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Reinigen und konservieren: Wie reinige ich mein Rennrad nach dem Winter?

Wie reinige ich mein Rennrad nach dem Winter richtig?

Reinigen und konservieren: Wie reinige ich mein Rennrad nach dem Winter?

Das Winterrad macht mehr mit als das Sommer-Rennrad: mehr Feuchtigkeit, mehr Schmutz, mehr Salz auf der Straße. Umso wichtiger ist die Pflege am Ende der Winter-Saison. Wir zeigen, wie man das Schlechtwetter-Rad richtig einlagert.
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Rennrad in 9 Schritten gründlich reinigen und pflegen

1.Das Rad sicher aufstellen. Am besten an einer Hängevorrichtung oder in einem Montageständer. Mit einem Wasserschlauch wird das Rad umfassend vorgereinigt und befeuchtet.

Achtung: Der Wasserstrahl sollte nicht direkt auf Lager gerichtet und der Druck nicht zu hoch sein, da sonst schützendes Fett aus den Lagern gepresst werden kann.

2. Anschließend besprüht man alle Teile mit einem Reinigungsmittel – idealerweise ein spezieller Fahrradreiniger, der Schlamm, Staub und Fett gleichermaßen löst, ohne das Material zu beschädigen. Einige Minuten einwirken lassen und dann hartnäckige Stellen überall gründlich mit einem weichen Schwamm nachreinigen. Den Antrieb zusätzlich mit einer Bürste reinigen.

3. Nachdem Schmutz und Rückstände des Reinigungsmittels mit Wasser abgewaschen sind, wird das Rad sehr gründlich getrocknet. Damit vermeidet man zum einen Kalkflecken, vor allem aber Rost. Am besten geht das mit einem saugfähigen, weichen Tuch oder Papier. Keine groben Fasern verwenden. Diese können den Lack beschädigen.

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Fahrrad-Pflege nach dem Winter: Kette und Sattel

4. Kette und Antrieb benötigen besondere Pflege. Zuerst die Kette großzügig neu ölen, dann mit einem fusselfreien, robusten Lappen abwischen. Mit dem Öl werden Schmutzpartikel abgetragen, das übrige Öl (bzw. Trockenschmierstoff) verdrängt Feuchtigkeit und schützt vor Rost. Die Kette per Kettenlehre auf Verschleiß prüfen – und eventuell eine neue montieren.

5. Auch die anderen Antriebs-Teile müssen gereinigt werden. Denn wie die Kette verschleißen auch sie im Winter besonders schnell. Gerade die Kassette ist zudem anfällig für Rost: Deshalb sollte man sie nach dem Waschvorgang gut trocknen und großzügig ölen. Anschließend auf das kleinste Ritzel und das kleinste Blatt schalten, um die Kette mit möglichst wenig Spannung zu lagern.

6. Im Rahmen kann sich Feuchtigkeit sammeln. Daher: Sattelstütze rausziehen, damit der Rahmen trocknen kann. Anschließend Sattelstütze abtrocknen und mit Montagepaste wieder in das Sattelrohr stecken.

Vorsicht: Carbon-Teile nur mit entsprechender Montagepaste behandeln. Zusätzlich die Leichtgängigkeit der Züge testen und diese evtl. wechseln bzw. mit Silikonspray schmieren.

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Das Rennrad richtig einlagern

7. Empfehlenswert ist es, den Rahmen mit Sprühwachs zu behandeln. Damit schützt man den Rahmen gegen Schmutz. Der bleibt auf einer behandelten Oberfläche weniger leicht haften und kann somit den Lack nicht verkratzen.

Vorsicht: Nicht die Felgen, Bremsbeläge oder -scheiben mit Wachs besprühen. Aufsprühen und sofort nachwischen.

8. Mit Multifunktionsöl werden abschließend alle Schrauben besprüht. Das ist bequem, denn das Öl kriecht in die Schraubenlöcher und -schlitze. Es verdrängt Feuchtigkeit und schützt vor Korrosion. Weitere wichtige Stellen sind Pedale, Vorbau, Sattelklemmung sowie die Federn, Lager und die Gelenke an der Schaltung und der Bremse.

9. Gelagert wird das Rad idealerweise in einem trockenen Raum. Der Luftdruck der Reifen sollte nicht zu niedrig sein, denn dann lastet das Gewicht des Rades auf dem Schlauch und den Reifen, die dadurch beschädigt werden können. Um Spannung von den Bremszügen zu nehmen, öffnet man bei Felgenbremsen die kleinen Hebel an den Bremssätteln.


Dieser Artikel stammt aus der RennRad-Ausgabe 3/2018. Erhältlich als E-Paper und im Print-Format in unserem Shop!


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