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Schnell auf jedem Untergrund: Merida Mission

Race-Gravel im ersten Test: Das neue Merida Mission

Schnell auf jedem Untergrund: Merida Mission

Das neue Merida Mission ist ein Gravel-Bike, das klar auf die Performance und schnelle Schotterrennen ausgelegt ist. Wir waren vor dem Marktstart bei der Präsentation in Spanien dabei. Die ersten Test-Eindrücke, Hintergründe und Details gibt es hier:
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Der Name „Mission“ ist nicht ganz neu bei Merida. Lange Zeit betitelte der taiwanesische Hersteller so sein Cyclocrossmodell. Das neue Mission ist dagegen ein Race-Gravel-Bike mit einem aerodynamisch optimierten Carbon-Rahmen, vergrößerter Reifenfreiheit und hochwertiger Ausstattung. Im Merida-Portfolio ist es zwischen dem Scultura-Endurance-Rennrad und dem robusten Gravel-Allrounder Silex angesiedelt. Von beiden übernimmt das Mission wichtige Geometrie- und Rahmenelemente. Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Rahmen aus CF4-Carbon über alle Modelle hinweg
  • UDH & für mechanische und elektronische 1- und 2-fach-Gruppen
  • Zusatz-Rahmenösen und  G.U.T.-Staufach mit integrierter Tasche
  • Gravel-spezifisches Team-SL-GR1P-Carbon-Cockpit
  •  maximale Reifenbreite: offiziell bis 40 Millimeter
  • Gewicht: 1100 Gramm Rahmen Größe M, 500 Gramm Gabel
  • Kompletträder ab 7,8 Kilogramm
  • 5 Komplettradvarianten und auch als Rahmenset erhältlich

Die Preise:

MISSION 10K 8.999,-
MISSION 9000 5.999,-
MISSION 7000 4.999,-
MISSION 6000 3.799,-
MISSION 4000 2.299,-
MISSION 10K Frame-Kit 2.249,-

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Das Merida Mission Top-Modell 10K. Sein Preis: 8999 Euro.


Der Rahmen

Angefangen beim Mission 4000 für 2299 bis zum Top-Modell 10K für 8.999 Euro basiert das Merida auf dem gleichen hochwertigen CF4-Carbon-Rahmen. Optisch erinnert er mit seinen aerodynamisch optimierten Rohrformen an die Rennrad-Modelle Scultura beziehungsweise Scultura-Endurance. Das Steuerohr ist tailliert und wie das voluminöse Unterrohr nach dem strömungsgünstigen Kammtail-Prinzip gestaltet.

Vom einteiligen Team-SL-GR1P-Carbon-Cockpit verlaufen alle Züge, Kabel und Leitungen innerhalb des Rahmens. Am Heck setzen die dünnvolumigen Sitzstreben tiefer am Sitzrohr an – dieses bietet zusätzlich einen Ausschnitt für das Hinterrad. Das Tretlager ist für ein bessere Handling und eine größere Reifenfreiheit abgesenkt. Diese beträgt 40 Millimeter. Profis wie Matej Mohorič fahren den Rahmen aber auch mit 45 Millimeter breiten Reifen.

Der Mission-Rahmen ist UDH-kompatibel und lässt die Montage von mechanischen und elektronischen 1- und 2-fach-Gruppen zu, inklusive MTB- beziehungsweise „Mullet“-Konfigurationen. Die Ingenieure vor Ort in Girona betonten, dass auch große 2-fach-Rennrad-Gruppen an den Rahmen passen, um eine sportivere, enge Gangabstufung zu erreichen.

Alle Modelle sind mit 160-Millimeter-Bremsscheiben ausgestattet. Maximal können, per Adapter, auch 180-Millimeter-Discs montiert werden. Eine Merida-spezifischen Besonderheit sind Kühlrippen-Elemente an den Bremssätteln, die die Wärmeableitung und somit die Dauerhaltbarkeit der Bremsen verbessern sollen.

 

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Das Steuerohr ist im Sinne der Aerodynamik tailliert ...

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... und weist wie das Unterrohr ein Kammtail-Profil auf.

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Die Sitzstreben setzen tiefer am Sitzrohr an und bieten etwas Flex.

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Der Rahmen ist kompatibel mit 1- und 2-fach-Gruppen.

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Die Kühlrippen an den Bremsen dienen der Hitzeableitung.

Staufach und Co.

