Gravel & Allroad
Gravelbikes & Allroad-Räder 2026 im Test
in Gravel
Sie eignen sich für den Alltags-Einsatz, Commuting-Fahrten, Gravel-Rennen und Bikepacking-Touren. Sie performen auf Asphalt, Feldwegen und Schotterabschnitten. Für Viele sind sie – je nach der gewählten Ausstattung und Reifenwahl – die Räder für nahezu alle Zwecke, Untergründe und Jahreszeiten. Allroad- und Gravelbikes sind extrem vielseitig. Die Grenzen zwischen den beiden Kategorien verschwimmen zunehmend. Genau diese Vielfalt spiegelt unser Testfeld wider: Wir haben 18 Modelle mit teils sehr unterschiedlichen Konzepten und Einsatzschwerpunkten getestet.
Die Reifenbreiten reichen von 32 bis 50 Millimetern. Die breitesten Pneus sind am Kona Ouroboros CR verbaut. Das Modell ist ein Hybrid zwischen einem robusten Gravel-Bike und einem Cross-Country-MTB. An letzteres erinnern die 29-Zoll-Laufräder, die Dropper-Seatpost und die optionale Federgabel. Gleichzeitig bietet das Kona eine weniger progressive Geometrie als reine Mountainbikes. Mit 11,43 Kilogramm ist es das schwerste Modell in diesem Vergleich. Sein Preis: 4499 Euro.
Etwas günstiger ist das Propain Terrel CF, das aber nur 8,7 Kilogramm auf die Waage bringt. Das Modell des bayerischen Herstellers ist ein Gravel-Allrounder für den Race- oder Bikepacking-Einsatz. Der 1090 Gramm schwere Carbonrahmen bietet mit dem kurzen Steuerrohr und steilen Sitzwinkel eine sportive Geometrie, die den Fahrer in eine leicht gestreckte Sitzposition bringt. Zur hochwertigen Ausstattung gehören unter anderem Newmen-Advanced-G.34-Carbonlaufräder und eine Sram-Force-AXS-XPLR-Gruppe. An zwölf der getesteten Modelle sind 1-fach-, an sechs Rädern 2-fach-Gruppen verbaut. Vier Modelle schalten mechanisch, die anderen 14 elektronisch.

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Offroad & Straße
Das Storck Fascenario.5 Team ist mit 52/36 vorne und 11-30 racig-sportiv übersetzt. Das Modell ist ein aerooptimiertes Allroad-Bike. Die 35 Millimeter breiten Schwalbe G-One-Speed-Reifen reizen die maximale Reifenfreiheit voll aus und rollen leicht – sie erlauben aufgrund ihrer leichten Profilierung auch Einsätze auf kompaktem Schotter. Mit 7,55 Kilogramm ist das Storck das leichteste Modell in diesem Testfeld. Die Beschleunigungseigenschaften bergauf sind demnach auf einem sehr hohen Niveau.
Das Van Rysel EDR CF Ultra bietet einen Top-Kompromiss zwischen einer hohen Agilität und ausgeprägten Laufruhe. Zusätzliche Anschraubpunkte machen das Modell zum vollwertigen Commuter. Dass das Van Rysel auch auf Schotter performt, zeigt unsere Reportage vom Bright Midnight in der RennRad 5/2026.
Zu den „Exoten“ dieses Testfelds gehören das Bombtrack Hook AL und das Falkenjagd Aristos SL. Das Bombtrack basiert auf einem robusten Aluminium-, das Falkenjagd auf einem hochwertigen Titan-Rahmen. Das Hook schaltet mit einer Microshift-Sword-2×10-fach-Gruppe. Das Aristos ist mit Campagnolos 1×13 Ekar GT ausgestattet. Das Hook rollt auf 42-Millimeter-Pneus im 650b-Format – am Aristos sind 45 Millimeter breite Schwalbe-G-One-R-Pneus tubeless montiert. Beide punkten stark bei den Parametern Fahr- beziehungsweise Dämpfungskomfort.
Das Bombtrack gehört mit 11,04 Kilogramm zu den schwersten Modellen in diesem Vergleich – das Falkenjagd liegt beim Gewicht mit 8,99 Kilogramm in der Rahmengröße L noch voll „im grünen Bereich“.
Variation bei Ausstattung, Gewicht und Preis
Beim Preis trennen sie „Welten.“ Das Bombtrack kostet 2000, das Falkenjagd mehr als 10.000 Euro. Sie zeigen stellvertretend, wie stark die Ausstattung, das Gewicht und der Preis variieren und wie die Radgattungen gezielt unterschiedliche Einsatzzwecke und Vorlieben abdecken können.
Damit ist in diesem Testfeld für fast jeden Fahrertyp das passende Rad dabei.
Diese Gravelbikes & Allroad-Räder haben wir getestet
| Marke | Modell | Preis | Prädikat |
| Bombtrack | Hook AL Sword | 1999 Euro | |
| Bergamont | Grandurance 10 | 2899 Euro | |
| Pastel | Whtif 2.0 | 3599 Euro | Preis-Leistung |
| Propain | Terrel CF | 4389 Euro | Offroad-Tipp |
| Kona | Ouroboros CR | 4499 Euro | |
| Van Rysel | EDR CF UltraTestbrief | 4899 Euro | Allround-Tipp |
| Parapera | Anemos²Testbrief | 4999 Euro | Kauftipp |
| Scott | Addict Gravel 10 | 5199 Euro | |
| Stevens | Camino RS | 5199 Euro | |
| Benotti | Gravel RTestbrief | 5399 Euro | Race-Tipp |
| Arc8 | Eero | 5499 Euro | |
| Cube | Nuroad C:62 SLT | 5999 Euro | Kauftipp |
| Seka | ExAero GR | 6290 Euro | Kauftipp |
| Edelsten | RX | 6499 Euro | |
| Argon 18 | Krypton | 6500 Euro | |
| BMC | Urs 01 LT One | 7999 Euro | |
| Storck | Fascenario.5 Team | 9399 Euro | Race-Tipp |
| Falkenjagd | Aristos SLTestbrief | 10.357 Euro |
Die ausführlichen Testberichte lesen Sie in der RennRad 5/2026. Hier können Sie die Ausgabe als Printmagazin oder E-Paper bestellen.
Die getesteten Gravelbikes & Allroad-Räder in der Bildergalerie
An diesem Test wirkten mit: S. Pusch, F. Böna, E. Ziegltrum, M. Porzner



















