8,99 kg
10.357 Euro
Falkenjagd Aristos SL: Gravelbike im Test
in Gravel
Falkenjagd Aristos SL: Gravelbike im Test
Falkenjagd Aristos SL im Test
Das Aristos SL des bayerischen Herstellers Falkenjagd ist ein „Exot“ innerhalb dieses Testfeldes: Es ist das einzige Modell, das auf einem Rahmen aus Titan basiert. Dieser ist sehr hochwertig verarbeitet. Alle Schweißnähte sind fein verschliffen und nur aus der Nähe zu erkennen. Alle Leitungen und Züge verlaufen vollständig integriert. Optisch wirkt das Falkenjagd dadurch sehr „clean“. Mehrere Gewindeösen für die Taschenmontage oder einen Gepäckträger machen das Aristos SL bikepacking- und commuting-tauglich.
Auffällig ist auch das vergleichsweise lange Steuerrohr. Die Sitzposition fällt dadurch eher aufrecht und nur leicht gestreckt aus.
Fahrverhalten
Mit einem Gesamtgewicht von 8,99 Kilogramm in der Rahmengröße L gehört das Aristos SL zu den schwereren Modellen innerhalb dieses Testfeldes. Die Beschleunigungseigenschaften bergauf gehören damit nicht zu seinen ganz großen Stärken. Angesichts seines Rahmenmaterials liegt das Gewicht jedoch noch voll „im grünen Bereich“.
Die Laufruhe ist top. Die Agilität ist dagegen auch durch die vergleichsweise langen Kettenstreben etwas weniger stark ausgeprägt. Gut: Auch bei hohen Geschwindigkeiten neigt das Falkenjagd nie zur Nervosität. Sehr gut sind auch die Dämpfungseigenschaften. Der Titan-Rahmen punktet materialbedingt mit seiner Robustheit, Langlebigkeit und seinen Komforteigenschaften.
Reifen und Laufräder
Den größten Dämpfungskomfort bieten die 45 Millimeter breiten Schwalbe-G-One-R-Reifen – vor allem dann, wenn sie tubeless und mit einem geringen Luftdruck gefahren werden. Im Testverlauf überzeugten die Pneus mit einem hohen Grip und guten Pannenschutz.
Montiert sind sie auf sehr hochwertigen Schmolke-SL-Carbon-Laufrädern. Diese sind 1380 Gramm leicht und sehr verwindungssteif.
Gruppe, Kurbel und Lenker
Generell ist die Ausstattung recht hochwertig und besonders. An unserem Testmodell ist Campagnolos mechanische Ekar-GT-Schaltgruppe verbaut. Diese ist mit einem 38er-Garbaruk-Mono-Kettenblatt vorne und einer 10-48-Kassette hinten sehr breit und einsteigerfreundlich übersetzt. Die Gangsprünge sind jedoch teils recht groß. Zudem könnten ambitionierte Fahrer etwas schwerere Gänge „vermissen“.
Top: An unserem Testmodell sind sehr robuste und hochwertige Titan-Kurbelarme verbaut. Mit der Ergonomie des sehr breiten Titan-Lenkers und des Campagnolo-Daumenschalters kamen im Testverlauf nicht alle unsere Testfahrer optimal zurecht.
Detailaufnahmen des Falkenjagd Aristos SL
Falkenjagd Aristos SL im Test: Fazit
Das Falkenjagd Aristos SL punktet vor allem mit seiner hohen Laufruhe, seinen Komforteigenschaften und seiner Offroad- sowie Langstreckentauglichkeit. Die Ausstattung ist hochwertig und besonders. Der Preis ist jedoch sehr hoch.

Falkenjagd Aristos SL im Test: Geometrie und Bewertung
Sie haben Interesse am Falkenjagd Aristos SL? Mehr Informationen bekommen Sie auf der offiziellen Website des Herstellers.
Falkenjagd Aristos SL: Technische Details, Teile und Geometrie
| Preis | 10.357 Euro |
| Gewicht | 8,99 Kilogramm |
| Zul. Gewicht | 145 Kilogramm |
| Rahmen | Titan |
| Größe | S; M; L; XL; XXL |
| Gabel | Titan |
| Bremsen | Campagnolo Ekar (160/160 mm) |
| Schaltgruppe | Campagnolo Ekar GT |
| Übersetzung | Vorne: 38 | Hinten: 10-48 |
| Laufräder | Schmolke SL; 35 mm |
| Reifen | Schwalbe G-One R; 45 mm |
| Vorbau | 6/4-Titan; 100 mm |
| Lenker | Falkenjagd Titan; 440 mm |
| Stütze | Falkenjagd Titan |
| Sattel | Selle Italia SLR Carbon 3D |