Erstmals integriert Merida ein Staufach ins Unterrohr. Das „G.U.T – Gear, useful things“ genannte Unterrohrfach bietet einen Fidlock-Magnetverschluss und eine integrierte Reißverschlusstasche für Werkzeug, CO2-Patronen, Ersatzschläuche und Co., um diese klapperfrei zu verstauen. Am Rahmen befinden sich Zusatzösen für zusätzliche Flaschenhalter, Werkzeug- und Oberrohrtaschen. Versteckte Halterungen und eine Adapter-Brücke zwischen den Sitzstreben ermöglichen die Schutzblech-Montage. Dadurch sinkt die maximale Reifenfreiheit auf 35 Millimeter.

 

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Im Unterrohr ist ein gut zugängliches Staufach integriert.

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Der magnetische Verschluss stammt von Fidlock.

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Im Staufach befindet sich eine Tasche für Werkzeug, und Co.

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Zusatzösen am Oberrohr für eine Bento-Box.

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Versteckte Ösen und Adapter erlauben die Schutzblechmontage.

Neues Gravel-Cockpit

Das einteilige TEAM-SL-GR1P-Carbon-Cockpit ist den drei Top-Modellen 7000, 9000 und 10K vorbehalten und ergänzt die aerodynamische Ausrichtung des Mission. Es basiert auf der Road-Version SL 1P – es bietet aber im Unterlenker einen größeren Flare für mehr Kontrollierbarkeit in schnellen Abfahrten und auf Single-Trails. Ein geringer Drop ermöglicht das schnelle Umgreifen vom Ober- zum Unterlenker. Durch das Cockpit verlaufen alle Kabel, Züge und Leitungen in den Vorbau und einen speziellen Port in den Rahmen. Die zweigeteilten Spacer können entfernt werden, ohne das Kabel, Züge und Leitungen abgezogen beziehungsweise getrennt werden müssen. Bei der 4000er- und 6000er Reihe setzt der Hersteller auf ein zweiteiliges Cockpit aus Aluminium.

 

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Das einteilige Carbon-Cockpit kommt bei den Modellen 7000, 9000 und 10K zum Einsatz.

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Der Unterlenker-Flare erhöht die Kontrollierbarkeit im Geländeeinsatz.

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Im Praxisttest erwies sich das Cockpit als verwindungssteif und ergonomisch.


Ausstattung und Modellvarianten

Merida bietet das Mission als Rahmenset und in fünf Ausstattungsvarianten an. Alle Modellreihen basieren auf dem gleichen Carbon-Rahmen. Das Einstiegsmodell ist das Mission 4000 für 2299 Euro, mit einer mechanischen Shimano-GRX-400-2-fach-Gruppe und robusten Shimano-WH-RX180-Aluminiumlaufrädern. Darüber rangiert das 6000 mit der in diesem Jahr vorgestellten 1-fach-Gruppe Sram Rival XPLR AXS und DT-Swiss-G-1800-Spline-Aluminumlaufrädern. Sein Preis: 3799 Euro.

Das Mission 7000 ist mit einer elektronischen Shimano-GRX-820-Gruppe und Reynolds-ATR-TSS-CL-Carbonlaufrädern ausgestattet. Sein Preis: 4999 Euro. Die GRX-Gruppe schaltet 2-fach – die Felgen der Laufräder sind 40 Millimeter hoch. Eine Stufe unter dem Top-Modell rangiert das Mission 9000 für 5999 Euro. Zur hochwertigen Ausstattung gehören Zipp-303-XPLR-S-Carbonlaufräder mit 54 Millimeter hohen Felgen und Srams Force-XPLR-AXS-Gruppe. Das 10K ist das Top-Modell der Mission-Baureihe. Hier verbaut Merida eine Sram-Red-XPLR-AXS-Gruppe und die noch etwas leichteren Zipp-303-XPLR-SW-Laufräder. Sein Preis: 8999 Euro.

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Merida Mission 4000

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Merida Mission 6000

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Merida Mission 7000

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Merida Mission 9000

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Merida Mission 10k

Geometrie

Die Geometrie des Mission ist angesiedelt zwischen dem Scultura Endurance und dem Silex. Verglichen mit letzterem sind der Radstand und die Kettenstreben kürzer. Bei der identischen Rahmengröße ist der Reach 21 Millimeter kürzer und der Stack 38 Millimeter geringer. Das Stack-to-Reach-Verhältnis der Rahmengröße M beträgt 1,45. Demnach sitzt man im Vergleich zum Silex tiefer, gestreckter und überhöhter auf dem Mission.

