Test & Technik

RennRad-Test - Lapierre Sensium 200 CP

Das Lapierre Sensium 200 CP.

In unserem Nachbarland Frankreich herrscht nicht ganz so viel Hektik wie bei uns, sagt man. Das  Lapierre Sensium 200 CP entspricht ein wenig diesem Klischee: Es ist für lange Strecken ausgelegt. Es ist kein Sprinter und will auch keiner sein. Muss es auch nicht, denn das, was es machen soll, macht es gut. Der Carbonrahmen ist schick lackiert und dämpft auf der Straße alle Unebenheiten gut ab. Die Gabel ist ebenfalls aus Carbon und harmoniert sehr gut mit dem kompletten Rad, lenkt schnell ein und ermöglicht einen ruhigen Geradeauslauf.
Bei Antritten und Sprints dürfte das Sensium ein bisschen agiler sein. Abhilfe könnten hier etwas leichtere Laufräder schaffen. Ansonsten rollen die Shimano WHR 501-Laufräder in Kombination mit den 25 Millimeter breiten Michelin-Reifen sehr gut. Die Reifen bringen zusätzlichen Komfort.
Eine Besonderheit bei Lapierre ist, dass die Räder nicht nur in Frankreich entwickelt, sondern dort auch montiert werden. Für die komplette Montage jedes Rades ist dabei immer ein Mechaniker verantwortlich. Ist das Rad fertig, setzt er seine Unterschrift und steht damit für seine Arbeit gerade. Das schafft zum einen einen persönlichen Bezug zur Firma, zum anderen bringt es den französischen Flair gleich mit über die Grenze. So lernen auch wir, ein bisschen zu entschleunigen und am Feierabend eine Genussrunde mit dem Sensium zu fahren.

 

Teile

Rahmen: Carbon
Größe: 46, 49, 52, 55, 58
Gabel: Vollcarbon
Steuersatz: FSA
Schaltgruppe: Shimano 105
Laufräder: Shimano WHR 501
Reifen: Michelin Dynamic Sport, 25 mm
Lenker/Vorbau: Ritchey Comp Curve/Ritchey 4 Axis
Stütze: Ritchey 2 Bolts WTD, 27,2 mm
Sattel: Selle Italia X1

Preis: 1599 Euro

Gewicht: 8,35 (RH 49)

Fazit: Für genussvolle Langstrecken.

Quelle: 

Foto: Jürgen Amann

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