Im Test: Aero Carbon Lenker von Puncheur Cycling
Aerodynamik, Leichtbau und innovative Ergonomie
in Allgemein
Puncheur Cycling Aero Carbon Lenker im Test
Der Lenker ist neben dem Sattel und den Pedalen eine der drei wichtigsten Schnittstellen zwischen Fahrer und Fahrrad. Seine Form, Breite und Höhe beeinflussen die Sitzposition und damit indirekt die Kraftübertragung sowie die Effizienz beim Pedalieren. Ein unpassender oder falsch eingestellter Lenker kann zu Komforteinbußen, Verspannungen, Fehlbelastungen und Schmerzen führen.
Schmal & Aero
Der „Aero Carbon Lenker“ von Puncheur Cycling aus Hamburg folgt dem Trend hin zu schmaleren, aerodynamisch optimierten Lenkern. Ein schmaleres Cockpit ermöglicht eine kompaktere Arm- und Schulterposition und hilft dabei, die Stirnfläche des Fahrers zu verkleinern.
Das Modell ist in fünf Breiten von 300 bis 380 Millimetern erhältlich. Wir testeten die mittlere Variante mit 340 Millimetern im Oberlenker und 400 Millimetern in den Drops. Damit ist der Lenker auch für UCI-Rennen zugelassen.
Der in mattem Sichtcarbon gehaltene Lenker ist im Oberlenkerbereich abgeflacht, weist eine geringe Bauhöhe auf und besitzt eine ausgeprägte Aero-Form. Eine Besonderheit sind die Vertiefungen am Übergang vom Oberlenker zu den Bremsgriffen, die die Ergonomie verbessern sollen. Im Unterlenker bietet das Modell einen deutlichen Flare, der die Kontrollierbarkeit erhöht. Das Gewicht beträgt in der getesteten Größe 256 Gramm.
Montage
Wir montierten den Lenker an einem Specialized Tarmac SL6 mit teilweise außen verlegten Leitungen. Nicht jedes aktuelle Renn- oder Gravelbike verfügt über eine vollständige Leitungsintegration.
Der Aero Carbon Lenker besitzt ausreichend dimensionierte Öffnungen an der Unterseite, die sowohl die Montage elektronischer als auch mechanischer Schaltgruppen erleichtern. Bei semi- oder vollintegrierten Systemen lässt sich das Modell zudem mit dem hauseigenen Carbon-Vorbau kombinieren, um eine besonders cleane Optik zu erzielen.
Praxis-Eindruck
Bei unserer Testerin reduzierte sich die Lenkerbreite an den Hoods durch den Umbau um 40 Millimeter, während der Reach nahezu identisch blieb. Während der ersten Testkilometer erforderte die schmalere Breite eine kurze Eingewöhnungsphase. Zuvor fuhr die Testerin ein klassisches Rundrohr-Modell.
Der Puncheur-Cycling-Lenker ist deutlich flächiger konstruiert. Die Vertiefungen im Bereich des Griffübergangs bieten eine recht große Auflage für die Handballen und erwiesen sich im Test schnell als äußerst ergonomisch. Sie erleichtern das Einnehmen und vor allem das Halten einer aerodynamisch optimierten Sitzposition erheblich.
Bei Sprints und schnell gefahrenen Wechselkurven profitiert man von den besser verteilten Hebelkräften im Unterlenker sowie der höheren Kontrollierbarkeit und damit verbundenen Sicherheit. Dieser Kompromiss zwischen Aerodynamik und Kontrolle ist dem Hersteller bei der Konstruktion des Lenkers ausgesprochen gut gelungen.
Praktisch: Der mitgelieferte GPS-Halter wird mithilfe verlängerter Vorbauschrauben vor dem Cockpit montiert. Dadurch bleibt der Lenker frei und kann beispielsweise für die Montage einer Frontlampe genutzt werden. Allerdings erfordert die abgeflachte Oberlenkerform spezielle Adapter für entsprechendes Zubehör.
Fazit
Wer auf der Suche nach einem aerodynamischen und zugleich ergonomischen Cockpit ist, findet im Aero Carbon Lenker von Puncheur Cycling ein sinnvolles Upgrade. Besonders die Vertiefungen für die Handballen überzeugen im Trainings- und Langstreckeneinsatz.
Dank der großen Größenauswahl eignet sich der Lenker für viele unterschiedliche Fahrertypen und Anatomien. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist vergleichsweise gut.
| Modell | PUNCHEUR CYCLING Aero Carbon Lenker |
|---|---|
| Maße | 340 x 400 mm |
| Drop / Reach | 128 / 79 mm |
| Gewicht | 256 g |
| Preis | 179 Euro |
Stärken & Schwächen
+ Ergonomie
+ Aerodynamik
+ Breitenauswahl
+ Steifigkeit
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Mehr Informationen zum Aero Carbon Lenker bietet die Hersteller-Website, hier:









