7,23 kg
10.199 Euro
Merida Reacto 10K: Rennrad im Test – Allround-Tipp
in Test & Technik
Merida Reacto 10K: Rennrad im Test – Allround-Tipp
Merida Reacto 10K im Test: Allround-Tipp
Das neue Merida Reacto soll klar aerodynamischer und leichter als der Vorgänger sein. Rein optisch bietet die fünfte Generation flächigere Formen am Unter- und Steuerrohr. Die Sitzstreben setzen tiefer am Sitzrohr an, das sich zum sehr voluminösen Tretlagerbereich nun noch stärker verjüngt. Die Reifenfreiheit des CF-5-Carbonrahmens wuchs von 30 auf 32 Millimeter auf eine UDH-Schaltwerksaufnahme verzichtet der taiwanesische Hersteller.
Die Aero-Sattelstütze ist deutlich schlanker konstruiert. Bei den mit Shimano-Di2-Gruppen ausgestatteten Modellen befindet sich der Akku nun im Tretlager. Die Stütze ist hinten ausgeschnitten sie bietet einen spürbaren Flex und ist hauptverantwortlich für den vergleichsweise hohen Dämpfungskomfort am Heck.
Vorne ist das Reacto deutlich steifer, bedingt durch großdimensionierte 1,5-Zoll-Steuerlager und das am Testmodell verbaute Vision-Metron-5D-Evo-Cockpit aus Carbon.
Geometrie
Mit ihrem Zehn-Grad-Frontsweep trägt die Lenker-Vorbau-Konstruktion zu der recht sportiven Geometrie des Reacto bei.
Der Stack-to-Reach-Wert in der Größe M beträgt 1,41. Man sitzt somit klar gestreckt, aber nicht zu überhöht auf dem Merida. Der Radstand ist recht eng. Der Lenkwinkel ist mit 73,5 Grad steil.
Fahrverhalten
In der Kombination mit der hohen Verwindungssteifigkeit des Rahmens sind die Reaktivität und die Agilität stark ausgeprägt.
In kurvigen und technisch anspruchsvollen Abfahrten bietet das Reacto viel Fahrspaß, ohne je zur Nervosität zu neigen. Das Komplettradgewicht beträgt 7,23 Kilogramm der viertbeste Wert in diesem Vergleich.
Gruppe und Bremsen
Mitverantwortlich für das recht geringe Gewicht ist die sehr hochwertige Ausstattung mit Srams Top-Gruppe Red AXS inklusive eines integrierten Powermeters. Mit 50/37 vorne und 10-36 hinten ist das Reacto sehr ausgewogen übersetzt.
Die Red-Bremsen mit je einer 160-Millimeter-Disc vorne und hinten performten wie gewohnt unter allen Bedingungen stark.
Laufräder und Reifen
Der Laufrad-Spezialist Reynolds war an der Reacto-Entwicklung mitbeteiligt. Die BL-60-Pro-Laufräder weisen ein sehr bauchiges Felgenprofil auf. Sie sind sehr seitensteif und erwiesen sich trotz der 60 Millimeter hohen Felgen auch bei böigen Verhältnissen als nur wenig seitenwindanfällig.
Die 28 Millimeter breiten Continental-GP-5000S-TR-Reifen bieten einen Top-Kompromiss aus einem geringen Rollwiderstand sowie viel Grip und Pannenschutz.
Detailaufnahmen des Merida Reacto 10K
Merida Reacto 10K im Test: Fazit
Das neue Merida Reacto ist ein klares Upgrade zum Vorgänger. Es ist ein top-ausgewogenes Aero-Race-Modell ohne klare Schwächen: Es ist schnell, agil und dämpft vergleichsweise gut. Die Ausstattung ist sehr stimmig gewählt.

Merida Reacto 10K im Test: Geometrie und Bewertung
Sie haben Interesse am Merida Reacto 10K? Mehr Informationen bekommen Sie auf der offiziellen Website des Herstellers.
Merida Reacto 10K: Technische Details, Teile und Geometrie
| Preis | 10.199 Euro |
| Gewicht | 7,23 Kilogramm |
| Zul. Gewicht | 120 Kilogramm |
| Rahmen | Carbon |
| Größe | XXS; XS; S; M*; L; XL |
| Gabel | Carbon |
| Bremsen | Sram Red (160/160 mm) |
| Schaltgruppe | Sram Red AXS |
| Übersetzung | Vorne: 50-37 | Hinten: 10-36 |
| Laufräder | Reynolds BL 60 Pro; 60 mm |
| Reifen | Continental GP 5000 S TR; 28 mm |
| Vorbau | Vision Metron 5D Evo; 110 mm |
| Lenker | Vision Metron 5D Evo; 400 mm |
| Stütze | Merida Reacto V S-FLEX |
| Sattel | Prologo Nago R4 PAS |


