Alkohol als Leistungshemmer
Alkohol und Radsport: Ist Alkohol wirklich leistungshemmend?

Ist Alkohol tatsächlich leistungshemmend?

Alkohol und Radsport: Ist Alkohol wirklich leistungshemmend?

Dass der Konsum von Alkohol die sportliche Leistung von Radsportlern hemmt, ist eine weit verbreitete Annahme. Aber ist diese auch korrekt?
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Alkohol und sportliche Leistung – dass das nicht unmittelbar zusammenpasst, gilt als logisch. Was passiert, wenn man den Alkohol aber tatsächlich direkt vor dem Radtraining oder -rennen zu sich nimmt?

Forscher der Universität Lausanne in der Schweiz haben dieses eher theoretische Thema untersucht. Das Ergebnis liegt nahe: Schon geringe Mengen Alkohol können die Leistung auf dem Rad unmittelbar und signifikant mindern.

Für die Studie wurde einer Gruppe von 13 trainierenden Radsportlern in einem Blindtest ein alkoholisches Getränk mit Kohlenhydratzusatz oder ein alkoholfreies kohlenhydrathaltiges Getränk verabreicht. Die Mischung enthielt je 0,5 Milligramm Alkohol pro Kilogramm fettfreier Körpermasse des jeweiligen Probanden.

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Alkohol und Leistung: Wie lief die Studie ab?

Nach einer Aufwärmphase mussten sie eine einstündige Zeitfahrsimulation auf dem Rollentrainer absolvieren. In einer weiteren Sitzung wurde der Test wiederholt, sodass alle Probanden den Test einmal nüchtern und einmal unter Alkoholeinfluss durchführten.

Die Teilnehmer erreichten Maximalwerte von 0,26 Promille Alkohol im Blut. Während die Probanden nüchtern durchschnittlich 243 Watt leisteten, schafften sie alkoholisiert nur 233 Watt, was Leistungseinbußen von 3,9 Prozent entspricht.

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Unterschiede beim Leistungstest

Auch nahm die Leistung zum Ende des Tests hin stärker ab. Die absolute Herzfrequenz unterschied sich zwischen den beiden Textvarianten nicht deutlich – in Relation zur Leistung war sie im alkoholisierten Zustand jedoch signifikant höher.

Auch auf die Lactatwerte hatte der Alkohol keinen messbaren Einfluss. Als Grund für die niedrigere Leistung nennen die Forscher die Belastung des Herz-Kreislaufsystems sowie das Mentale: Unter Alkoholeinfluss empfanden die Sportler eine durchweg größere Anstrengung.

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