Test & Technik

Neuheit: Falkenjagd Titan Sonderedition

Falkenjagd Titan Rennrad

Titanräder sind immer etwas Besonderes. Das Falkenjagd Aristos RS wird noch einmal besonderer. Es erscheint nun auch in der "Spartakiada Edition". Das Rad wird es entweder als Rahmenkit geben oder auf Wunsch als Komplettrad mit der neuen Campa RS 2015. Das Gewicht in Grösse „L“ liegt exakt bei 6,68 Kilogramm (in Größe M beträgt das Gewicht 6,5 Kilogramm). Der Preis: 5.678 Euro.

Rohrsatz:

Das Aristos RS ("RS" in der Modellbeschreibung steht für "Rennsport") soll durch auf gute Dämpfungseigenschaften und sehr gute Steifigkeitswerte im Tretlager- sowie Steuerrohrbereich auszeichnen. Das Oberrohr verläuft kegelförmig, das Unterrohr ist dreifach konifiziert. Dies soll die Krafteinleitung in den Rahmen optimieren. Die Sattelstreben sind querovalisiert, die Kettenstreben wurden sowohl  quer- als auch hochovalisiert. Die Oberfläche des Rahmens ist sandgestrahlt mit hellen, handgebürsteten Schriftzügen.

Das Spartakiada-Rennen:
Nach Herodots Überlieferung eilte im Jahr 490 v. Chr. der Läufer Phidippides von Athen nach Sparta, um Verstärkung aus dem Peleponnes gegen die eindringende Armee des persischen Großkönigs Dareios I. zu ersuchen. Er erreichte König Leonidas von Sparta in sagenhaften 2 Tagen. Obwohl Leonidas bei der Entsendung seiner Spartiaten zögerte, gewannen die Athener in der berühmten Schlacht von Marathon. Was viele der Sage nach nicht wissen: Erst der tragischer Lauf von Marathon zurück nach Athen, um den siegreichen Ausgang der Schlacht zu verkünden, bei dem Phidippides an Erschöpfung auf dem Areopag (ein 115 Meter hoher Felsen mitten in Athen) verstarb, brachte Phidippides seinen noch heute legendären Rum ein, obwohl eigentlich seinem Jahrhundertlauf nach Sparta diese Ehre gebühren müsste. Leonidas selbst wird erst zehn Jahre später bei dem Versuch Xerxes I. ganz Griechenland unter persische Herrschaft zu bringen, durch seinen Tod in die Geschichte eingehen. Der Spartanerkönig und seine 300 Hopliten hielten in der entscheidenden Schlacht bei den Thermopylen (480 v. Chr.) das riesige persische Heer in dem Engpass so lange auf, bis die Griechen ihre Verteidigung neu organisiert hatten.


Heute:
Seit dem Jahr 1988 finden in Griechenland zu Ehren von Phidippides und Leonidas 2 legendäre Veranstaltungen statt: der Spartathlon, ein Ultra-Marathon, und die Spartakiada, eine Cycling Challenge. Beide Veranstaltungen folgen der sogenannten "Phidippides-Route" so getreu wie möglich von Athen nach Sparta. Die Route ist knapp 270km lang und beinhaltet ca. 3.900Hm. Dabei wird die Strecke mit dem Rennrad z. T. unter 8 Stunden bewältigt (Zeitlimit 12 Stunden), zu Fuß in weniger wie zwei Tagen. Jedes Jahr am ersten Samstag im Oktober findet das Brevet teil. Der Startschuss fällt um 6:00 Uhr im Olympia-Stadion von Athen. Teilnahmeberechtigt ist jeder, der die erfolgreiche Teilnahme eines 200er, 300er und 400er Brevets vorweisen kann. Die ersten 75 Kilometer von Athen bis zum Isthmus von Korinth, der einzigen Landverbindung zwischen der Halbinsel Peloponnes und dem übrigen griechischen Festland wird in der Gruppe gemeinsam mit ca. einem 28er Schnitt bei flachem Streckenverlauf gefahren, im bergigen Hinterland muss jeder seinen eigenen Rhythmus finden. An drei zu passierenden Checkpoints gibt es Verpflegung und Getränke. Die Teilnahme ist auf 300 Teilnehmer beschränkt, in Anlehnung an die unbeugsamen 300 Spartiaten des Spartanerkönigs Leonidas. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht, der älteste Teilnehmer und Finisher war im vergangenen Jahr ein 75jähriger Kretaner. 


Übrigens:
Hat man in einem Jahr einen 200, 300, 400 und 600km Brevet gefahren, ist man ein sog. "SuperRandonneur". Den Super Randonneur benötigt man als Qualifikation für das wohl älteste Langstrecken-Radrennen der Welt: Paris-Brest-Paris.

Quelle: 

Foto: Amann / Hersteller

Themen, die Sie interessieren könnten