Test & Technik

Rennrad Test: Falkenjagd Aristos RS Disc

23.10.2015

Die Disc-Version des Aristos RS ist eine komplette Neuentwicklung der bayerischen Titanschmiede Falkenjagd. Am Aristos RS ist eine Sram Red Gruppe mit Scheibenbremsen und Steckachsen verbaut. Auch die Carbonfelgen sind eine Neuentwicklung, zusammen mit Tune. Die Schweißnähte am Titanrahmen sind nicht verschliffen, hier erkennt man hohe Handwerkskunst – sie sind überaus fein und gleichmäßig. Nur die außen verlaufenden Bremszüge könnten Ästheten stören. Zweckmäßig ist das Ganze aber, denn die Scheibenbremsen zeigten eine gute Performance, auch bei nassen Bedingungen war die Bremspower sehr hoch. Rahmen und Gabel wurden an den entscheidenden Stellen sinnvoll verstärkt, es war kein Flattern, keine Verwindung festzustellen. Generell ist die Rahmensteifigkeit des Falkenjagd, auch im Tretlagerbereich, auf einem für einen Titanrahmen sehr guten Niveau. Die Sitzposition ist aufrecht, eher auf Langstreckenfahrer und Komfort ausgerichtet. Dennoch kann man das Falkenjagd sehr sportlich bewegen. Der Geradeauslauf ist eine Stärke. Auch im Bereich Komfort kann das Rahmenset punkten. Es federt leichte Vibrationen gut ab. Die große Stärke liegt jedoch in der Steifigkeit, die das Aristos RS absolut renntauglich macht. Dafür sorgt auch die Ausstattung mit dem angenehmen Selle Italia SLR Satteln, den Continental Grand Prix 4000 Reifen und den Tune Laufrädern. Die Airways sind sehr leicht und steif - eine Kombination, die sich auszahlt.

 

Preis: 6.789 Euro
Fazit: Sehr steifer Rahmen, ausgewogene Sitzposition

Quelle: 

Foto: Jürgen Amann

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