Aluminium & Stahl
Alu- & Stahl-Räder im Test: Rennräder, Allroad- und Gravelräder aus Metall
in Test & Technik
Das Rahmenmaterial beeinflusst die Dämpfungs- und Fahreigenschaften eines Rades. Je nach dem verwendeten Werkstoff und seiner Verarbeitung kann der Rahmen robuster, leichter, steifer und komfortabler sein. Sieben der acht in diesem Testfeld vertretenen Modelle basieren auf einem Aluminium-Rahmen. Im Vergleich zu Carbon- müssen der Querschnitt und die Wandstärke von Alu-Rohren erhöht werden, um eine hohe Stabilität zu erreichen. Sie sind in der Regel günstiger und robuster als Carbon- Modelle, aber meist auch schwerer.
Die günstigsten Räder in diesem Vergleich kommen von Canyon und Radon. Das Allroad 5 kostet 999, das R1 105 1399 Euro. Die Gewichte: 10,85 beziehungsweise 9,86 Kilogramm. Beide richten sich hinsichtlich ihrer Ausstattungen und Geometrien bewusst an Rennrad-Einsteiger. Die mechanischen Shimano-Cues- beziehungsweise -105-Gruppen sind je sehr breit und bergtauglich übersetzt. Die Sitzpositionen fallen jeweils recht aufrecht, kompakt, kaum gestreckt und somit voll langstreckentauglich aus. Das Canyon ist mit einer maximalen Reifenfreiheit von 40 Millimetern und den zusätzlichen Rahmengewindeösen zudem voll commuting- und bikepackingtauglich.
Noch klarer auf den All- beziehungsweise Offroad-Einsatz ausgelegt sind das Merida Scultura Endurance GR 500 und das Ridley Grifn A Gravel. Beide bieten jeweils eine bergtauglich übersetzte Shimano-GRX-Gravel-Gruppe, robuste Aluminium-Laufräder und profilierte All-Terrain-Reifen in 35 beziehungsweise 38 Millimetern Breite.
Ausrichtungen & Preis-Leistung
An einem Test-Modell sind 38, an je zweien 35 beziehungsweise 32 und an dreien 28 Millimeter breite Pneus verbaut. Breitere Reifen können mit einem niedrigeren Luftdruck gefahren werden, was den Dämpfungskomfort weiter erhöht – besonders wenn sie tubeless montiert sind wie beim Giant Contend AR 1. Das Allround-Modell des taiwanesischen Herstellers punktete im Testverlauf zudem mit seiner hohen Steifigkeit, die unter anderem durch die kleineren Rahmendreiecke der Sloping-Geometrie bedingt ist. Das Giant wiegt 9,52 Kilogramm und kostet 1699 Euro – es liegt damit im Gewichts- und Preismittelfeld dieses Vergleichs.
Das teuerste Rad kommt von Eddy Merckx. Sein Preis: 5999 Euro. Das Pévèle Corsa ist zugleich ein „Exot“ in diesem Testfeld. Es basiert auf einem mehrfach konifizierten Columbus-Stahl-Rahmen, der in Italien von Hand gefertigt wird. Der Werkstoff Stahl steht für Robustheit, Komfort, Haltbarkeit – und wird oft nur noch von spezialisierten Herstellern angeboten. Beim Pévèle kombiniert Eddy Merckx eine klassische Diamant-Rahmenform mit dem UDH-Schaltwerks-Standard, Carbon-Laufrädern und einer elektronischen Sram-Rival-AXS-Gruppe. Das Gewicht: 9,26 Kilogramm. Hier wird ein Nachteil des Materials deutlich.
Dennoch zeigt sich in diesem Test: Klassik muss nicht retro sein – sie kann auch hochmodern, handgemacht und konkurrenzfähig sein.
Diese Räder aus Aluminium und Stahl haben wir getestet
| Marke | Modell | Preis | Prädikat |
| Canyon | Endurace Allroad 5 | 999 Euro | |
| Radon Bikes | R1 105 | 1399 Euro | Preis-Leistung |
| Giant | Contend AR 1 | 1699 Euro | Komfort-Tipp |
| Merida | Scultura Endurance GR 500Testbrief | 1799 Euro | Allround-Tipp |
| Rose | Reveal AL 105 | 1799 Euro | |
| Stevens | Aspin Disc | 1999 Euro | |
| Ridley | Grifn A Gravel | 2299 Euro | |
| Eddy Merckx | Pévèle Corsa | 5999 Euro |
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Die getesteten Räder in der Bildergalerie
An diesem Test wirkten mit: S. Pusch, F. Böna, J. Schinnagel, L. Heigl, P. Sieber









