Garmin Experience Days 2025
Garmin Experience Days 2025 – der Erlebnisbericht
in Event
„Erlebe die Welt von Garmin und gehe mit uns auf eine unvergessliche Produkt-Experience.“ Mit dieser Einladung lockte Garmin Anfang Oktober zu den Garmin Experience Days 2025 ins Seegut Zeppelin nach Friedrichshafen. Schon beim Eintreffen war klar: Das großzügige, modern gestaltete Hotel direkt am Bodensee ist mehr als nur ein Veranstaltungsort – es ist ein Ort zum Ankommen, Abschalten und Aktivwerden zugleich.
Zwei Tage lang drehte sich alles um Bewegung, Inspiration und Gemeinschaft. Yoga, Running, Freiwasserschwimmen, Rennradfahren, Mental-Health-Kurse, Sound Healing oder Marine – das Programm war so vielfältig wie die Produktwelt von Garmin selbst. Und überraschend angenehm: Die Geräte spielten nie die Hauptrolle, sondern begleiteten dezent im Hintergrund. Statt klassischer Produktshow standen Erleben, Austausch und persönliche Erfahrung im Mittelpunkt.

Radcomputer & Pedale
Dennoch kam natürlich auch die Technik nicht zu kurz: Am ersten Tag feierte Garmin die Premiere einiger spannender Neuheiten. Vorgestellt wurden der neue Edge 550 und Edge 850, zwei Radcomputer der nächsten Generation, sowie die brandneuen Rally RK/XC 210 Pedale. Produkthighlight bei den Pedalen ist der einfache Wechsel des Leistungsmessers zwischen den verschiedenen Pedalkörpern.
Da so nur ein Sensor für beide Systeme verwendet werden kann, schont das den Geldbeutel und ist Garant für eine zuverlässige Vergleichbarkeit deiner Leistungswerte, egal auf welchem Rad. Für mich, die ständig zwischen Gravel- zum Rennrad wechselt, ein enormer Pluspunkt.

Bei den neuen Garmin Edge 550 und 850 sind einige neue Features verbaut. Zwischen dem Edge 850 mit Premium Ausstattung und dem Edge 550 ist der offensichtlichste Unterschied weiterhin die Verfügbarkeit einer Touchfunktion. Der größte Unterschied der Geräte zu ihren jeweiligen Vorgängermodellen ist das 2,7 Zoll Farb LCD mit sehr hellem, kontrastreichem Bild.
Gewicht & neue Funktionen
Zur 1000er Serie bilden der Edge 850 und der 550 damit weiterhin die kompakteren Formate ihrer Serien. Im Vergleich zum Garmin Edge 830 sind die mit erweiterten Funktionen gespickten Produktneuheiten glatt 30 Gramm schwerer. Dafür spart man sich aber auch eine Klingel. Ein bisschen back-to-basic ist diese integrierte Funktion, aber bei allen Anwesenden sehr beliebt.

Auch ich bin direkt ein Fan, denn wie oft wird einem von Spaziergängern freundlich mit auf den Weg gegeben „Haben Sie denn keine Klingel?“. Um sich mit allen technischen Features zu befassen, muss man sich durchaus ein bisschen Zeit nehmen, gerade, wenn man von einem älteren Modell umsteigt. Zu meinen persönlichen Highlights gehören die Kartenfunktionen.
Routenplanung & Training
Hier kann man sich basierend auf Trendline Popularity Routing einen Rundkurs erstellen lassen, was beispielsweise in unbekannten Gegenden und wenig Zeit für Routenplanung wirklich hilfreich sein kann. Richtig edel sind die Wetterinfos in Echtzeit, die man sich direkt hinter die Navigation legen kann. So hat man die vorherrschende Windrichtung, Temperatur am aktuellen Standort und Zielort immer direkt im Blick.
Präsentiert wurden sie im Rahmen eines authentischen und sehr sympathischen Interviews mit Radprofi Liane Lippert, die Einblicke in ihren Trainingsalltag und ihre Verbindung zur Marke Garmin gab. Auch für sie war die Wetterfunktion ein möglicher Game Changer in den Rennen, um im Feld schneller auf bevorstehende Windkantensituationen reagieren zu können. Eine gelungene Mischung aus Produktinnovation und echter Leidenschaft für den Radsport.

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Besonders spannend fand ich, wie Garmins Leitspruch „Beat Yesterday“ hier greifbar wurde. Meist denkt man an sportliche Leistung – höher, schneller, weiter. Dafür sind Smartwatches, Powermeter oder Schrittzähler schließlich perfekte Werkzeuge. Doch die Experience Days zeigten eine weitere Dimension dieses Mottos: Regeneration, mentale Stärke und bewusste Entschleunigung sind ein ebenso wichtiger Teil des „Besserwerdens“
Eine meiner persönlichen Aha-Erfahrungen hatte ich während des Yogakurses. Nach der Einheit zeigte mir meine Garmin Watch, dass sich meine „Body Battery“ – also mein Energielevel – um einige Prozent erholt hatte. Klingt banal, war es aber nicht.

Als jemand, der ungern stillsitzt und am liebsten jede Minute effizient nutzt, führte dieser kleine Wert auf dem Display mir vor Augen: Auch Erholung lässt sich messen – und sie ist ebenso wertvoll wie ein gelaufener Kilometer oder ein neuer Leistungsrekord auf dem Rad.
Atmosphäre & Ambassadors
Überhaupt war die Atmosphäre während der Garmin Experience Days bemerkenswert. Trotz des professionellen Rahmens fühlte sich nichts nach Marketing an. Stattdessen herrschte ein ehrlicher, sportlich-familiärer Spirit. Instruktor*innen und Ambassadors – darunter bekannte Namen wie Catherine Rossmann oder Flo Neuschwander – leiteten die Sessions mit echter Leidenschaft. Und das Garmin-Team war mittendrin, nicht distanziert – man hatte das Gefühl, gemeinsam auf einer Entdeckungsreise zu sein.

Auch kulinarisch hatte das Event einiges zu bieten. Beim Abendessen wurden Vorspeisen und Desserts im Sharing-Prinzip serviert – wie in einer Tapasbar wanderte Teller für Teller über den Tisch. Ein Konzept, das perfekt zum offenen und gemeinschaftlichen Charakter der Veranstaltung passte.
Begleitet wurde der Abend von einem inspirierenden Gespräch zwischen Moderator Daniel Herzog und Ex-Fußballprofi André Schürrle, der offen über mentale Stärke, Neuanfänge und seinen ganz persönlichen „Beat Yesterday“-Weg sprach.

Selbst beim Frühstück am nächsten Morgen blieb der Spirit lebendig. Durch die freie Platzwahl kam man schnell ins Gespräch – mit Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen: Sportfachhändler, Uhrmacher, Goldschmiede, Elektronikspezialisten. Alle verband die gleiche Begeisterung für Technik, Bewegung und das Streben nach Weiterentwicklung.
Am Ende blieb der Eindruck: Die Garmin Experience Days 2025 waren keine Produktpräsentation, sondern ein Erlebnis. Ein Wochenende, das zeigte, dass Fortschritt nicht nur in Zahlen messbar ist – sondern auch in Momenten, Begegnungen und der Fähigkeit, zwischendurch einfach mal durchzuatmen.
