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13.06.2010 | 16:11 h

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Redaktion:

Michael König

 
 
 

Test & Technik, Top News 1

 

Test Ride: Simplon Serum für 5569 Euro

Bereits das Pavo war ein Meisterstück, mit dem Simplon einen Meilenstein gelegt hat. Das Serum geht weiter, mit Siebenmeilenstiefeln!

Simplon Serum, © RennRad

Der im Lieferumfang enthaltene Klemmschutz für das ovale Sitzrohr, muss bei einer Montage im Ständer unbedingt verwendet werden.

Der Komfort-Knick beim Serum.

Das Datenblatt des Serum wie getestet. * Der Bewertung des Rahmens liegen subjektive Eindrücke zu Grunde, die gemessenen Laborwerte fließen nicht in die Bewertung ein.

Ersteres sind hochmodule Kohlefasern des asiatischen Spezialisten »Toray«, bei deren Prepregs auf Lösungsmittel im Epoxydharz verzichtet wird. Durch das Hotmelt-Verfahren für die Prepreg-Herstellung und Nanopartikel in der Harzmatrix erreicht Simplon nach eigenem Bekunden »nochmals bessere Festigkeitswerte.« Die Fertigungstechnik soll die Vorteile aus Monocoquebauweise (Unterrohr, Steuerohr, Oberohr/Unterrohr, Tretlagergehäuse), Muffentechnik (Sitzrohr, Tretlagergehäuse) und Rohr-zu-Rohr-Verbund (Oberohr, Sitzrohr) im Serum vereinen.

Für das Serum hat Simplon eine neue Gabel entwickelt und somit dem integrativen Gedanken auch in der Front Nachdruck verliehen. Der »tapered« Gabelschaft verfügt im unteren Bereich über einen größeren Durchmesser, was Stabilität und Lenkpräzision erhöhen soll. Genau wie beim Rahmen setzt Simplon vom Gabelschaft bis zu den Ausfallenden auf Hotmelt-Hochmodul-Kohlefasern, die das Gewicht der Gabel bei einer Schaftlänge von 200 Millimetern auf 295 Gramm senken.
Es ist Zeit aufzusitzen.

Let's ride!

Und die erste Überraschung zu erleben: Bei einer 52er-Rahmenhöhe verschafft Simplon dank eines 540 Millimeter langen Oberrohrs samt 125 Millimeter langem Vorbau dem Serum ordentlich Länge – auch für einen 1,80 Meter großen Fahrer. Mit Blick auf ein 135 Millimeter kurzes Steuerrohr nimmt man in sportlicher Position auf einem sehr agilen und lebendigen Rad Platz. Bei einem Kampfgewicht von 5,97 Kilo samt kompaktem Rahmendreieck und sportiver Sitzposition sorgt das Serum so für grandiosen Fahrspaß.

Die Steuereinheit lässt sich präzise anlenken, das Rad läuft sagenhaft sicher – auch bei rasanten Tempi. Und die erreicht man auf Basis einer sensationellen Beschleunigung. Niedriges Gesamtgewicht, superleichte Laufräder, hochstabile Tretlagereinheit, Simplon Serum, ein Düsenjet! Nur für Kampfpiloten? Nein, dank »geknicktem« Sitzrohr schweben Sie mit dem Serum in bisher unbekannten Komfortwelten.


Fazit:

Grandios, sagenhaft, sensationell! Drei Adjektive, auf die wir im Testbericht nicht verzichten konnten, beschreiben das Rad in ihrer Kürze bestens. Simplon reiht sich mit dem Serum problemlos unter die Big Player im Bike Business ein, ist final sogar einen Knick innovativer als manch andere!

(Quelle: RennRad 11/12 2009)

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