Test & Technik

Rennrad Test: Sechs Renner aus Italien - Klassiker

02.04.2017

 

Rennrad Test: Sechs Renner aus Italien- Klassiker

Sie bieten mehr als große Namen, mehr als nur Tradition und Emotion: aktuelle Rennräder aus Italien. Sechs Renner aller Preisklassen im Test

Bei der Zusammenstellung unseres Testfeldes wollten wir Tradition und Moderne vereinen, Ästhetik und Funktion. Deshalb ist etwa ein klassisches Stahlrad der Traditionsmarke De Rosa dabei - aber auch hochmoderne Rennräder wie das wuchtige Bottecchia mit seiner alles anderen als zurückhaltenden Optik und seinen Scheibenbremsen. Doch auch am De Rosa selbst kommt aktuellste Technik zum Einsatz - die Kombination aus dem hochwertigen schlanken Rahmen aus filigranen Stahlrohren und hochprofiligen Carbonlaufrädern sorgte auf der Straße für viele anerkennende Blicke - doch beides überzeugte nicht nur optisch, sondern auch funktional. Die Bremskraft und Dosierbarkeit war auf gutem Niveau. Sehr modern und mit einer extrem cleanen Optik kommt das Basso daher. Die Geometrie ist dagegen eher klassisch, italienisch. Dies ist generell in diesem Testfeld auffällig: Der Trend der komfortorientierten Rennräder ist hier nicht so ausgeprägt wie in anderen Tests. Die Renner aus Italien sind fast alle mit lange gängigen Geometrien aufgebaut, das heißt: Man sitzt in der Regel sportlich auf dem Rad. Der Oberkörper ist eher gestreckt, da das Oberrohr eher lang, das Steuerrohr eher kurz ist. Daher kann man auf diesen Rädern sehr sportlich unterwegs sein. Das Fahrverhalten ist meist agil und direkt. Zudem ist beim Thema Ausstattung natürlich die hohe Campagnolo-Dichte auffällig - „Campa“ hat eine lange Tradition, ist aber bei der Erstausstattung der meisten Räder eher selten geworden. Unsere Tester kamen sehr gut mit den Campa-Gruppen zurecht, vor allem die Bremsen und die Ergonomie der Ergopower-Bremsschalthebel konnte überzeugen. Das galt auch für die Campa-Neuentwicklung Potenza, die als Gruppe vor allem der dominierenden Shimano Ultegra Konkurrenz machen soll. Die Funktion und Wertigkeit der neuen Gruppe machten in diesem Test einen sehr guten Eindruck. Eine Schwäche, die wir bei einigen Testrädern feststellen mussten, war das recht hohe Gewicht. Hier besteht teilweise noch Verbesserungspotenzial. In Sachen Optik, Emotion, Fahrgefühl wurden alle Räder den Erwartungen - beziehungsweise dem Italien-Klischee gerecht: Sie machten Spaß. //

Quelle: 

Text: David Binnig, Daniel Götz; Bilder: Jürgen Amann, Gideon Heede

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