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Powermeter-Pedale im Test

Favero Assioma Pro RS-2: Leichte Powermeter-Pedale im Test

Powermeter-Pedale im Test

Die Favero Assioma Pro RS sind die leichtesten Rennrad-Powermeter-Pedale auf dem Markt. Die Akkulaufzeit beträgt bis zu 160 Stunden. Alle Funktionen, Daten und die Preis-Leistung.
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Assioma Pro RS

Die Assioma Pro RS sind die leichtesten Rennrad-Powermeter-Pedale auf dem Markt. Ein Pedal wiegt laut dem italienischen Hersteller 124,8 Gramm. Dies sind rund 25 Gramm weniger als beim Vorgänger Assioma Duo-Shi und entspricht etwa dem Gewicht eines rein mechanischen Shimano-Dura-Ace-Pedals.

„R“ steht für „Road“, „S“ für den Shimano-SPD-SL-Standard und „2“ für die beidseitige Messung. Optional sind die Pedale mit einseitiger Messung erhältlich – zudem gibt es ein Upgrade-Kit auf das beidseitige System.

Im Lieferumfang enthalten sind unter anderem SPD-SL-Cleats, ein Duo-USB-C-Ladekabel mit Magnetsteckern, Achsenspacer, eine Kurzanleitung und ein Wartungskit.

Favero assioma RS Pro; Pedale, Powermeter, Lieferumfang

Kompatible Shimano-SPD-SL-Cleats gehören zum Lieferumfang.


Achskonstruktion

Das „Herzstück“ des Pedals bildet der nach dem IP67-Schutzstandard vollständig gekapselte Achskörper aus Luftfahrtstahl, der die Dehnmessstreifen, die gesamte Elektronik und den wiederaufladbaren Lithium-Akku enthält.

Beim Vorgänger waren diese Komponenten teils noch in einem „Pod“ zwischen dem Pedalkörper und Achsgewinde untergebracht. Die Neukonstruktion soll laut Favero Aussetzer eliminieren, die durch fehlerhafte Verbindungen zwischen Platinen und wechselbaren Batterien auftreten können.

Favero Assioma Achse

Die Achse enthält die gesamte Mess-Elektronik und den Akku.


Pedalkörper & Q-Faktor

Zudem kann bei Beschädigungen der rein mechanische Pedalkörper aus einem carbonfaserverstärkten Technopolymer und Edelstahl kostengünstig getauscht werden. Auch ein Wechsel auf den Favero-Pro-MX-Pedalkörper für SPD-Mountainbike-Cleats ist mit wenigen Handgriffen möglich.

Durch den Wegfall der Pods konnte der Q-Faktor von 65 auf 53 Millimeter reduziert werden.

Favero Assioma Pedalkörper

Der Pedallkörper besteht aus einem leichten Technopolymer und Edelstahl.

Favero Assioma Pedalkörper

Der Pedalkörper kann einfach getauscht werden.

Favero Assioma Pedalkörper LED

LEDs im Achskörper zeigen etwa den Ladezustand.


Elektronik & Messsystem

Bei der Elektronik setzt Favero auf das herstellereigene „IAV Power System“ mit einem Drei-Achsen-Gyroskop, das eine Messgenauigkeit von ±1 Prozent gewährleisten soll – auch bei ovalen Kettenblättern.

Der Messbereich liegt zwischen 0 und 3000 Watt bei einer Trittfrequenz von zehn bis 250 Umdrehungen pro Minute.

Die Elektronik erfasst zudem „Cycling-Dynamics“-Metriken wie den Kraftverlauf, die Druckverteilung, die Links-Rechts-Balance und erkennt, ob man im Sitzen oder im Wiegetritt fährt. Die Werte können in Echtzeit in der Favero-App oder mit einem kompatiblen Fahrradcomputer angezeigt werden.

Favero Assioma RS AKtivierung 1

Die Favero-App dient etwa zur Erstaktivierung ...

Favero Assioma RS AKtivierung 2

... sie gibt Informationen zum Ladezustand ....

Favero Assioma RS AKtivierung CD

... und zu den Cycling-Dynamics-Metriken.

Installation & Messwerte

Zur Erstaktivierung verbindet man die Pedale über das Duo-USB-C-Kabel mit einer Stromquelle und der Favero-App. Sie dient neben der Anzeige von Cycling Dynamics auch für Firmware-Updates sowie zur Einstellung der Kurbellänge.

Wir montierten die Pedale für einen ersten Praxis-Vergleichstest unter anderem an eine Sram-Red-Kurbel mit einem integrierten Quarq-Powermeter und zeichneten die Werte mit je einem Radcomputer auf. Einen ausführlichen Vergleichstest unter Laborbedingungen verschiedener Powermeter-Systeme finden Sie in einer der kommenden RennRad-Ausgaben.

Die Favero-Pedale verbinden sich per Drei-Kanal-Bluetooth- und ANT+-Standard mit kompatiblen Fahrradcomputern, Rollentrainern und Trainings-Apps auf dem Smartphone, dem Tablet und Co. Im Testverlauf wurden die Pedale zuverlässig innerhalb von Sekunden erkannt.

Vor der ersten Fahrt empfiehlt der Hersteller eine Kalibrierung über die App oder den Fahrradcomputer. Durch eine automatische Temperaturkompensation entfallen alle weiteren Kalibrierungen.

Dank der Cycling-Dynamics-Werte stellte unser Tester während der ersten Testkilometer eine leicht ungleichmäßige Druckverteilung zwischen dem rechten und linken Pedal fest – durch eine Anpassung der Cleat-Positionen ließ sich diese innerhalb weniger Minuten beheben.

Favero Assioma RS draußen

Die Favero Assioma Pro RS-2 bieten einen Q-Faktor von 53 Millimetern.

Nach einer Testrunde verglichen wir die Favero-Messwerte mit denen des Quarq-Powermeters. Sowohl bei der durchschnittlichen Leistung als auch bei den Bestwerten über zehn Sekunden bis 60 Minuten ergaben sich teils sehr ähnliche Werte. Die maximale Abweichung betrug acht Watt.

Demnach bescheinigen wir den Favero-Assioma-Pro-RS-2-Pedalen in diesem ersten Praxistest stets wiederholgenaue und nachvollziehbare Werte.

Akkulaufzeit & Update

Top: Durch ein Firmware-Update während des Testzeitraums und eine damit verbundene Anpassung des Algorithmus konnte der Hersteller die Akkulaufzeit von 60 auf bis zu 160 Stunden mehr als verdoppeln – ohne, dass dies zulasten der Messgenauigkeit gehen soll.

Bei der Verbindung mit einem Fahrradcomputer erscheint zudem automatisch ein Warnhinweis auf dem Display, sobald ein kritischer Ladezustand unterschritten wird.

Favero Assioma RS Charging

Die Pedale werden über USB-C und Magnetsteckern geladen.

Stärken

  • Gewicht
  • Akkulaufzeit
  • Installation und Wechsel
  • Messgenauigkeit
  • Verarbeitung
  • Umbau auf MTB-SPD
  • Preis-Leistung

Schwächen

Die Preise:

Assioma Favero RS-2: 687,92 Euro
Assioma Favero RS-1: 431,97 Euro
Upgrade Kit – 421,66 Euro

Mehr Informationen zu den Assioma RS finden Sie auf der Website des Herstellers Favero.

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