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Aero-Rennräder 2026 im Test: Aerodynamisch optimierte Race-Rennräder

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Aero-Rennräder 2026 im Test: Aerodynamisch optimierte Race-Rennräder

Schneller fahren mit der gleichen Leistung. Das bieten Aero-Rennräder. Elf aktuelle Modelle ab 4499 Euro im Test. Konzepte, Ausstattungen und Praxis-Eindrücke.
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196 Watt gewichtete Leistung bei 45 km/h – das neue Merida Reacto erbrachte in genormten Windkanaltests einen der bisher besten Windwiderstandswerte eines Serien-Rennrads überhaupt. Die Ingenieure erreichten dies unter anderem durch eine Ausreizung der UCI-Regularien hinsichtlich der Rahmengestaltung.

Bei fast allen in diesem Testfeld vertretenen Modellen dominieren flächige und strömungsgünstige Rohrformen. Der Rahmen bildet bei diesen Rädern in der Kombination mit den einteiligen Cockpits und Hochprofillaufrädern ein aerodynamisches Gesamtkonzept.

Klar ist aber auch: Der Mensch auf dem Rad ist für rund 75 Prozent des gesamten Luftwiderstands verantwortlich – das Rennrad, seine Laufräder und Komponenten für „nur“ rund 25. Das schnellste Material bringt wenig, wenn der Fahrer nicht aerodynamisch auf dem Rad sitzt. Entscheidend sind unter anderem die Rahmengeometrie und die Cockpit-Konstruktion. Eine gestreckte, eher tiefe Haltung und ein schmaler Lenker können die Stirnfläche verkleinern. Doch nur wer diese Position auch über längere Zeit stabil und kontrolliert halten kann, fährt wirklich schneller.

Race-Ausrichtung

Zu den am klarsten auf den Race-Einsatz ausgelegten Testrädern zählt etwa das Cannondale SuperSix Evo 1. Die fünfte Generation wurde noch einmal aerodynamisch optimiert. Die Sitzposition ist sportiv und gestreckt. Das Evo bietet einen Top-Kompromiss aus Agilität und Laufruhe. Kleinere Abstriche muss man dafür beim Parameter Dämpfungskomfort machen.

Am anderen Ende des in diesem Testfeld vertretenen Ausrichtungsspektrums befindet sich das Megamo Pulse LTD. Die Sitzposition ist eher kompakt und nur wenig überhöht. Das Pulse erwies sich im Test als überraschend komfortabel. Dafür mitverantwortlich ist die Reifenwahl: Auf dem LTD sind 30 Millimeter breite Pirelli-Pneus tubeless montiert.

Diese Entwicklung steht für einen auch in diesem Testfeld auszumachenden Trend: Die einst recht kompromisslosen, klar rennorientierten Aero-Rennräder wurden fast alle ausgewogener, komfortabler und somit alltagstauglicher. An allen elf Modellen innerhalb dieses Testfelds sind mindestens 28 Millimeter breite Reifen montiert.

Gewicht & Preis-Leistung

Das neue Rose Shave FFX ist das leichteste Aerorad in diesem Vergleich. Das Top-Modell des Bocholter Herstellers basiert auf einem nur 740 Gramm leichten Carbonrahmen. Das FFX ist mit Srams Top-Gruppe Red AXS sowie leichten, hauseigenen Laufrädern mit Carbonfelgen und -speichen ausgestattet. Mit 6,56 Kilogramm liegt es unter dem UCI-Mindestgewicht für Wettbewerbsräder. Beim Parameter Gewicht lässt sich erwartungsgemäß eine recht hohe Korrelation mit dem Preis feststellen.

Nur die Top-Modelle vieler Hersteller nähern sich der Marke von unter sieben Kilogramm an. Das zweitgünstigste Testrad, das Dare VA-AFO S8, ist mit 8,23 Kilogramm das schwerste Modell innerhalb dieses Testfelds. Die Beschleunigung bergauf und die Agilität zählen demnach nicht zu seinen großen Stärken. Dafür punktet das Modell mit seiner Rahmensteifigkeit und den aerodynamischen Eigenschaften.

Mit einem Preis von 13.999 Euro ist das Cervélo S5 das teuerste Rad des Testfelds. Das Gewicht: 7,39 Kilogramm in der Größe 56. Die Ausstattung umfasst unter anderem eine Sram-Red-AXS-Gruppe und Hochprofil-Carbonlaufräder von Reserve. Das S5 ist ein Race-Bike, das in dieser Ausstattung auch in der World-Tour zum Einsatz kommt – es steht somit stellvertretend für die neuesten Technologien und das „technisch Machbare“.

Sind die hohen Preise gerechtfertigt?

Ob diese Preise gerechtfertigt sind, haben wir in früheren Artikeln wiederholt diskutiert und kritisiert. Dass es auch anders geht, zeigt unser Vergleich von Bestseller-Rennrädern in der RennRad-Ausgabe 03/2026.

Auch im Bereich bis 4000 Euro finden sich inzwischen Modelle mit elektronischer Schaltgruppe und einem Gesamtgewicht um 7,5 Kilogramm.

Diese Aero-Rennräder haben wir getestet

Marke Modell Preis Prädikat
Van Rysel RCR-F ProTestbrief 4499 Euro
Dare VA-AFO S8 5699 Euro Race-Tipp
Benotti BladeTestbrief 7199 Euro Kauftipp
Cube Litening Aero C:68X SLT 7299 Euro Kauftipp
Megamo Pulse Hammerhead LTD 7999 Euro
BMC Teammachine R 01 Three 8499 Euro
Cannondale Supersix Evo 1 8499 Euro
Rose Shave FFX 8500 Euro Race-Tipp
Merida Reacto 10KTestbrief 10.199 Euro Allround-Tipp
Stevens ArcalisTestbrief 10.945 Euro
Cervélo S5 13.999 Euro

Die ausführlichen Testberichte lesen Sie in der RennRad 6/2026. Hier können Sie die Ausgabe als Printmagazin oder E-Paper bestellen.

An diesem Test wirkten mit: Silvio Pusch, Frederik Böna

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