Rahmengrößen und Geometrien

Rahmengröße XXS XS S M L XL
ST Sitzrohrlänge (mm) 445 470 490 510 530 560
TT Oberrohrlänge (mm) 522 532 543 560 571 586
CS Hinterbaulänge (mm) 419 419 419 419 419 419
HTA Steuerrohrwinkel (°) 70 70 71 72 72 72.5
STA Sitzrohrwinkel effektiv (°) 74 74 74 73.5 73.5 73.5
BD Tretlagerabsenkung (mm) 72 72 72 72 72 72
HT Steuerrohrlänge (mm) 103 117 126 137 153 178
FL Gabeleinbaulänge (mm) 400 400 400 400 400 400
R Reach (mm) 370 377 384 391 398 405
S Stack (mm) 529 542 555 569 584 610
WB Radstand (mm) 997 1009 1011 1013 1024 1035
SH Überstandshöhe (mm) 741 764 781 798 816 844

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Der Praxistest

Wir hatten Gelegenheit die Top-Version, das Merida Mission 10K in Spanien, rund um Santa Coloma de Farners südlich von Girona Probe zu fahren. Die Touren umfassten Asphalt- und Schotter-Abschnitte, Feldwege, Singletrails sowie Anstiege und Abfahrten auf kompakten und auf losem Schotter. Gleich auf den ersten Metern machte sich die hohe Agilität, bedingt durch den steifen Carbon-Rahmen, das Carbon-Cockpit und den recht kompakten Radstand bemerkbar.

Das Gesamtgewicht des Testmodells beträgt 7,9 Kilogramm. Bergauf punktet das Mission demnach stark bei der Beschleunigung. Auf technischen Singletrails folgt das Vorderrad schnellen Richtungswechseln präzise und direkt. Im Flachen bringt das ergonomische Cockpit den Fahrer in eine aerodynamisch günstige Position. Die Übersetzung der funkgesteuerten Sram-Red-XPLR-AXS-Gruppe, mit einem 44er Monokettenblatt vorne und 10-46 hinten, bot sowohl in der Ebene als auch bergauf genügend Reserven. Wie gewohnt wechselt das Red-Schaltwerk die Gänge sehr schnell und präzise – auch im ruppigen Geländeeinsatz.

 

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Die Bremsen mit den beiden 160 Millimeter Discs vorne und hinten punkten mit ihrer hohen absoluten Bremspower und der sehr feinen Dosierbarkeit. Das 10K-Modell rollt auf sehr seitensteifen und rund 1450 Gramm schweren Zipp-303-XPLR-SW-Carbonlaufrädern. Mit ihren 54 Millimeter hohen Felgen bieten die Laufräder zudem aerodynamische Vorteile. Die 40 Millimeter breiten Good-Year-XPLR-Slick-Reifen harmonieren gut mit der extrem breiten Maulweite von 32 Millimetern der Zipp-Laufräder. Mit ihrem flachen Mittenprofil haben sie ihre Stärken vor allem auf kompakten Schotter und Asphalt. In tieferem Gelände und Nässe kommen sie jedoch schnell an ihre Grip-Grenzen.

Allgemein überzeugte unseren Tester das Mission durch sein ausgewogenes Fahrverhalten: Agil in anspruchsvollem Gelände und bei schnellen Richtungswechseln, laufruhig bei höheren Geschwindigkeiten und in schnellen Abfahrten. Hauptverantwortlich für den Dämpfungskomfort sind die Good-Year-Pneus, wenn sie tubeless und mit einem geringeren Luftdruck gefahren werden. Mit 45 Millimeter breiten Tubeless-Reifen ließen sich noch mehr Komfortpunkte sammeln. Ob diese passen, ist jedoch vor allem eine Frage der Rad-Reifen-Kombination.

Stärken & Schwächen
+ Rahmensteifigkeit
+ Allround-Eigenschaften
+ Agilität
+ Ausstattung

– Serienbereifung eingeschränkt offroad-tauglich

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Beim Mission 10K kommt die SRAM RED XPLR AXS zum Einsatz.

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Die Übersetzung ist mit einem 44er Mono-Kettenblatt vorne ....

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... und 10-46 hinten recht sportiv gewählt.

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Das Top-Modell rollt auf Zipp-303-XPLR-SW-Laufrädern.

 

 

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