Kanaren erst richtig los. Die Inselgruppe vor der Westküste Afrikas bietet fast ganzjährig sommerliche Temperaturen. Doch keine der sieben Hauptinseln gleicht der anderen, jede hat ihr ganz eigenes Gesicht. Gran Canaria ist die drittgrößte der Inseln – und eine der abwechslungsreichsten. Etliche versteckte Berge und Täler machen das Sammeln sehr vieler Höhenmeter möglich. 

 

Tourentipps

  • Tour 1: 100 KM, 2400 HM

Maspalomas – Puerto Rico – Puerto De Mogan – Mogan – Ayacata – La Plata – San Bartolomé de Tirajana – Fataga – Arteara – Maspalomas

  • Tour 2: 110 KM, 2800 HM

Maspalomas – Arteara – Fataga – San Bartolomé de Tirajana – La Plata – Ayacata – Pico de las Nieves – Caldera de los Marteles – El Sequero – Agüimes – Vecindario – San Agustín – Maspalomas

 

Geheimtipp

  • Casa Fernando, Soria 

Tolle Atmosphäre und beliebt unter Radfahrern. Besonders zu empfehlen: der Mango-Papaya-Saft. 

Lugar Soria, 24, 
35128 Soria, Las Palmas

 

Hotelempfehlung

  • 4-Sterne-Hotel Gloria Palace Amadores Thalasso Calle La Palma, 2 

35139 Puerto Rico, Gran Canaria

www.gloriapalaceth.com/de

 

 

 

Quelle: 

Text: Jonas Leefmann; Fotos: S. Lorence, C. Vos, Fotolia, Polartec

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