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Während am Freitag ab 18 Uhr nonstop insgesamt drei Vorläufe über je 30 km rollen, wird der Finaltag am Samstag vom Rundenglöckner punkt 15 Uhr eingeläutet. Dem Kleinen Finale über 30 km folgt schließlich der große Meisterschaftslauf über eine Stunde.
Unter den 23 Gespannen aus acht Bundesländern sind mit dem zweifachen Europameister Timo Scholz (38) aus Leipzig und seinem Schrittmacher Karsten Podlesch sowie dem Nürnberger Titelverteidiger Mario Vonhof (35) hinter Dieter Durst sicher die eindeutigen Favoriten gegeben.
Spannend bleibt die Frage, ob sich die erfolgreichen Routiniers einmal mehr des Ansturms der Jüngeren erwehren können. Dazu zählt mit seinen 34 Jahren der für den PSV 1893 Forst/L. startende Marcel Möbus, der im Vorjahr Vierter wurde und hinter Schrittmacher Helmut Baur in diesem Jahr bereits viele große Rennen fuhr.
Gespannt darf man auch auf Erfurts jüngsten Lokalmatador Philipp Klein sein. Der 22-jährige Rennfahrer vom Thüringer Energie Team hat sein erstes „Lehrjahr“ als Steher gut verarbeitet, sich unter Jörg Werners Leitung bei harten Rundfahrten gründlich vorbereitet und sich mit seinem Schrittmacher Gerd Gessler auf viele Temporunden im Andreasried eingeschworen.
Jüngster Starter ist mit 19 Lenzen Christoph Schübbe vom RC Sturm Hombruch. Vom Alter her könnte der Rheinländer durchaus der Sohn des ältesten Stehers dieser Titelkämpfe sein: Der Leipziger Thomas Heeger übertrifft mit seinen 49 Jahren den Berliner Thorsten Riedel von den Zehlendorfer Eichhörnchen noch um drei Jahre.
Das erste Steherrennen im Andreasried fand übrigens vor 111 Jahren – am 21. Mai 1899 - auf einer 500-Meter-Piste statt, war 10 km lang und wurde von dem Franzosen Borquillon gewonnen. 1944 holte sich die Steherlegende Walter Lohmann auf dem 1925 errichteten 454-Meter-Zementoval den Meistertitel im 100-km-Finale (!) der Berufsdauerfahrer.
Auf der alten „Zementschleuder“ im Erfurter Norden wurden vier weitere nationale Stehermeisterschaften ausgetragen.
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