Neue Modelle
Neue, innovative Rennräder 2026 im Test
in Test & Technik
Mehr Steifigkeit, mehr Geschwindigkeit, mehr Komfort, weniger Gewicht – solche Versprechungen gehen mit fast jedem neu präsentierten Rennrad einher. Nicht alle dieser Aussagen entsprechen immer der Realität. Viele bleiben gerade für die potenziellen Käufer schwer überprüfbar, andere sind messbar. Eine absolute Zahl lautet: In UCI-Rennen eingesetzte Rennräder müssen ein Mindestgewicht von 6,8 Kilogramm aufweisen. Nur ein Rad in diesem Testfeld liegt 300 Gramm unter dieser Gewichts-Grenze. Das Benotti Blade SL ist jedoch kein reines Leichtgewichtsmodell, sondern bietet darüber hinaus unter anderem mit seinen breiten Gabelscheiden und den Kammtail-Rohrformen auch aero-optimierte Eigenschaften. Es rollt auf 28 Millimeter breiten Continental-Grand-Prix-5000-TT-TR-Pneus. Breitere Reifen können mit einem niedrigeren Luftdruck gefahren werden und tragen so teils erheblich zu einem gesteigerten Dämpfungskomfort bei.
Auch das Gran Turismo AR 1 des Schweizer Herstellers Bixs überzeugt mit seinen Allround-Eigenschaften: Der Carbon-Rahmen ist im Tretlagerbereich sehr verwindungssteif und bietet durch die tief am Heck ansetzenden Sitzstreben einen spürbaren vertikalen „Flex“, was zu einem überraschend hohen Dämpfungskomfort führt.
Zu den Test-Modellen, bei denen der Komfortaspekt klar mit im Vordergrund steht, gehören etwa das neue Simplon Kiaro Ultra und das Basic Bikes Basic Allroad. Ersteres bietet unter anderem ein praktisches Unterrohrfach, zusätzliche Rahmengewindeösen für Schutzbleche, Gepäckträger und Zubehör sowie eine voll langstreckentaugliche Rahmengeometrie. Das Basic ist ein „Hybrid“ aus einem Carbon-Gravel- und einem Endurancebike mit einer Straßenbereifung. Mit der einsteigerfreundlich übersetzten Shimano-GRX-Di2-Gruppe und den 42 Millimeter breiten Kenda-4titude-Pro-Pneus sind auch leichte Gelände-Einsätze möglich.
Carbon & Titan
Am anderen Ende des Ausrichtungsspektrums – dem racig-sportiven – sind etwa das Look 795 Blade RS und das Storck Aerfast.5 Pro angesiedelt. Die Geometrien beider Modelle sind jeweils klar renn-orientiert. Man sitzt auf ihnen vergleichsweise tief, gestreckt und klar überhöht. Die Verwindungssteifigkeiten der aero-optimierten Carbon-Rahmen sind je auf einem extrem hohen Niveau.
Auf ein gänzlich anderes Rahmen-Material setzen die zwei „Exoten“ in diesem Testfeld: Die Rahmen des Vanwoid Attaquer und des auf 100 Stück limitierten Pure Bros RSF1 sind je aus Titan gefertigt. Der Werkstoff ist extrem langlebig und robust – er ist aber schwieriger zu verarbeiten und in der Regel sowohl schwerer als auch oftmals teurer als vergleichbare Carbon-Modelle. Die Komplettrad-Preise: 12.000 beziehungsweise 9999 Euro.
Ähnlich exklusiv ist das Baldiso B1. Seine große Besonderheit: Der Rahmen weist kein Sitzrohr auf. Es wird nur auf Vorbestellung gefertigt und ist bezüglich seiner Lackierung und sämtlicher Anbauteile frei konfigurierbar. Der Preis unseres Testmodells beträgt 15.950 Euro.
Neue Modelle sind, leider, oftmals teurer als ihre Vorgänger. In mehreren der folgenden RennRad-Ausgaben werden wir uns deshalb wieder bewusst besonders preis-leistungsstarken Renn- und Gravelrädern widmen.
Diese Räder haben wir getestet
| Marke | Modell | Preis | Prädikat |
| Basic Bikes | Basic AllroadTestbrief | 4450 Euro | Allround-Tipp |
| Simplon | Kiaro Ultimate AXS Force | 5699 Euro | Komfort-Tipp |
| Bixs | Gran Turismo AR 1 | 6490 Euro (Euro-Preise stehen noch nicht fest) | |
| Storck | Aerfast.5 ProTestbrief | 6549 Euro | Race-Tipp |
| Benotti | Blade SL 2026Testbrief | 8999 Euro | Kauftipp |
| Pure Bros | RSF1 | 9999 Euro | |
| Merida | Scultura 10K | 10.899 Euro | Race-Tipp |
| Vanwoid | Attaquer | 12.000 Euro | |
| Look | 795 Blade RS SR WRLTestbrief | 13.490 Euro | |
| Baldiso | B1 | 15.950 Euro |
Die ausführlichen Testberichte der neuen Rennräder für 2025 lesen Sie in der RennRad 8/2028. Hier können Sie die Ausgabe als Printmagazin oder E-Paper bestellen.
Die getesteten Rennräder in der Bildergalerie
An diesem Test wirkten mit: D. Binnig, S. Pusch, F. Böna, F. Nagel, J. Schinnagel











