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02.08.2010 | 13:48 h

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Redaktion:

Sebastian Böhm

 
 
 

Test & Technik

 

Schlauchreifen auf dem Prüfstand

Carbonlaufräder sind Trend – und viele Hersteller bieten nur Schlauchreifenmodelle an. Nur ein Grund, weshalb wir die wichtigsten Schlauchreifen für Training und Wettkampf näher unter die Lupe genommen haben. RennRad sagt Ihnen, worauf Sie bei der Reifenwahl achten müssen.

Rollwiderstand, Durchstichfestigkeit und Lufthaltevermögen im Überblick

Die Testdaten in der Übersicht.

Die Testdaten in der Übersicht.

Die Testdaten in der Übersicht.

Die Testdaten in der Übersicht.

Die Testdaten in der Übersicht.

Betrachten Sie es als psychologischen Trainingshelfer: Auf den schnellen Laufradsatz umgestiegen, fühlen Sie sich im Rennen gleich deutlich schneller. Schlauchreifen sind durch die aufwändige Fertigung meist um einiges, wenn nicht ein Vielfaches teurer als ein normaler Drahtreifen. Gemessen am höheren Aufwand bei der Fertigung sind manche Preise aber nachvollziehbar. Auf der anderen Seite zeigen exzellente Reifen wie der Schwalbe Montello Continental Sprinter, Tufo S33Pro und der Vittoria Rally, dass auch günstige Reifen eine hervorragende Performance abliefern können.

Testprozedere: Rollwiderstand und Pannensicherheit

Um genaue Daten zu Rollwiderstand und Pannensicherheit zu bekommen, sind wir zu Continental nach Korbach gefahren und haben unsere Kandidaten auf dem Prüfstand selbst getestet. Dabei wird der Reifen auf ein Standardlaufrad (hier Shimano 105-Naben, DT Champion-Speichen, Ambrosio Formula 20-Felgen) aufgezogen. In der Testmaschine eingespannt, wirken über den Hebel 50 Kilogramm auf den Reifen. Auf eine Geschwindigkeit von 30km/h gebracht, wird der Leistungsverlust am Elektromotor gemessen, den dieser zum Nachregeln auf die ursprüngliche Geschwindigkeit benötigt – das ergibt den effektiven Wert für den Rollwiderstand.
Für den Sticheltest wird das Laufrad fest in die Apparatur eingespannt. Ein genormter Dorn, der an einer Kraftmessdose angebracht ist, wird hydraulisch millimeterweise abgesenkt und misst die aufgewendete Kraft auf den Reifen, bis
der Dorn den Schlauch durchbohrt hat.

Lufthaltevermögen, Gewicht und Breite

Zur Überprüfung des Lufthaltevermögen wurde jeder Reifen auf 9 Bar aufgepumpt und blieb anschließend drei Stunden liegen, um bei einer erneuten Prüfung eventuelle Toleranzen ausmerzen zu können. Nun lagerten die Reifen gemeinsam 65 Stunden bei Zimmertemperatur.
Der anschließend gemessene Wert gibt Auskunft über die Porosität von Schlauch und Karkasse, die im Extremfall über Freud oder Leid entscheiden kann – aber nicht muss. Die Breite der Reifen haben wir nachgemessen, um eventuelle Unterschiede zum angegebenen Herstellerwert zu untersuchen. Eine größere
Breite und der dadurch größere Reifendurchmesser könnten theoretisch zu einem kleinen Komfortvorteil verhelfen. Bei einem Reifendruck von 9–10 Bar sollte er aber unserer Meinung nach in der Praxis kaum zu spüren sein.
Das Gewicht wird gemessen, um darzustellen, welcher Hersteller das Bestmögliche aus seinem Reifen in Verbindung mit den jeweiligen anderen Testdaten herausgeholt hat.

(Quelle: RennRad Mai 2008)

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